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Möwe beim Losfliegen
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Abstand nehmen – die Lösung aller Probleme?

Manchmal scheint einfach gar nichts zu helfen, du stehst mehr oder weniger unter Dauerstress, bei der Arbeit läuft nichts wie es soll und zuhause ist es leider auch nicht besser. Es scheint einfach alles irgendwie nur noch schief zu gehen und egal, was auch immer du ausprobierst, es wird nicht besser. Früher schlafen gehen oder sich einen Tag frei nehmen bringen zwar kurzzeitig was, aber so richtig besser fühlt es sich nicht an. Vielleicht musst du in solch einem Fall einfach mal raus und von Allem etwas mehr Abstand nehmen.

Bach im Wald

Für mich ist genau das die Lösung auf sämtliche Probleme, ganz egal was. Hier in der Stadt ist das Leben gefühlt tausendmal stressiger und hektischer als bei mir daheim in der ländlichen Einöde. Da kann es dann auch mal vorkommen, dass einem das Ganze dann doch etwas zu viel wird. Wenn es dann zu dem Punkt kommt, an dem es einfach nur noch zu viel Stadt ist, hilft eigentlich nur noch eines: Abstand nehmen!

Für mich persönlich ist dies wirklich die allerbeste Medizin und Lösung für eigentlich alle Probleme. Einfach mal rauskommen und weg von all dem, was mich stresst. Gerade wenn alles einfach schiefzugehen scheint ist dies, wie ich finde, tatsächlich das Beste. In meinem Fall hilft es mir unglaublich, wenn ich einfach etwas mehr von Natur umgeben bin. Weniger Häuser, Straßen und Menschen um mich herum und bessere Luft können eine so große Auswirkung auf mich haben. Klar, ich könnte jetzt einfach in den nächstgrößeren Park gehen, doch so richtig Hilfreich ist für mich eigentlich nur ein Trip raus aus der Stadt. Richtig raus und möglichst viel Abstand nehmen!

Raus fahren und abschalten

Meine Mädels und ich machen daher auch immer mal wieder Sonntags einen Trip raus auf´s Land. Wir stellen uns dann ein Lunchpaket zusammen und laufen dann meistens irgendwie durch die Landschaft, bis wir irgendwo Pause machen und picknicken. Diese Tage sind vielleicht dann wirklich mit Abstand die unproduktivsten Tage, die ich hier in London habe, jedoch sind diese auch die, die mir immer am stärksten in Erinnerung bleiben. Die Tage, an denen wir einfach nur in der Natur herumsitzen, ob im Wald, am Strand oder oben auf irgendwelchen Klippen (und sonst scheinbar den ganzen Tag nur am Essen sind), sind die Tage, an denen ich mal so richtig abschalten und einfach nur den Moment genießen kann.

Eastbourne Klippen

Daher finde ich, dass es wirklich am meisten hilft, so weit wie möglich Abstand zu nehmen, nichts Sinnvolles machen und einfach nur den Augenblick genießen und vor allem, den Moment bewusst leben. Entspannen und an nichts anderes denken, als das, was du hier und jetzt vor dir siehst – und nicht mehr!

Also ja! Abstand nehmen ist für mich, hier in London, definitiv die Lösung aller Probleme. Zumindest all meiner Probleme.

Hast du vielleicht auch eine solche Lösung für deine Probleme und um mal wieder zur Ruhe zu kommen? Schreibe mir doch einfach in die Kommentare, mich würde es wirklich sehr interessieren!

Blog, England, Städte

Unite for Europe March | London

Ich wollte mich eigentlich schon immer einmal bei einer Art Demonstration beteiligen, allerdings habe ich es bisher irgendwie noch nie geschafft. Es sollte ja zudem auch noch für etwas sein, das ich auch wirklich unterstützen würde. In London gibt es praktisch andauernd solche Demonstrationen, auch viele, die wirklich in meinem Interesse gewesen wären. Allerdings haben diese bisher nie mit meinem Zeitplan übereingestimmt. So war ich zum Beispiel leider nicht in London, als dort der March4Women stattfand – den wäre ich auch wirklich gern mitgegangen. Dieses Mal jedoch hat eigentlich alles geklappt und ich konnte nun endlich meinen ersten March mitgehen, den Unite for Europe March.

Gegen Brexit, für EU!

Der Unite for Europe March, zur Demonstration gegen den Ausstieg Großbritanniens aus der EU, entspricht auch vollkommen meiner Meinung. Denn ja, ich bin absolut gegen den Brexit! Selbst wenn ich nur noch bis zum Sommer hier in England leben werde.

Da ich nun auch endlich einmal nichts vorhatte und mich auch sonst nichts daran hindern würde beschloss ich also, zusammen mit Marie-Agnès, am Unite for Europe March teilzunehmen. Neben 100 bis 200 Tausend weiteren Brexitgegnern, die von allen Ecken der Insel, ja sogar von Frankreich und Spanien, extra dafür anreisten, liefen wir 2 Meilen vom Hydepark, vorbei am Trafalgar Square bis zum Parliament Square um unsere Meinung mitzuteilen und unsere Unterstützung zu zeigen.

Es war eine wunderbar große und vor allem friedliche Demonstration, die leider viel zu wenig von den Medien unterstützt und verbreitet wurde. Kaum eine große Zeitung berichtete davon. Es schien als weigerten sich die Medien jetzt noch, so kurz vor dem Auslösen des Artikel 50, davon zu berichten. Sie wollen scheinbar nicht zeigen, dass so viele Menschen mit dieser Situation unzufrieden sind, da das ganze ja eigentlich sowieso schon besprochen ist.

Bringt das denn jetzt dann überhaupt noch was?“

Der March hat nur wenige Tage vor dem Auslösen des Artikel 50 stattgefunden, da stellt sich die Frage, was bringt es denn dann noch? Ist nicht schon längst alles geregelt und besprochen? Und hat es für mich überhaupt irgendeinen Sinn da mitzugehen, obwohl ich schon bald wieder in Deutschland leben werde und auch noch nicht lange hier lebe? Es betrifft mich ja eigentlich gar nicht wirklich. Diese Fragen hatte ich mir davor gestellt und ich habe darauf auch sehr schnell Antworten für mich persönlich gefunden.

Ja! Es bringt auch so kurz vorher noch etwas. Denn selbst wenn dieser March überhaupt nichts verändern würde (wie es leider nun auch der Fall war), so würde es zumindest zeigen, dass es noch immer Menschen gibt, die die EU befürworten. Und meiner Meinung nach ist dies auch ein guter Weg, für all jene, die in Großbritannien leben, aber beim Referendum nicht wahlberechtigt waren, ihre Meinung zu äußern. Denn das ist doch der ganze Sinn daran,das Recht auf Meinungsäußerung!

Auf meine zweite Frage: Ja! Es ist schon alles geregelt und ein zurück so wahrscheinlich, wie die Besiedelung des Mars innerhalb der nächsten 10 Jahre. Ich gehe jetzt einfach einmal davon aus, dass dies nicht der Fall sein wird… Und auch diese Frage habe ich mir, mehr oder weniger, mit der ersten Antwort bereits erklärt. Warum das ganze überhaupt noch? Zwecks Meinungsäußerung!

Meine letzte Frage hätte ich mir damit auch wieder beantworten können und es hätte an sich als Antwort auch reichen können. Jedoch steckt für mich noch weitaus mehr dahinter.

Für die Politik eines Landes demonstrieren, in dem ich bald nicht mehr leben werde – Warum?

Den Anfang der Antwort zu dieser Frage fand ich in meiner Vergangenheit. Vor 10 Jahren kam ich im August zum ersten Mal in meinem Leben, zusammen mit meiner Familie nach England. Seitdem sind wir beinahe jedes Jahr (ich glaube ich war nur in einem Jahr nicht hier), für immer mindestens 4 Wochen, nach England gefahren. Ich habe die Sommer meiner halben Kindheit auf dieser Insel verbracht und inzwischen ist sie wirklich eine zweite Heimat für mich!

Ich weiß noch nicht, wie eben dies in der Zukunft nun für mich weiter geht… Jedoch weiß ich schon jetzt, dass ich es ohne die Reisen nach Großbritannien nicht aushalten werde. Schon gar nicht, nachdem ich ein Jahr hier gelebt habe.

Aus diesem Grund fand ich es mehr als richtig und auch absolut angemessen bei dem Unite for Europe March mitzugehen obwohl ich bald wieder in Deutschland leben werde.

Ich möchte nicht, dass dieses Land aus der EU austritt! Nicht nur aus Eigeninteresse, sondern auch weil ich davon überzeugt bin, dass diese Vereinigung von europäischen Ländern einen sehr guten Grund hat und ich nicht glaube, dass es Großbritannien nach dem Brexit so viel besser geht. Ich bin wirklich gespannt, wie das alles dann in Zukunft weiter geht…

Inwiefern betrifft mich der Ausstieg?

Wie ich schon sagte, mich betrifft das alles insofern, dass dieses Land, oder vielmehr all die Länder der britischen Inseln, mich mein halbes Leben lang begleiteten und daher auch eine wirklich große Rolle in meiner Vergangenheit, wie auch Zukunft spielen.

Zudem haben inzwischen auch schon mehrere Demonstrationen für ein vereintes Europa in verschiedenen Städten Deutschlands Stattgefunden. Sicherlich auch in weiteren EU-Ländern. Es handelt sich hierbei eben nicht mehr um eine Sache, die nur die Engländer auf ihrer Insel betrifft, es geht ja schließlich um die Europäische Union und in dieser sind auch wir Mitglied.

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Die St. Patrick´s Parade in London

Obwohl der St. Patrick´s Day eigentlich eine rein irische Tradition ist, wird dieser auch hier in London ausgiebig gefeiert. Und zwar weit mehr, als nur den eigentlichen Paddy´s Day. London hat daraus nämlich gleich ein ganzes St. Patrick´s Weekend gemacht.


     

Wir haben natürlich auch den St. Patrick´s Day, traditionell in Grün, gefeiert und eines der (angeblich) besten Irish Pubs in London besucht und natürlich auch ein Guiness probiert. Es war ein wirklich tolles Pub, schön groß, nur leicht überfüllt… Die Gefahr umzufallen lag bei weniger als Null Prozent.

Wir hatten uns dann dazu entschlossen, da wir uns ja schließlich schon passende Shirts besorgt hatten, nicht nur den Paddy´s zu feiern, sondern das ganze Wochenende eben auch – ganz nach dem Vorbild Londons eben

Also Samstag nach Camden (mit etwas Livemusik und dem Six Nations Rugby Spiel) und am Sonntag dann zur großen Parade am Trafalgar Square. Da ich dieses Jahr unsere geliebte Fasnacht leider verpassen musste, hatte ich mir das St. Patrick´s Weekend als eine Art Ersatz dafür vorgestellt. Allerdings kann eigentlich nichts die typische süddeutsche Fasnacht ersetzen. Dummerweise bin ich dadurch dann mit etwas zu hohen Erwartungen in das Wochenende gegangen. Ich hatte mir alles, ehrlich gesagt, etwas verrückter und viel grüner vorgestellt, als es dann tatsächlich war. Aber wie ich schon sagte, meine Erwartungen waren ziemlich hoch. Abgesehen davon war das ganze Wochenende dann doch wirklich toll. Und es ist ein Erlebnis, was man sich wirklich nicht entgehen lassen so

Die Parade an sich war auch sehr schön, allerdings hatte ich auch hier immer wieder diesen Vergleich zu unseren Fasnachtsumzügen im Kopf. Diese sind aber auch einfach unschlagbar. Zu dem Umzug war am Trafalgar Square auch noch eine große Bühne für Liveacts aufgebaut und als Höhepunkt trat dann Gavin James am Abend auf. Dies war dann wirklich ein perfekter Abschluss für dieses doch leicht verrückte Wochenende.

Das wirklich tolle an der Parade war für mich jedoch, dass ich so nun auch endlich mal meine Streetphotography Skills etwas weiter ausbauen konnte. Und vor allem, ohne dabei ein komisches Gefühl haben zu müssen. Es ist halt doch auch in einer so großen Stadt wie London etwas seltsam, wildfremde Menschen auf der Straße zu fotografieren. Aber nicht an einem Tag wie diesem. Im Gegenteil, die Menschen freuen sich, wenn ich ein Foto machen will und posen extra, mit breitem Grinsen, vor meiner Kamera. Ich habe mich, zusammen mit all den professionellen Fotografen, in das grüne Getümmel (und teils mitten in die Parade hinein) gestürzt.

Aber ich denke, wenn man die richtige St. Patrick´s Day Atmosphäre erleben möchte, dann sollte man besser nirgends anders hin, als nach Irland und am Besten gleich in die Hauptstadt reisen. Steht auch schon auf meiner Buckettlist. Würde ich nicht irgendwann einmal die richtige St. Patrick´s Day Atmosphäre miterleben, könnte ich mir das sicherlich nur schwer verzeihen. Also mal schauen, wann ich dieses Ziel von meiner Liste (die trotz reisen irgendwie nur länger wird…) abhaken werde.

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PARIS – eine Bucketlist für den nächsten Besuch

Vor kurzem habe ich zusammen mit Marie-Agnès einen Fünf-Tages-Trip nach Paris unternommen. Dort haben wir, neben den standard Sehenswürdigkeiten, ein Paar wirklich tolle Plätze und Ecken entdeckt, die Du bei deinem nächsten Besuch in die französische Hauptstadt nicht auslassen solltest.

Le Marais – das schönste Viertel in Paris

Das kleine Stadtviertel „Le Marais“ im 3e und 4e Arrondisement ist definitiv der Teil von Paris, der mir persönlich am meisten gefallen hat. Die kleinen Gassen mit den typisch französischen Boutiquen, die historischen Gebäude und die gesamte Atmosphäre die dieses Viertel ausstrahlt ist einfach bezaubernd. Das Marais hat zudem auch eine der schönsten Ecken für Street Art. Wer sich dafür also interessiert, sollte diesen Teil definitiv nicht auslassen!

 

Für den kleinen Hunger

Die beste Falafel in Paris

Da ich eben vom schönen Marais erzählt habe, dürfen wir natürlich nicht die unglaublich leckeren Falafeln vom „L´As du Fallafel“ in der Rue des Rosiers vergessen. Die muss man einfach probiert haben! Diese Falafeln sind wirklich mit Abstand die besten, die in Paris zu finden sind. Das ist ganz deutlich an den Menschenmassen, die sich immer vor dem Restaurant ansammeln, zu erkennen. Zudem werden sie sogar von Lenny Kravitz empfohlen! Also wenn das nicht Beweis genug ist…

 

Ein Stück Kuchen

Wenn wir schon dabei sind die beste Falafel in ganz Paris zu probieren, dürfen wir den Nachtisch natürlich nicht auslassen. Den wahrscheinlich ebenfalls besten Apfelkuchen in ganz Paris (vielleicht auch in ganz Frankreich, wer weiß) findest Du in der Boulangerie „Du Pain et Des Idées“ in der Rue de Marseille. Diese Bäckerei hat wirklich sehr viele Leckereien im Angebot, allerdings ist sie etwas Preiswerter. Aber einmal (oder auch ein paar Mal mehr) darf man sich ja auch schließlich mal was gönnen!

 

Danke Marie-Agnès für das Foto!

Maison Plisson

Wer auf der Suche nach einem klassischen Französischen Frühstück ist, der sollte sch das Maison Plisson im Boulevard Beaumarchais nicht entgehen lassen. Dort gibt es nämlich das wirklich Beste Croissant, das ich jemals gegessen habe. Aber auch deren Baguette ist das beste, was wir auf unserem Trip finden konnten. Es lohnt sich also gleich doppelt dem Maison Plisson einen Besuch abzustatten. 

Paris von Oben

Jetzt aber genug mit dem ganzen Essen! In Paris gibt es nämlich ein paar wirklich tolle Flecken, von welchen man eine unglaublich tolle Aussicht über die ganze Stadt hat. Wenn du nach Paris gehst solltest du dann auch mindestens einer dieser Plätze besuchen, es lohnt sich wirklich!

Als aller erstes denkt man da natürlich an den Eiffelturm. Warum auch nicht? Er ist schön hoch, DAS Wahrzeichen von Paris und das Ganze hat einen Haken: er ist leider nicht ganz billig! Wem das nichts ausmacht hat von dort oben sicher die beste Aussicht. Aber da es noch ein Paar andere, günstigere Möglichkeiten gibt über die Stadt zu schauen, haben wir uns gegen diese Variante entschieden. Dafür aber alles Andere selbst ausprobiert.

La Basilique du Sacré-Coeur

Wir sind am ersten Abend zur Sacré-Coeur hoch gelaufen, wir wollten eigentlich im Dunkeln über die Stadt blicken und von dort oben hat man eine prima Aussicht – eigentlich! Denn wir hatten das Glück, dass es an diesem Abend sehr nebelig war und wir somit nicht wirklich viel gesehen haben. Aber gelohnt hat es sich trotzdem! Also am besten den Wetterbericht vorher anschauen, denn es sind ein paar Treppenstufen, die Du bezwingen musst um dort rauf zu kommen…

L´Arc de Triomphe

Das Arc de Triomphe ist ja allein schon ein Besuch wert, aber das schöne daran ist, dass es auch für Besucher geöffnet ist und man sogar die Möglichkeit hat oben auf dessen Dach zu gehen. Von dort aus hat man dann eine wirklich tolle Aussicht und man hat wirklich eine Rundumsicht über ganz Paris. Der Vorteil am Arc de Triomphe ist auch, dass man als EU Bürger unter 25 Jahren noch kostenlos rein und rauf darf. Ansonsten kostet es 8 bzw 5 Euro für Studenten und für Kinder bis 17 Jahre ist der Eintritt ebenfalls kostenlos. Es lohnt sich also gleich doppelt für junge Reisende. Also noch schnell nach Paris, bevor es zu spät ist!

Le Centre Pompidou

Das Centre Pompidou ist nicht nur für Kunstliebhaber ein sehr interessantes ziel, sondern auch für jene, die einfach nur die schöne Aussicht genießen wollen. Hier ist es wieder von Vorteil EU Bürger uner 25 zu sein, denn dann ist der Eintritt ebenfalls umsonst (wie bei den meisten Museen und Galerien in Paris). Vom obersten Stockwerk aus hat man dann wieder eine sehr schöne Aussicht über die Stadt. Allerdings nur durch Glas hindurch. Um schöne Skyline-Fotos zu machen ist es daher eher nicht so geeignet. Außer es stört Dich nicht, durch dreckige Scheiben hindurch zu fotografieren…

Auf ins Grüne!

Was auf dieser Liste natürlich nicht fehlen darf ist ein Besuch von einem der schönen Pariser Parks. Bei gutem Wetter und wenn es etwas wärmer ist, ist das die beste Art einen Sonntagnachmittag in Paris zu verbringen. Mit etwas zu Essen und einer kleinen Decke kannst du dann auch ein kleines Picknick machen. Das ist, wie ich finde, die schönse Art seine Zeit im Park zu verbringen. Wir hatten sogar im Februar das Glück einen solchen Tag zu haben. So verbrachten wir unseren letzten Tag in Paris im Jardin des Tuileries neben dem Musée du Louvre.

Warst Du vielleicht schon einmal in Paris und hast bei deinem Besuch auch den ein oder anderen geheimtipp entdeckt, den man bei einem Besuch nicht auslassen sollte?

Aussicht vom Arc de Triomphe auf die Champs-Élysées

Aussicht vom Arc de Triomphe auf den Eiffel Turm

Die Treppe hoch aufs Arc de Triomphe, der Aufzug war defekt

Blog, Reisen, Städte

Street Art in Paris

Paris ist ja generell ein sehr beliebtes Reiseziel für Kunstliebhaber, neben den klassischen Werken namenhafter Künstler findet man hier aber auch die Street Art von oft weniger bekannten Künstlern.

Was mich so sehr an dieser Kunstart fasziniert, ist ihre direktheit. Die Werke können sehr auffallend aber auch zurückhaltend sein und vielleicht nur irgendwo im hintersten Eck einer kleinen Gasse zu finden. Zudem sind sie sehr vielseitig und dauernd im Wandel. Dies und die oft sehr kritische Sichtweise der Künstler haben mich sehr fasziniert. Auf meiner Reise in die französische Hauptstadt habe ich dann angefangen Street Art, natürlich auch Streetphotography, besser zu verstehen und auch mit anderen Augen zu sehen. Es sind eben nicht nur bunte Graffitis und schmierereien, sondern oft steckt noch viel mehr dahinter.

Hier sind nun ein Paar meiner Favoriten:

Cover Up

Wir hatten wirklich Glück, dass wir am ersten Tag in Paris auf diesen kleinen Platz beim „Canal Saint Martin“ gestoßen sind. Eine große Fassade geschmückt mit zahlreichen, sich schichtenden Graffitis. Und zwei Männer, die diese gestreiften Verkehrshütchen auf dem kleinen Platz verteilten. Dabei sahen sie so aus, als wären sie sich noch nicht ganz einig, was sie eigentlich machen wollten. Wir hatten ja keine Ahnung, was die beiden tatsächlich vorhatten…

Am nächsten Morgen sind wir sind dann zufällig noch einmal dort vorbei gekommen, dieses Mal jedoch von einer anderen Seite. Daher hat es auch etwas gedauert, bis wir verstanden hatten, wo wir waren, und warum es plötzlich so anders aussah… Die beiden Unentschlossenen vom Vortag, hatten einen genauen Plan gehabt. Sie wollten die Wand neu besprühen und das hatten sie dann auch gemacht.

Persönlich bevorzuge ich ja die Vielfältigkeit der ersten Variante. Mir gefällt auch generell das erste Foto besser, da stimmt die Komposition einfach mehr, das zweite ist eher eine Art Beweiß-schnappschuss.

It`s „Twenty One Pilots“ not „21 Pilots“!

Wer auch immer das gemacht hat, ich habe mich sehr darüber gefreut! Da kann man dann so einen kleinen Fehler schon auch mal verzeihen. Weil TØP eine meiner Lieblingsbands und „Car Radio“ mit einer der besten Songs ist, hat es dieses kleine Graffiti auch ganz schnell in meine Favoriten geschafft. Sie legen halt auch in der Street Art eine gute Show hin!

 

EZKSTREETART – art against poverty

Dieser Street Art Künstler hat mich wirklich sehr beeindruckt. Das kleine Kind mit der Frage „Dans quel monde Vuitton?“ kann man mehr als einmal auf den Wänden der Häuser in Paris finden. Generell mussten wir feststellen, dass Louis Vuitton in der Pariser Street Art Szene doch gern und auch häufig kritisiert wird. Und das ist, was mir am meisten daran gefällt: die Kritik, die hinter den Werken von Eric Zeking stecken.

„Non mais ils vont sérieusement se TRUMPer à ce point?“

Le Marais

Diese hier fanden wir im Stadtteil Le Marais, ein wirklich schöner Teil von Paris. Dort findet man die typisch kleinen französischen Sträßchen mit all den Boutiques. Und natürlich ein paar wirklich schöne Grafittis! Vor allem in dieser kleine Gasse, die von der „Rue des Francs-Bourgeois“ abzweigt, gibt es eine wirklich schöne Ansammlung der verschiedensten Werke.

 

KONNY

Die Street Art Künstlerin Konny Steding hat mich vielleicht sogar am meisten fastziniert. Und wieder einmal spielt hier die Botschaft und die kritische Sichtweise eine große Rolle. Ich weiß nicht warum, aber mir gefallen meist die Graffitis, Fotografien oder Kunstwerke allgemein mit einer Botschaft dahinter mehr, als die perfekten und schön anzusehenden.

Monsieur et Madame Straßenpfosten

Diese beiden sind einfach ein witziges Paar und ebenfalls im Le Marais zu finden. Das verückte daran ist, es fällt einem zunächst nicht auf, was mit diesen speziellen Pfosten wirklich los ist, nur dass etwas nicht ganz stimmt.

Ich bin wirklich froh, dass im ersten Bild gerade ein Radfahrer im Hintergrund vorbei fuhr. Ich finde das macht das ganze Bild um ein vielfaches interessanter.

J´EXISTE. ABOVE.

Aufkleber sind in Paris auch eine sehr beliebte Art eine Botschaft rüber zu bringen und sich auszudrücken. Ich fand besonders diese beiden hier sehr faszinierend. Das erste scheint beinahe wie ein Mantra zu sein, J`EXISTE!

 

Man sieht sie wirklich überall, aber Paris scheint mit diesen Stickern zugepflastert zu sein. Ich habe mich immer wieder sehr gefreut, wenn ich irgendwo wieder einmal einen ABOVE Sticker gesehen hatte. Allerdings wusste ich bis zu diesem Zeitpunkt nicht genau, was es sich damit eigentlich aufsich hat. Und für alle, denen es genauso geht wie mir: ABOVE ist ein amerikanischer Street Art Künstler.

 

Eine Stadt ohne Street Art wäre nicht das gleiche und ich finde sie gehört ebenso auf die Bucketlist für den Städtebesuch, wie all die typischen Sehenswürdigkeiten.

Was haltet ihr denn so von Street Art und würdet ihr euch bei eurem nächsten Städtebesuch auch mal bei einrm Grafitti halt machen und es bewundern wie eine standard Sehenswürdigkeit?

 

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INVERNESS – Die Hauptstadt der Highlands

Nicki, Marie-Agnès und ich verbrachten ein Wochenende in Inverness, die kleine Hauptstadt der Schottischen Highlands. Ein Wochenende voller Chaos, unendlich vielen Erlebnissen und Erinnerungen, die für immer bleiben.

Warum Schottland und warum Inverness?

Wir hatten endlich mal ein Wochenende, an dem wir wirklich alle frei hatten und darum hatten wir beschlossen, dieses dann auch auszunutzen und mal so richtig raus aus London zu gehen. Irgendwie war dann ganz schnell beschlossen, dass wir nach Schottland wollten. Aber Freitag Abend erst los gehen, ist dann auf eine solche Entfernung doch etwas zu kurz. Also bekamen Marie-Agnès und ich auch den Freitag noch frei, welchen Nicki sowieso schon frei hatte.

So konnten wir schon Freitagmorgen fliegen, perfekt! Jetzt blieb nur noch die Frage, wohin in Schottland? Also einfach sämtliche Suchmaschienen durchstöbert, bis ich dann den billigsten Flug gefunden hatte – dieser ging nach Inverness. Gleich gebucht und unser Wochenende in Inverness stand fest.

Nun fehlte nur noch eine Unterkunft, wo wir die zwei Nächte dann verbringen könnten. Auf einer Parkbank wäre es zu dieser Jahreszeit sicher etwas zu kalt gewesen… vielleicht aber auch nicht.

Über Couchsurfing haben wir dann etwas gefunden, wo wir die Nächte über bleiben konnten. Dies sollte dann unsere erste Chouchsurfing-Erfahrung werden.

Auf in die Highlands

Am Vorabend noch schnell den Rucksack zusammen gepackt, in dem sich hauptsächlich sämtliches Equipment für meine Kamera befand, und dann ging´s Freitagmorgen um 7 Uhr los. Unser Flug mit easyJet ging vom Luton Airport. Also hab ich mich auf halber Strecke, in Borehamwood, mit Nicki und Marie-Agnès getroffen. Bis dahin lief alles eigentlich wie geschmiert. Aber es war wohl eher die Ruhe vor dem Sturm, wie ich schon bald feststellen sollte.

In Borehamwood angekommen waren dann sämtliche Züge nach Luton Airportauf einmal gecancelt – was jetzt? Der nächste Zug würde erst eine halbe Stunde vor Abflug wieder fahren, na ganz toll! Aber es waren ja zum Glück nur die direkten Züge die nicht fuhren, wir konnten also einfach einen anderen nehmen und dann später umsteigen. So hatten wir es dann noch pünktlich zum Flughafen geschafft. Was für ein Anfang…

Das nationale Tier Schottlands ist ein Einhorn

Jetzt nur noch durch die Sicherheitskontrolle und hoffen, dass auch alles mit darf… ich hatte ja ein bisschen Angst, dass mein Stativ Probleme bereiten würde, aber alles lief wie immer. So hatte ich auch wie immer irgendetwas an mir, was den Sensoren nicht passt und wie immer war es wegen nichts. Endlich geht´s ins Flugzeug.

Der niedlichste Flughafen den es gibt

Der Landeanflug auf Inverness war mit Abstand der schönste, den ich bisher erlebt hatte. Perfektes Wetter, so dass wir eine atemberaubende Aussicht auf die Highlands unter uns hatten. Allein dafür hat es sich schon mehr als gelohnt.

Die Highlands und Loch Ness von oben

Vom Flugzeug aus sah es so aus, als wären wir auf einer Weide für Schafe oder Kühe gelandet, allerdings fehlten die Tiere. Der Flughafen selbst war einfach nur genial, ganze drei Gates und unsere Maschine war die Größte von allen (obwohl sie eine dieser winzigen billigfliegern war).

Mit dem Bus nach Inverness, etwa eine halbe Stunde durch die schottische Ländlichkeit, und dann erst einmal zur Wohnung wo wir übernachten würden.

Die Lage der Wohnung war einfach perfekt, mitten im Stadtzentrum… alles andere war eher etwas überraschend. Unser Host war wirklich super nett, allerdings war die Wohnung doch eher ausladend. Es sah so aus, als wäre seit längerer Zeit nicht geputzt worden und es war auch ziemlich kalt (es war wärmer, wenn man nach draußen ging). Aber was soll´s? wir würden sowieso nur zum Schlafen hin.

Die Hauptstadt der Highlands

Diese Stadt sollte man am Besten selbst erleben. Darum habe ich hier 10 Dinge zusammen getragen, die ihr bei einem Besuch nach Inverness (falls es jemals dazu kommt) unbedingt wissen und machen solltet:

  1. Geht nach Inverness! Es ist die größte Stadt (mit dem kleinsten Stadtzentrum) im Norden Schottlands – die Hauptstadt der Highlands eben! Und da wären wir auch schon bei den zahlreichen Vorteilen dieser tollen Stadt. Hier nur ein Paar davon: auf der einen Seite hat man das Meer, auf der anderen breiten sich die Highlands direkt vor einem aus. Man hat die Stadt und das Land direkt nebeneinander, denn sobald die Stadt aufhört ist da nur noch Natur. Und obwohl das Stadtzentrum relativ übersichtlich ist, ist es doch eine recht große Stadt für dort oben. Es gibt also für jeden etwas.

    Aussicht von Inverness Castle

  2. Einmal durch´s Stadtzentrum laufen, um dann festzustellen „hier waren wir doch gerade eben erst“. Es ist wirklich sehr übersichtlich, aber genau das macht es auch so angenehm. Wenn ihr dann alles gesehen habt, geht erst einmal in einen der niedlichen Souvenirshops. Ich kann das „Highland House of Fraser“ wirklich sehr empfehlen. Kauft dann letztendlich aber nur ein oder zwei Postkarten. Sonst nichts!

    Eine kleine Gasse in Inverness

  3. Lauft hoch zur Inverness Castle (die eigentlich kein Schloss/Burg ist), es lohnt sich! Die Aussicht von dort oben ist einfach toll. Für die volle „Invernes Experience“ solltet ihr aber mindestens einmal bei Tag und auch einmal bei Nacht dort oben gewesen sein. Besonders bei Nacht sieht es wunderschön aus.

    Inverness Castle

  4. Macht Fotos bei nacht. Auch wenn die Lichtverhältnisse dafür absolut ungeeignet sind. Man muss dann halt etwas kreativ werden…

    Behind the scenes

    Photoception – Beim fotografieren von jemandem fotografiert, der fotografiert wird.


  5. Fahrt raus zum Loch Ness. Ihr könnt auch laufen, lest euch dann aber bitte zuvor diesen Beitrag dazu durch, dann wisst ihr was auf euch zukommen wird. Ihr müsst dann natürlich auch, wie jeder richtige Tourist, nach dem Monster suchen. Keine Sorge, ihr werdet es nicht finden. Aber was wäre ein Ausflug zum Loch Ness, ohne wenigstens versucht zu haben Nessie zu finden?
  6. (Dieser ist sicher der wichtigste Punkt..!) Geht in das wohl schottiste Pub in ganz Inverness, das Hootananny. Dort findet ihr nicht nur traditionelle schottische live Musik und Tänze, sondern ihr könnt auch die berüchtigten Kilts in live sehen. Zudem findet dort wirklich jeder etwas, das einem gefällt. Ganz egal, welches Alter, es ist sozusagen ein Mehrgenerationenpub. Ihr solltet wirklich nicht nachhause fahren, bevor ihr nicht ein Abend im Hootananny verbracht habt.
  7. Lauft bei gutem Wetter am Fluss Ness entlang und/oder geht ans Meer und verbringt dort ein paar schöne Stunden. Es gibt nichts besseres für einen sonnigen Sonntagmorgen.

    Aussicht von Inverness Castle

  8. Geht in das Eastgate Shopping Centre. Dort werdet ihr dann feststellen, dass es doch größer ist, als gedacht. Und wenn ihr, wie wir, an einem Sonntag dort hin geht, so bemerkt ihr auch ganz schnell, dass sich dort beinahe die halbe Stadt eingefunden hat. Es ist aber keineswegs überfüllt.
  9. Redet mit mindestens zwei waschechten Schotten/Schottinnen. Es ist ganz normal, dass ihr am Anfang nichts versteht, ganz egal wie gut euer Englisch ist. Aber schon nach kurzer Zeit habt ihr dann den Dreh raus und ihr braucht keinen Dolmetscher mehr. Habt ihr das geschafft, werdet ihr den schottischen Akzent einfach nur noch lieben und ihr wünscht euch, ihr könntet auch so reden.
  10. Wenn ein Schotte/eine Schottin euch sagt, er oder sie kann keine andere Fremdsprache und er/sie könne ja nicht einmal richtig englisch sprechen, ist „Ja, das stimmt“ nicht die richtige Antwort! Aber sie verzeihen euch das relativ schnell wieder. Wenn nicht, dann einfach mit einem guten Whiskey nachspülen, das hilft immer.
  11. Kommt wieder zurück nach Inverness!

All diese Punkte von 1 bis 10 haben wir an dem Wochenende in Inverness selbst gemacht und ich kann sie daher nur empfehlen! Wir haben so auf die bestmögliche Art und Weise diesen tollen Ort kennen gelernt und trotz all der komplikationen die wir auf der Reise hin und auch zurück* hatten, hat es sich mehr als gelohnt!

*Hier noch ganz kurz zu den komplikationen auf dem Rückweg: unser Flugzeug, welches uns Sonntagabend von Inverness zurück nach London bringen sollte, hatte über 3 Stunden Verspätung. So kamen wir letztendlich um 3 Uhr am Montagmorgen Zuhause an, anstatt um etwa 22:00 Uhr. Aber wie gesagt, es hat sich trotzdem gelohnt. Allerdings war ein Wochenende viel zu kurz, daher der 10. Punkt. Der nächste Trip in die Highlands ist auch schon in Planung, allerdings ist dieser noch ein Stück weiter in der Zukunft. Und mehr verrate ich dazu jetzt auch nicht.

Blog, Menschen

NAO

Anfang Januar hab ich mich mit Nao für ein Shooting getroffen. Wir kannten uns vorher nicht und sind auch nur über Facebook miteinander in Kontakt gewesen. Noch im Dezember hatte ich mir überlegt, wie ich meine Modelauswahl ein bisschen vergrößern könnte.

Auf Modelsuche

Ich hatte vor Allem auch gehofft, dass ich jemanden aus meiner Gegend finde, so dass ich auch mal unter der Woche spontan Fotos machen kann. Die meißten meiner Freunde sind leider über ganz London verteilt, da wird es etwas schwieriger, sich spontan mal kurz unter der Woche zu treffen… Also hab ich mich an das gute alte Facebook gewandt. Dort bin ich in unzähligen Aupair-Gruppen drin und da hab ich dann einfach mal reingeschrieben, dass ich auf der Suche nach Leuten zum Fotos machen bin.

Nun ja, ich dachte es würden sich sicher ein paar Mädchen deswegen melden… Aber ich hab mich da mal wieder komplett verschätzt! Letztendlich hab ich über hundert Nachrichten und Kommentare, auch unzälige Freundschaftsanfragen deswegen, bekommen. Ich war vorher noch nie so beliebt auf Facebook 😛

Erstmal Ordnung schaffen

Diese unzäligen Nachrichten haben mich dann Anfangs wirklich dezent überfordert. Ich habe dann natürlich versucht, soviele Nachrichten wie nur möglich zu beantworten. Aber es waren einfach viel zu viele und teilweise waren auch Nachrichten dabei wie: Ich will genau die gleichen Bilder (ich hatte ein paar meiner bisherigen Fotos mit angehängt). Tut mir wirklich sehr leid, aber ich werde ja wohl nich meine eigenen Bilder mit 10 verschiedenen Models, immer wieder aufs Neue, nachstellen. Also hab ich damit angefangen ein bisschen auszusorieren und den mädels zu schreiben, mit denen ich gerne ein paar fotos machen würde. Das ganze hat aber doch seine Zeit gebraucht…

Das erste Shooting

Nao war, wenn ich mich richtig erinnere, sogar die erste, die mir geschrieben hat – oder ich hab zumindest ihre Nachricht als erstes gelesen. Und mit ihr hab ich dann auch die ersten Fotos gemacht. Wie schon gesagt, Nao und ich kannten uns vorher nicht.

Wir haben uns an einem gar nicht so idealen Morgen (Wettertechisch) im Battersea Park getroffen und erst während dem Schooting dann ein bisschen kennengelernt. Ich muss wirklich sagen, jemanden so kennenzulernen ist mal etwas anderes und wirklich sehr interessant! Leider ist Nao nur wenige Tage nach unserem Shooting wieder in ihre Heimat zurück geflogen. Aber es war wirklich toll sie kennenzulernen und vielleicht werden wir sogar im Sommer nochmal die Möglichkeit haben, uns wieder zu sehen und ein paar Fotos zu machen.

Wenn du zufällig auch mal in London bist, und auch gerne ein paar Fotos mit mir machen möchtest, schreib mir doch einfach. Ich bin immer auf der Suche nach neuen Gesichtern! 🙂

♥Salo

Blog, Menschen, Städte

Oxford | Schwarz-Weiß II

Mein Trip nach Oxford ist mittlerweile zwar schon etwas her, aber es ist danach einfach so viel passiert, dass ich erst jetzt dazu gekommen bin die ganzen Fotos durchzugehen.

Also Nicki, Marie-Agnès und ich sind irgendwann im Dezember, wieder einmal relativ spontan, nach Oxford gefahren. Und mal wieder hatten wir so überhaupt keinen wirklichen Plan, was wir dort überhaupt machen wollten. Wir hatten einfach mal wieder Lust raus aus London zu fahren und Oxford war eben das Ziel, auf das wir uns dann schließlich einigen konnten. Von London aus ist es auch wirklich sehr einfach mit dem Zug, auch ziemlich günstig, dort hin zu kommen.

Es gibt ja eigentlich wirklich viel zu sehen in Oxford, aber dennoch wussten wir nicht so wirklich was wir dort machen sollten. Also erst einmal vom Bahnhof in die Stadt laufen. Dort sind wir dann zunächst etwas planlos durch die vielen Gassen gelaufen… bis wir dann letztendlich auf die Idee kamen, vor den vielen schönen, alten Gebäuden Fotos zu machen. Wir hatten ja sonst nichts besseres vor.

Komischerweise sind es aber auch immer die ungeplanten und spontanen Dinge, die letztendlich die schönsten Erinnerungen bringen. Die wirklich besten Trips, die ich bisher so unternommen habe, waren alle eigentlich spontan und ungeplant. Also keine Angst haben, ob auch alles so läuft wie es soll, denn das wird es sicherlich nicht. Einfach machen und mal sehen wie´s läuft!

Und das war das Beste, was wir dort an diesem Tag in Oxford hätten tun können! So hab ich dann also meine kleine Schwarz-Weiß-Serie weiterführen können und hier sind nun meine Favoriten von dem Tag. (Es sind relativ viele…)

Warte, ich bin noch nicht soweit…

Warte noch… Okay jetzt.

Eines meiner wirklich absoluten Favoriten

Photobomb-Level: Nicki

Auch wenn es so aussieht, als würde der Typ, auf der linken Seite im Hintergrund, ein Foto von Nicki machen , so ist es nicht… Sie hat vermutlich einfach nur beide Fotos so richtig schön Photogebombt.

Waiting…

What for? Just do it!

Lächel´mal

Das vermutlich verrückteste, was wir dann an diesem Tag aber gesehen hatten, war das  „The Handle Bar Cafe and Kitchen“. Das schreit einfach nach #hipster. Dort hingen wirklich echte Fahrräder an der Decke und im Ganzen war die Einrichtung wirklich sehr modisch zusammengewürfelt. Ein echt gemütliches Plätzchen direkt über einem Fahrradladen, in einer kleinen Gasse irgendwo in Oxford. Schon verrückt, was es so alles gibt..!

Ja, das sind echte Fahrräder!

Und manche leuchten sogar!

Fand ich irgendwie ein passendes Motiv, dass den Hipsterfaktor des Cafés noch unterstreicht

 

Blog, Reisen

Richmond Park & coming Home

In London gibt es ja eine Vielfalt an Dingen, die man unternehmen und besichtigen kann, doch gerade diese Vielfalt macht es oft um einiges schwieriger, sich für etwas zu entscheiden.

Es war also mal wieder einer dieser Tage, an denen wir nicht so ganz wissen, wie wir diese verbringen sollen.
Schon wieder shoppen gehen? Nein, haben wir die letzten Tage genug gemacht, man muss ja schließlich auch ab und zu den armen Geldbeutel berücksichtigen.
Ein Museum Besuchen? Da gehen maximal zwei stunden drauf, was wird dann aus dem restlichen Tag?
Da kam uns die Idee, mal wieder einen Park zu besuchen und welcher Park ist in London besser geeignet, um mal wieder raus aus dem Stadtleben zukommen, als der Richmond Park?!

Also schnell (oder auch etwas weniger schnell) mit der District Line runter Nach Richmond gefahren, ein paar Kleinigkeiten zum Picknicken eingekauft und den Bus zum Park genommen.

Im Richmond Park angekommen

Der Richmond Park ist ja sehr Berühmt für die unzähligen „Deers“ die darin leben und ich dachte eigentlich, dass es trotz allem eher eine kleine Herausforderung würde, die Tiere wirklich von Nahem zu sehen. Damit lag ich aber ziemlich falsch. Wir waren gerade mal ein paar hundert Meter im Park drin, schon konnten wir eine etwas größere Herde sehen. Dazu aber Leider auch eine ziemlich große Horde von Menschen.

Richmond Park

Seine Majestät höchstpersönlich

Wir sind dann natürlich auch gleich mal hingelaufen und haben uns diese erstaunlich zutraulichen Hirsche dann angeschaut und möglichst viele Fotos gemacht – so etwas sieht man ja nicht jeden Tag.
Danach wollten wir aber etwas Abstand von all den Leuten bekommen. So sind etwas in den Park rein gelaufen und haben uns unserem typisch spontanen Picknick mit Sandwiches und Trauben gewidmet.

Als dann, gegen später, eine weitere Freundin zu uns dazukam, sind wir endlich weiter in den großen Park hinein gegangen. Es war mal wieder nichts sonderlich spektakuläres, aber ich finde ein solcher Park hat auch irgendwie etwas magisches an sich. Wir haben die Natur genossen und hin und wieder ein paar Fotos gemacht und so ein paar wirklich tolle Flecken im Park entdeckt:

Richmondpark

„The Way to Wonderland“

Richmond Park

Der Geisterbaum

Richmond Park

Nicki ist umgezogen…

Das wirklich tolle am Richmond Park ist, dass man ihn sehr gut und relativ schnell (etwa 20 min. von West Kensington aus) erreichen kann und zudem ist er um einiges schöner, als der Hyde Park. Wenn man von London mal etwas Abstand braucht und gerne etwas mehr Natur sehen möchte, aber die Zeit nicht findet, richtig aus London raus zu fahren, ist der Richmond Park eine echt gute Alternative und absolut zu empfehlen.
Natürlich ist es nicht ganz mit der ländlichen Einöde zu vergleichen; man kann von dort aus den Shard und das London Eye noch sehr gut sehen.

Aber auch Richmond an sich ist sehr Empfehlenswert, es ist ein wirklich schönes Fleckchen direkt an der Themse. Also wer zumindest länger in London ist, sollte sich dies unbedingt mit auf die „To Do List“ setzen – ist auf jeden Fall auf meiner mit drauf!

Gegen Abend sind wir dann wieder zurück in die Stadt gefahren (aber natürlich nicht ohne einen kurzen Abstecher zu Starbucks). Da Marie-Agnès und ich dann später zum Flugplatz mussten haben wir schnell unser Gepäck geholt und sind dann weiter nach Little Venice gefahren, in der Hoffnung, dort einen netten Italiener zu finden, wo wir schön zu Abendessen könnten.
Das alles hat allerdings sich als kleiner Flop herausgestellt und damit sollte dann auch das Chaos der nächsten Nacht anfangen.

Wir haben dann nach langem Suchen endlich ein italienisches Restaurant gefunden. Das Essen dort war auch ganz gut, nur der Service ließ eher zu Wünschen übrig. Aber was soll`s, wir haben den Abend trotzdem genießen können.

Eine verrückte Reise

Danach haben Marie-Agnès und ich uns dann auf den Weg nach Stanstead zum Flughafen gemacht. Zuerst hatten wir versucht, einen Shutlebus zu nehmen… Also auf zu der Bushaltestelle. Einmal im Kreis gelaufen (die Wegbeschreibung von der Tubestation zur Bushaltestelle war etwas dürftig) und dort dann auf den Bus gewartet. Schon nach ein paar Minuten kam der Bus dann, hielt aber nicht an – man hätte sich wohl vorher anmelden müssen, wir wussten das aber nicht. Laut Internet hätten wir uns die Tickets auch direkt beim Bus holen können, davon sind wir dann auch ausgegangen.

Also ging es zurück zur Tubestation und von dort nach Tottenham Hale zum Zug nach Stanstead. Am Bahnhof angekommen, wird uns gesagt, dass kein Zug mehr nach Stanstead fahre aber ein anderer ganz in die Nähe, und dass wir von dort aus mit dem Taxi gut und relativ günstig zum Flughafen kommen würden. Das haben wir dann auch so gemacht, es blieb uns ja eigentlich nichts anderes übrig.
Das Taxi hat letztendlich mehr gekostet und mich wieder daran erinnert warum ich diese Art von Verkehrsmittel grundsätzlich meide.

Gegen 1 Uhr morgens sind wir dann am Flughafen angekommen, da unser Flug aber erst um 7 Uhr ging, hatten wir noch sehr viel Zeit totzuschlagen. Mit schlafen war dort aber nicht viel.
Wir haben die Zeit aber ganz gut überstanden und letztendlich bin ich heilfroh, dass wir schon am Abend zuvor losgegangen sind. Wären wir erst Morgens los, wäre das ganze sicher nicht anders gelaufen und wir hätten womöglich noch unseren Flug verpasst.

Es ist aber auch wirklich schwierig, bis nicht möglich gewesen irgend etwas über den Transport zum Flughafen im Voraus herauszufinden. Es ist nicht wirklich gut beschrieben, wo man die Tickets kaufen kann und auch sonst ist es beschreibungsmäßig eher dürftig.

Home sweet Home

Lettir vom Silberberg

Danke MTphotgraphy für das tolle Bild!

Zuhause habe ich dann eine schöne Woche mit meiner Familie und all den Tieren verbracht.

Auch habe ich einige „alte“ Freunde (auch wenn es nur etwas mehr als 2 Monate her ist, dass ich sie gesehen habe) wieder getroffen. Es ist etwas ganz anderes, wenn man sich plötzlich nicht mehr jeden Tag sieht und jeder nun etwas anderes macht…

Für nur eine Woche nachhause zu kommen ist schon etwas seltsam. Es war vom Gefühl her, als würde ich irgendwo hin in Urlaub fliegen, aber irgendwie nicht richtig, da ich ja noch immer zuhause war.

Jetzt bin ich wieder zurück in London und obwohl ich mich sehr gefreut habe, Nachhause zu kommen, ist es wirklich toll wieder zurück zu sein.

 

Hier noch ein Paar weitere Bilder aus dem Richmond Park:

Richmond Park

Pilze sind schon ziemlich cool

Richmond Park

Richmond Park

Richmond Park

Blog, England

London Calling!

Schule fertig – was jetzt?

Für mich war eigentlich sofort klar, dass ich nicht gleich ein Studium oder eine Ausbildung anfangen würde. Nach 13 Jahren „lernen“ wollte ich jetzt erst einmal eine kleine Pause einlegen, raus und etwas mehr von der Welt sehen.

Also wären da dann noch zwei weitere Möglichkeiten gewesen, entweder Arbeiten, oder Reisen gehen. Aber zum Reisen hätte ich sowieso vorher erst noch arbeiten und etwas Geld verdienen müssen – außer ich hätte Work and Travel gemacht.

Das wären also die Möglichkeiten gewesen, die ich sonst noch gehabt hätte und die ich mir auch durchaus vorstellen konnte.

Aber für mich war schon vor beinahe zwei Jahren klar, was ich machen würde, sobald ich mit der Schule fertig wäre: ein Jahr als Au-Pair in London!

Warum Au-Pair?

Auf die Idee, ein Jahr Au-Pair zu machen, kam ich eigentlich durch eine Bekannte, die selbst als Au-Pair im Ausland war. Zudem hat es sich einfach angeboten, da die Cousine meiner Mutter auf der Suche nach Au-Pairs war. Und so war für uns alle klar, dass ich, sobald ich mit der Schule fertig wäre, für ein Jahr zu ihr nach London kommen würde.

Wenn man, wie ich, gerne mehr von der Welt sehen würde und gerne reist, gerade aber nicht das nötige Geld beisammen hat und sich mit Work and Tavel nicht ganz so wohl fühlt, dann ist meiner Meinung nach Au-Pair eine tolle Alternative. Man verdient dabei etwas Geld und kann so auch von der neuen Heimat aus verreisen – normalerweise hat man als Au-Pair während den Schulferien frei, also alles kein Problem.

Wer allerdings mit Kindern nicht zurechtkommt, sollte sich eher nicht für die Variante „Au-Pair“ entscheiden, es geht ja letztendlich eigentlich nur darum, sich um die Kinder zu kümmern!

Warum London?

Ausschlaggebend für die Wahl des Ortes war natürlich, dass die Familie, zu der ich gehen würde, in London wohnt. Ich hatte vorher gar nicht groß darüber nachgedacht, wohin ich gehen wollte, mir war nur schon lange davor klar gewesen, dass ich nach meinem Abitur erst einmal raus aus Deutschland wollte. Wohin war aber noch offen.

Es gab und gibt für mich aber noch weitere Gründe, warum ich dann letztendlich nach London wollte.

Durch etliche Reisen nach Großbritannien habe ich das Land von so vielen Seiten her kennen gelernt und muss sagen, dass ich es einfach unbeschreiblich schön finde, von der Landschaft bis zur Sprache.

London kannte ich vorher aber auch schon ein bisschen, ich habe vor zwei Jahren bereits drei Wochen hier verbracht und wusste also in etwa, auf was ich mich „städtemäßig“ einlassen würde.

Dies hat mir dann auch sehr dabei geholfen die Entscheidung zu treffen, für ein Jahr hier zu leben. Bis jetzt habe ich es auch nicht einmal bereut. London ist eine wirklich tolle, aber auch ziemlich verrückte Stadt – man muss sie einfach lieben!

Die ersten Tage:

Ich bin am 31. August, früh morgens, in Deutschland los geflogen und bin dann, nach einem eineinhalbstündigen Flug, etwa 40 Minuten später in London angekommen.

Die ersten Paar Tage verbrachte ich hauptsächlich damit, alles einigermaßen kennenzulernen, einfach hier anzukommen und die wichtigsten Dinge zu regeln (wie ein Bankkonto eröffnen – kann ich soweit absolut empfehlen!).

Auch habe ich am Wochenende an einem, extra für Au-Pairs organisiertem, Picknick teilgenommen und viele weitere Au-Pairs kennen gelernt. Es hilft wirklich sehr, wenn man möglichst bald neue Leute kennen lernt, gerade auch solche, die selbst noch neu in der Stadt sind.

An einem solchen Event teilzunehmen ist also wirklich sehr empfehlenswert, wenn man ganz neu irgendwo ist und noch niemanden so wirklich kennt. In London gibt es einen Haufen dieser Veranstaltungen. Diese sind auch relativ leicht über das allseits bekannte Facebook zu finden.

Jetzt bin ich bereits eine Woche hier in London und möchte einfach ab und zu über meine Erlebnisse und Erfahrungen schreiben. Vielleicht kann ich so ja auch anderen bei der Entscheidung helfen, die sich vielleicht noch nicht ganz sicher sind, ein Auslandsjahr als Au-Pair zu machen, oder noch gar nicht wissen, was nach der Schule kommen soll.

Salo♥

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