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Daten und unsere Privatsphäre Online

Privatsphäre – von Jedermann großgeschrieben und mit Vorsicht behandelt. Jeder möchte seine oder ihre Geheimnisse für sich behalten, irgendwo tief unten, wo niemand sie finden kann. Man möchte so wenig wie nur möglich von sich preisgeben. Persönliche Daten. Scheinbar wertvoller als Gold und ein Thema so heiß wie nie zuvor. Ich möchte noch kurz anmerken, dass es sich hierbei um meine eigene Meinung und Erfahrungen handelt. Daher sollte dieser Artikel nicht als Quelle genutzt werden.

Dennoch haben wir das Bedürfnis uns anderen mitzuteilen.

Auf der Straße würden wir kaum zu einem Fremden gehen und ihm von unseren Problemen erzählen. Oder auf dem nächstgelegenen Platz verkünden, was man soeben zu Mittag gegessen hat und dazu noch eine kleine Diashow ablaufen lassen, wie der Hund oder die Katze durch die Wohnung spazieren. Aber warum eigentlich nicht?

Es ist unangebracht und könnte andere Menschen auf unangenehme Art belästigen. Zudem möchten wir ja nicht, dass jede x-beliebige (fremde) Person jedes Detail unseres Privatlebens erfährt. Auf so einem Platz mitten in der Stadt laufen die verschiedensten Menschen umher und wir wollen ja schließlich entscheiden, wer was von uns wissen darf und wie viel davon.

Dort lassen wir jegliche Hüllen fallen, und werfen mit unseren Daten geradezu um uns, als wären sie der Ball in einem Handballturnier. Ja gerade so, als gäbe es kein morgen mehr. Wir sind mehr als bereit dazu, jedes kleinste Teil aus unserem Leben mit anderen zu teilen. Ja wir verspüren beinahe eine Art Drang alles online der Welt mitteilen zu dürfen bzw. zu müssen. Als sei es ein Wettkampf, wer sein Leben schöner, besser und brillanter präsentieren kann.

Sei es das Frühstück, Abendessen oder ein tägliches Selfie aus meinem perfekten Instagram Leben. Das hinter den Vorhängen doch alles andere als glamourös und perfekt ist.

Daten die einen, für uns, unvorstellbaren und unbegreiflichen Wert haben.

Online entstehen neue Realitäten und parallele Welten.

Ich kann anonym in die große Masse eintauchen, mich und mein Leben auf dem Präsentierteller servieren, oder es komplett neu aufziehen und so gestalten, wie ich es gern hätte – auch wenn dann nichts mehr der Realität entspricht.

Hinter den Bildschirmen kommen dann aber die Ängste in uns hervor. Was macht wer mit all meinen Daten? Wie war das nochmal mit dem Abhören? Können die NSA und Co. überhaupt irgendetwas mit meinen Daten anfangen? Wer will die schon? Mein Leben ist ja so uninteressant wie eine kleine Löwenzahnblüte irgendwo auf einer gigantischen Wiese.

Geht es wirklich um die einzelne Person?

Wollen die großen Konzerne wie Google, Facebook und co. wirklich wissen wer ich bin und wieso sollen ausgerechnet die an mir interessiert sein? Es ist doch ganz egal wer ich bin – es sei denn natürlich ich bin ein „Jemand“.

Daten Online | Lichtfarbenspiel

Geht es nicht vielmehr um die Masse und deren Verhalten als Ganzes? Aber natürlich müssen dabei zuerst die Daten der kleinen Leute gesammelt werden, wie sonst soll man die der Masse zusammenfassen? Daher sind dann Letztendlich auch die Daten jeder einzelnen Person so wertvoll.

Meiner Meinung nach ist es für den Laien beinahe unmöglich, meine Daten vor den „Großen“ zu verstecken. So sollten wir uns dessen bewusst sein, dass jedes kleinste Detail, dass wir online von uns preisgeben auf irgendeinem Server gespeichert und verarbeitet werden kann. Und mit diesem Wissen entscheiden, was und wie ich meine Daten mit der Öffentlichkeit teile.

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