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BAFTA 2017
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Am Roten Teppich der BAFTA Awards

Ziemlich kurzfristig haben wir herausgefunden, dass am 14. Mai die British Academy Television Awards in London stattfinden sollten, und dass es möglich ist, all die Sternchen über den Roten Teppich schreiten zu sehen. So eine Show wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen! Wir hatten uns dann Kurzerhand dazu entschlossen, Sonntagmorgen zu denn unchristlichsten Zeiten aufzustehen und zur Royal Festival Hall zu fahren um uns die Eintrittsbändchen zu sichern.

Tatsächlich wäre es aber nicht wirklich nötig gewesen so früh aufzustehen, denn selbst Mittags beim Einlass wurden noch die blauen Bändchen verteilt. Wir hatten einfach nicht den leisesten Schimmer, wie viele ausgeteilt werden. Trotzdem war das frühe Aufstehen jede Minute wert, denn die Bändchen waren Nummeriert, wodurch wir direkt vorne an die Absperrung konnten.

Ed Westwick BAFTA Awards 2017 auf dem Roten Teppich

ED WESTWICK

Der perfekte Platz – oder vielleicht doch nicht?

Man sieht solche Red Carpet Events ja eigentlich immer nur im Fernsehen oder ähnliches. Daher waren wir uns auch nicht sicher, was da jetzt tatsächlich auf uns zukommen würde. So dachten wir, dass unser Platz, direkt gegenüber der großen Fernsehkameras, eigentlich ganz vorteilhaft sei. Little did we know… Es stellte sich dann später heraus, dass es dort alles andere als vorteilhaft war, wenn man auf Autogramme oder Fotos mit den großen Sternchen hofft.

Da gegenüber von uns die ganzen Interviews stattfanden, beanspruchten diese entweder die ganze Aufmerksamkeit der Stars, oder sie versuchten so schnell wie möglich und , wenn möglich, ungesehen an der Kamerabrigade vorbei zu huschen. Irgendwelche Autogramme zu geben, oder gar für ein Selfie zu posen brächte da nur ungewollte Aufmerksamkeit auf sie und würde auch nur daran hindern, wenn man gerade versucht eine neue Rekordzeit aufzustellen. Wer schafft es am schnellsten und vor allem ungesehen an den fragenden Reportern vorbei?

BAFTA 2017 Roter Teppich Benedict Cumberbatch

BENEDICT CUMBERBATCH

Der, der nicht gesehen werden will!

Mein persönlicher Award geht hier eindeutig an Charlie Heaton von Stranger Things. Er hat sich ganz einfach in die Mitte einer kleinen Gruppe positioniert und da es gerade auch noch wie aus Eimern regnete, war er wortwörtlich von allem und jedem abgeschirmt. Charlie war leider so schnell wieder verschwunden, dass wir es nicht einmal schafften ihn auf einem Foto einzufangen. Zu schade! Die Silbermedallie bekommt Ed Westwick, dicht gefolgt von Benedict Cumberbatch und Sean Bean.

BAFTA 2017 Roter Teppich Matt Smith auf dem Roten Teppich

MATT SMITH

Der magische Rote Teppich…

Im ganzen war es weniger magisch, sondern viel mehr ein eher verrücktes Erlebnis. Es ist wirklich seltsam, Menschen in „Real Life“ zu sehen, die man sonst sein leben lang nur auf Bildschirmen bestaunt hat. Manche waren wirklich schwer wiederzuerkennen. Generell fragten wir uns doch recht oft „wie heißt er oder sie nochmal?“ und „woher kennt man XY eigentlich?“. Zudem geht es da auf dem Roten Teppich höchst chaotisch zu. Ab einem bestimmten Punkt war ich einfach nur noch überfordert mit den ganzen Menschen die vor mir vorbei liefen. Mal kommen ganz viele auf einmal vorbei, dann wieder nur ein oder zwei. Ich muss schon sagen, ich habe wirklich einige Stars übersehen und teilweise kannte ich die Persönlichkeiten auch gar nicht.

Insgesamt habe ich 3 Autogramme und ein Starselfie mit der bezaubenden Amy Nuthall abgestaubt (eine sehr dürftige Ausbeute wie wir uns sagen ließen). Letztendlich war dies aber sowieso nicht das Wichtigste für mich. Ich fand es einfach toll die Menschen, die man sonst immer nur in Form von tausenden Pixeln bestaunt, wirklich in echt zu sehen und dabei festzustellen, dass sie auch nur Menschen sind, wie du und ich! Auch wenn sie etwas wichtiger zu sein scheinen und über den roten Teppich laufen durften…

BAFTA 2017 Roter Teppich Amy Nuttall Fan Selfie

AMY NUTTALL

Vielen Dank an Marie-Agnès für das eifrige Knipsen und ablichten der Stars! Leider hatte ich meine Kamera zuhuase gelassen (war letztendlich auch die richtige Entscheidung), so hatten wir dann nur unsere Handykameras… daher leider nicht die beste Qualität. 

Fotofreitag Vintage
Fotografie

Ein kleines bisschen Vintage | FOTOFREITAG

Ich versuche mich ja weiterhin ein bisschen mehr in Photoshop einzuarbeiten. Also habe ich einfach mal ein bisschen rumprobiert und bin dabei auf einige neue Bearbeitungsweisen gestoßen. Für heute habe ich mir dann vorgenommen die Fotos in einem etwas anderen Stil zu bearbeiten. So entstanden dann diese leicht Vintage angehauchten Bilder.

Manchmal ist ein Bild in Sepia oder Schwarz-Weiß einfach um ein vielfaches Aussagekräftiger und es verleiht dem Bild zudem eine ganz andere Stimmung. Gerade aber, wenn ein Bild in Sepiafarben ist, kommt man eigentlich nicht an dem Altmodisch-Effekt vorbei. Also habe ich mir dann zur Aufgabe gestellt noch ein paar mehr Fotos im Vintage Stil zu bearbeiten, jedoch ohne Sepia noch einmal zu verwenden.

Vintage Sepia Portrait

Vintage Portrait

Vintage portrait auf Balkon

Model im Rosenstrauch Vintage

Photoshop?!
Blog, Fotografie

Ein bisschen Photoshop schadet nicht!

Lange Zeit hatte ich mich wirklich extrem gegen die Bildbearbeitung gesträubt. Ich war einfach der Meinung, das Bild muss schon in der Kamera „gut genug“ sein und dann wäre eine große Nachbearbeitung in Photoshop eigentlich nur unnötiger Zeitaufwand. Ich bin auch jetzt noch der Meinung, dass ein Foto bei der Aufnahme wirklich „gut genug“ sein sollte. So mache ich es mir also direkt beim Fotografieren zur Aufgabe, ein Bild so gut wie möglich zu schießen, so dass ich es theoretisch direkt aus der Kamera heraus mit gutem Gewissen veröffentlichen könnte. Das Bild im Nachhinein verändern kann ja jeder – außer ich natürlich.

Langsam annähern

Umso mehr ich mich dann mit meiner Kamera beschäftigte, gab es dann aber bald schon keinen Weg mehr, der mich um das bearbeiten herum führte. Es gehört (heute) ja schließlich zur Fotografie dazu wie ein Objektiv auf eine Kamera! Also habe ich damit angefangen etwas mit Photoshop herumzuspielen und ich habe mich dann auch sehr schnell in das Programm verliebt. Naja, das ist vielleicht noch etwas übertrieben, aber ich war doch sehr schnell davon überzeugt und wollte auch von anderen Bearbeitungsprogrammen nichts mehr hören!

VORHER

 

Portrait Nicole | Photoshop

NACHHER

Zu diesem Zeitpunkt habe ich allerdings nicht mehr als Kontraste, Helligkeit und vielleicht noch etwas Sättigung verändert. Schon bei so winzigen Veränderungen musste ich dann aber feststellen, dass ich durch Photoshop meine „gut genug“ Bilder aus der Kamera ein ganzes Stück aufpeppen konnte. Ich probierte also immer mehr daran herum und fing an auch ein Logo/Wasserzeichen mit einzubauen. Ich habe dann auch angefangen mich auf YouTube etwas weiter zu bilden. Jedoch war das ganze nur mehr oder weniger erfolgreich. Ich vergaß einfach viel zu schnell wieder wie man was genau macht und welche Shortcuts es gibt und so weiter… Dies ist aber leider auch heute noch so.

Einfach mal machen!

Ich habe nun in letzter Zeit angefangen, mich etwas mehr und vor allem auch ernster, mit der Nachbearbeitung meiner Bilder auseinanderzusetzen. Mittlerweile kommt eigentlich kein Bild mehr um Photoshop herum, bevor ich es irgendwo online stelle. Meistens habe ich dann aber trotzdem nicht mehr als meine anfänglichen Schritte, mit Kontrast- und Sättigungsänderung, vorgenommen. Ich habe es nun jedoch eingesehen, dass ein bisschen Photoshop einem Foto nicht schadet. Im Gegenteil, es hilft enorm ein Foto etwas aufzupeppen und es noch ein kleines bisschen mehr „gut genug“ zu machen. Fotografen benutzen es ja schließlich auch nicht nur zum Spaß!

Vor einiger Zeit habe ich dann den, wie ich finde, wirklich tollen YouTube Kanal der lieben Jessica Kobeissi gefunden. Durch ihre Bearbeitungsviedeos habe ich in so kurzer Zeit wirklich viel Neues dazu gelernt. Jetzt habe ich angefangen mehr an meinen Fotos zu bearbeiten. Ich habe mich einen Schritt vorwärts gewagt und angefangen etwas mehr als nur die allgemeine Helligkeit und die Kontraste zu verändern. Dabei musste ich tatsächlich auch feststellen, dass das ganze Herumprobieren und vor allem das Bearbeiten an sich wirklich viel Spaß machen!

Portrait

VORHER

 

Love Story

NACHHER

Ich werde nun versuchen etwas gewagter an Photoshop heran zu gehen, allein schon um das Programm einfach besser kennenzulernen. Denn ich Denke, das ist der wirkliche Grund warum ich mich bisher so gegen die Bildbearbeitung gesträubt habe: einfach weil ich keine Ahnung habe, wie ich mit Photoshop umgehen soll und was das Programm alles kann. Aber dies soll sich nun ändern! Dennoch werde ich weiter an meinem „gut genug“ Motto festhalten und ich hoffe, dass sich dies auch in Zukunft nie ändern wird.

Ein weiterer kleiner Schritt vorwärts

Portrait

VORHER

 

Portrait im Frühling | Photoshop

NACHHER

Bei diesem letzten Bild habe ich die bisher größte Veränderung vorgenommen, die ich eigentlich jemals gemacht habe. Die liebe Anais, das Model, hat mich dazu inspiriert. Sie hat mir eben dieses Bild zurück geschickt, nachdem sie es mit einer dieser praktischen Zauberapps bearbeitet hatte. Also dachte ich mir, das probiere ich jetzt einfach selbst mal in Photoshop aus. Neben der Hautretusche, welche ich auch bei den Vorigen Fotos schon vorgenommen hatte, habe ich hier auch die Form ihres Gesichts ganz leicht verändert. Dies ist normalerweise etwas, das ich persönlich einfach nur schrecklich finde und so auch gar nicht gemacht hätte. Aber ich wollte versuchen, mehr oder weniger das gleiche, wie die App zu machen und dies ist mir auch für den ersten Versuch ganz gut gelungen.

Über konstruktive Kritik würde ich mich sehr freuen! Wie steht ihr denn so zu Bildbearbeitung und eher drastischen Veränderungen an einer Person?

Blog, England, Städte

Unite for Europe March | London

Ich wollte mich eigentlich schon immer einmal bei einer Art Demonstration beteiligen, allerdings habe ich es bisher irgendwie noch nie geschafft. Es sollte ja zudem auch noch für etwas sein, das ich auch wirklich unterstützen würde. In London gibt es praktisch andauernd solche Demonstrationen, auch viele, die wirklich in meinem Interesse gewesen wären. Allerdings haben diese bisher nie mit meinem Zeitplan übereingestimmt. So war ich zum Beispiel leider nicht in London, als dort der March4Women stattfand – den wäre ich auch wirklich gern mitgegangen. Dieses Mal jedoch hat eigentlich alles geklappt und ich konnte nun endlich meinen ersten March mitgehen, den Unite for Europe March.

Gegen Brexit, für EU!

Der Unite for Europe March, zur Demonstration gegen den Ausstieg Großbritanniens aus der EU, entspricht auch vollkommen meiner Meinung. Denn ja, ich bin absolut gegen den Brexit! Selbst wenn ich nur noch bis zum Sommer hier in England leben werde.

Da ich nun auch endlich einmal nichts vorhatte und mich auch sonst nichts daran hindern würde beschloss ich also, zusammen mit Marie-Agnès, am Unite for Europe March teilzunehmen. Neben 100 bis 200 Tausend weiteren Brexitgegnern, die von allen Ecken der Insel, ja sogar von Frankreich und Spanien, extra dafür anreisten, liefen wir 2 Meilen vom Hydepark, vorbei am Trafalgar Square bis zum Parliament Square um unsere Meinung mitzuteilen und unsere Unterstützung zu zeigen.

Es war eine wunderbar große und vor allem friedliche Demonstration, die leider viel zu wenig von den Medien unterstützt und verbreitet wurde. Kaum eine große Zeitung berichtete davon. Es schien als weigerten sich die Medien jetzt noch, so kurz vor dem Auslösen des Artikel 50, davon zu berichten. Sie wollen scheinbar nicht zeigen, dass so viele Menschen mit dieser Situation unzufrieden sind, da das ganze ja eigentlich sowieso schon besprochen ist.

Bringt das denn jetzt dann überhaupt noch was?“

Der March hat nur wenige Tage vor dem Auslösen des Artikel 50 stattgefunden, da stellt sich die Frage, was bringt es denn dann noch? Ist nicht schon längst alles geregelt und besprochen? Und hat es für mich überhaupt irgendeinen Sinn da mitzugehen, obwohl ich schon bald wieder in Deutschland leben werde und auch noch nicht lange hier lebe? Es betrifft mich ja eigentlich gar nicht wirklich. Diese Fragen hatte ich mir davor gestellt und ich habe darauf auch sehr schnell Antworten für mich persönlich gefunden.

Ja! Es bringt auch so kurz vorher noch etwas. Denn selbst wenn dieser March überhaupt nichts verändern würde (wie es leider nun auch der Fall war), so würde es zumindest zeigen, dass es noch immer Menschen gibt, die die EU befürworten. Und meiner Meinung nach ist dies auch ein guter Weg, für all jene, die in Großbritannien leben, aber beim Referendum nicht wahlberechtigt waren, ihre Meinung zu äußern. Denn das ist doch der ganze Sinn daran,das Recht auf Meinungsäußerung!

Auf meine zweite Frage: Ja! Es ist schon alles geregelt und ein zurück so wahrscheinlich, wie die Besiedelung des Mars innerhalb der nächsten 10 Jahre. Ich gehe jetzt einfach einmal davon aus, dass dies nicht der Fall sein wird… Und auch diese Frage habe ich mir, mehr oder weniger, mit der ersten Antwort bereits erklärt. Warum das ganze überhaupt noch? Zwecks Meinungsäußerung!

Meine letzte Frage hätte ich mir damit auch wieder beantworten können und es hätte an sich als Antwort auch reichen können. Jedoch steckt für mich noch weitaus mehr dahinter.

Für die Politik eines Landes demonstrieren, in dem ich bald nicht mehr leben werde – Warum?

Den Anfang der Antwort zu dieser Frage fand ich in meiner Vergangenheit. Vor 10 Jahren kam ich im August zum ersten Mal in meinem Leben, zusammen mit meiner Familie nach England. Seitdem sind wir beinahe jedes Jahr (ich glaube ich war nur in einem Jahr nicht hier), für immer mindestens 4 Wochen, nach England gefahren. Ich habe die Sommer meiner halben Kindheit auf dieser Insel verbracht und inzwischen ist sie wirklich eine zweite Heimat für mich!

Ich weiß noch nicht, wie eben dies in der Zukunft nun für mich weiter geht… Jedoch weiß ich schon jetzt, dass ich es ohne die Reisen nach Großbritannien nicht aushalten werde. Schon gar nicht, nachdem ich ein Jahr hier gelebt habe.

Aus diesem Grund fand ich es mehr als richtig und auch absolut angemessen bei dem Unite for Europe March mitzugehen obwohl ich bald wieder in Deutschland leben werde.

Ich möchte nicht, dass dieses Land aus der EU austritt! Nicht nur aus Eigeninteresse, sondern auch weil ich davon überzeugt bin, dass diese Vereinigung von europäischen Ländern einen sehr guten Grund hat und ich nicht glaube, dass es Großbritannien nach dem Brexit so viel besser geht. Ich bin wirklich gespannt, wie das alles dann in Zukunft weiter geht…

Inwiefern betrifft mich der Ausstieg?

Wie ich schon sagte, mich betrifft das alles insofern, dass dieses Land, oder vielmehr all die Länder der britischen Inseln, mich mein halbes Leben lang begleiteten und daher auch eine wirklich große Rolle in meiner Vergangenheit, wie auch Zukunft spielen.

Zudem haben inzwischen auch schon mehrere Demonstrationen für ein vereintes Europa in verschiedenen Städten Deutschlands Stattgefunden. Sicherlich auch in weiteren EU-Ländern. Es handelt sich hierbei eben nicht mehr um eine Sache, die nur die Engländer auf ihrer Insel betrifft, es geht ja schließlich um die Europäische Union und in dieser sind auch wir Mitglied.

Blog, Städte

Die St. Patrick´s Parade in London

Obwohl der St. Patrick´s Day eigentlich eine rein irische Tradition ist, wird dieser auch hier in London ausgiebig gefeiert. Und zwar weit mehr, als nur den eigentlichen Paddy´s Day. London hat daraus nämlich gleich ein ganzes St. Patrick´s Weekend gemacht.


     

Wir haben natürlich auch den St. Patrick´s Day, traditionell in Grün, gefeiert und eines der (angeblich) besten Irish Pubs in London besucht und natürlich auch ein Guiness probiert. Es war ein wirklich tolles Pub, schön groß, nur leicht überfüllt… Die Gefahr umzufallen lag bei weniger als Null Prozent.

Wir hatten uns dann dazu entschlossen, da wir uns ja schließlich schon passende Shirts besorgt hatten, nicht nur den Paddy´s zu feiern, sondern das ganze Wochenende eben auch – ganz nach dem Vorbild Londons eben

Also Samstag nach Camden (mit etwas Livemusik und dem Six Nations Rugby Spiel) und am Sonntag dann zur großen Parade am Trafalgar Square. Da ich dieses Jahr unsere geliebte Fasnacht leider verpassen musste, hatte ich mir das St. Patrick´s Weekend als eine Art Ersatz dafür vorgestellt. Allerdings kann eigentlich nichts die typische süddeutsche Fasnacht ersetzen. Dummerweise bin ich dadurch dann mit etwas zu hohen Erwartungen in das Wochenende gegangen. Ich hatte mir alles, ehrlich gesagt, etwas verrückter und viel grüner vorgestellt, als es dann tatsächlich war. Aber wie ich schon sagte, meine Erwartungen waren ziemlich hoch. Abgesehen davon war das ganze Wochenende dann doch wirklich toll. Und es ist ein Erlebnis, was man sich wirklich nicht entgehen lassen so

Die Parade an sich war auch sehr schön, allerdings hatte ich auch hier immer wieder diesen Vergleich zu unseren Fasnachtsumzügen im Kopf. Diese sind aber auch einfach unschlagbar. Zu dem Umzug war am Trafalgar Square auch noch eine große Bühne für Liveacts aufgebaut und als Höhepunkt trat dann Gavin James am Abend auf. Dies war dann wirklich ein perfekter Abschluss für dieses doch leicht verrückte Wochenende.

Das wirklich tolle an der Parade war für mich jedoch, dass ich so nun auch endlich mal meine Streetphotography Skills etwas weiter ausbauen konnte. Und vor allem, ohne dabei ein komisches Gefühl haben zu müssen. Es ist halt doch auch in einer so großen Stadt wie London etwas seltsam, wildfremde Menschen auf der Straße zu fotografieren. Aber nicht an einem Tag wie diesem. Im Gegenteil, die Menschen freuen sich, wenn ich ein Foto machen will und posen extra, mit breitem Grinsen, vor meiner Kamera. Ich habe mich, zusammen mit all den professionellen Fotografen, in das grüne Getümmel (und teils mitten in die Parade hinein) gestürzt.

Aber ich denke, wenn man die richtige St. Patrick´s Day Atmosphäre erleben möchte, dann sollte man besser nirgends anders hin, als nach Irland und am Besten gleich in die Hauptstadt reisen. Steht auch schon auf meiner Buckettlist. Würde ich nicht irgendwann einmal die richtige St. Patrick´s Day Atmosphäre miterleben, könnte ich mir das sicherlich nur schwer verzeihen. Also mal schauen, wann ich dieses Ziel von meiner Liste (die trotz reisen irgendwie nur länger wird…) abhaken werde.

Blog, Menschen

NAO

Anfang Januar hab ich mich mit Nao für ein Shooting getroffen. Wir kannten uns vorher nicht und sind auch nur über Facebook miteinander in Kontakt gewesen. Noch im Dezember hatte ich mir überlegt, wie ich meine Modelauswahl ein bisschen vergrößern könnte.

Auf Modelsuche

Ich hatte vor Allem auch gehofft, dass ich jemanden aus meiner Gegend finde, so dass ich auch mal unter der Woche spontan Fotos machen kann. Die meißten meiner Freunde sind leider über ganz London verteilt, da wird es etwas schwieriger, sich spontan mal kurz unter der Woche zu treffen… Also hab ich mich an das gute alte Facebook gewandt. Dort bin ich in unzähligen Aupair-Gruppen drin und da hab ich dann einfach mal reingeschrieben, dass ich auf der Suche nach Leuten zum Fotos machen bin.

Nun ja, ich dachte es würden sich sicher ein paar Mädchen deswegen melden… Aber ich hab mich da mal wieder komplett verschätzt! Letztendlich hab ich über hundert Nachrichten und Kommentare, auch unzälige Freundschaftsanfragen deswegen, bekommen. Ich war vorher noch nie so beliebt auf Facebook 😛

Erstmal Ordnung schaffen

Diese unzäligen Nachrichten haben mich dann Anfangs wirklich dezent überfordert. Ich habe dann natürlich versucht, soviele Nachrichten wie nur möglich zu beantworten. Aber es waren einfach viel zu viele und teilweise waren auch Nachrichten dabei wie: Ich will genau die gleichen Bilder (ich hatte ein paar meiner bisherigen Fotos mit angehängt). Tut mir wirklich sehr leid, aber ich werde ja wohl nich meine eigenen Bilder mit 10 verschiedenen Models, immer wieder aufs Neue, nachstellen. Also hab ich damit angefangen ein bisschen auszusorieren und den mädels zu schreiben, mit denen ich gerne ein paar fotos machen würde. Das ganze hat aber doch seine Zeit gebraucht…

Das erste Shooting

Nao war, wenn ich mich richtig erinnere, sogar die erste, die mir geschrieben hat – oder ich hab zumindest ihre Nachricht als erstes gelesen. Und mit ihr hab ich dann auch die ersten Fotos gemacht. Wie schon gesagt, Nao und ich kannten uns vorher nicht.

Wir haben uns an einem gar nicht so idealen Morgen (Wettertechisch) im Battersea Park getroffen und erst während dem Schooting dann ein bisschen kennengelernt. Ich muss wirklich sagen, jemanden so kennenzulernen ist mal etwas anderes und wirklich sehr interessant! Leider ist Nao nur wenige Tage nach unserem Shooting wieder in ihre Heimat zurück geflogen. Aber es war wirklich toll sie kennenzulernen und vielleicht werden wir sogar im Sommer nochmal die Möglichkeit haben, uns wieder zu sehen und ein paar Fotos zu machen.

Wenn du zufällig auch mal in London bist, und auch gerne ein paar Fotos mit mir machen möchtest, schreib mir doch einfach. Ich bin immer auf der Suche nach neuen Gesichtern! 🙂

♥Salo

Blog, Menschen, Städte

Oxford | Schwarz-Weiß II

Mein Trip nach Oxford ist mittlerweile zwar schon etwas her, aber es ist danach einfach so viel passiert, dass ich erst jetzt dazu gekommen bin die ganzen Fotos durchzugehen.

Also Nicki, Marie-Agnès und ich sind irgendwann im Dezember, wieder einmal relativ spontan, nach Oxford gefahren. Und mal wieder hatten wir so überhaupt keinen wirklichen Plan, was wir dort überhaupt machen wollten. Wir hatten einfach mal wieder Lust raus aus London zu fahren und Oxford war eben das Ziel, auf das wir uns dann schließlich einigen konnten. Von London aus ist es auch wirklich sehr einfach mit dem Zug, auch ziemlich günstig, dort hin zu kommen.

Es gibt ja eigentlich wirklich viel zu sehen in Oxford, aber dennoch wussten wir nicht so wirklich was wir dort machen sollten. Also erst einmal vom Bahnhof in die Stadt laufen. Dort sind wir dann zunächst etwas planlos durch die vielen Gassen gelaufen… bis wir dann letztendlich auf die Idee kamen, vor den vielen schönen, alten Gebäuden Fotos zu machen. Wir hatten ja sonst nichts besseres vor.

Komischerweise sind es aber auch immer die ungeplanten und spontanen Dinge, die letztendlich die schönsten Erinnerungen bringen. Die wirklich besten Trips, die ich bisher so unternommen habe, waren alle eigentlich spontan und ungeplant. Also keine Angst haben, ob auch alles so läuft wie es soll, denn das wird es sicherlich nicht. Einfach machen und mal sehen wie´s läuft!

Und das war das Beste, was wir dort an diesem Tag in Oxford hätten tun können! So hab ich dann also meine kleine Schwarz-Weiß-Serie weiterführen können und hier sind nun meine Favoriten von dem Tag. (Es sind relativ viele…)

Warte, ich bin noch nicht soweit…

Warte noch… Okay jetzt.

Eines meiner wirklich absoluten Favoriten

Photobomb-Level: Nicki

Auch wenn es so aussieht, als würde der Typ, auf der linken Seite im Hintergrund, ein Foto von Nicki machen , so ist es nicht… Sie hat vermutlich einfach nur beide Fotos so richtig schön Photogebombt.

Waiting…

What for? Just do it!

Lächel´mal

Das vermutlich verrückteste, was wir dann an diesem Tag aber gesehen hatten, war das  „The Handle Bar Cafe and Kitchen“. Das schreit einfach nach #hipster. Dort hingen wirklich echte Fahrräder an der Decke und im Ganzen war die Einrichtung wirklich sehr modisch zusammengewürfelt. Ein echt gemütliches Plätzchen direkt über einem Fahrradladen, in einer kleinen Gasse irgendwo in Oxford. Schon verrückt, was es so alles gibt..!

Ja, das sind echte Fahrräder!

Und manche leuchten sogar!

Fand ich irgendwie ein passendes Motiv, dass den Hipsterfaktor des Cafés noch unterstreicht

 

Blog, Menschen

Schwarz-Weiß

 Wenn du einen Menschen in Farbe fotografierst,

dann fotografierst du seine Kleidung.

Wenn du ihn in Schwarz-Weiß fotografierst, dann fotografierst du seine Seele!”

Ted Grant

Am Wochenende war ich mal wieder auf Fotojagt, aber diesmal in Schwarz-Weiß! Es heißt zwar immer, man solle in Farbe fotografieren und dann das Foto am PC Schwarz-Weiß machen. Aber ich wollte es dieses Mal anders machen, und die Fotos direkt im Shcwarz-Weiß-Modus aufnehemen. Und darüber bin ich nun auch sehr froh. Es macht einfach so viel Spaß, ein Foto direkt so aufzunehmen, dass es nach der Aufnahme fertig und „gut genug“ ist. Also habe ich auch nicht viel an den Fotos im Nachhinein bearbeitet – bis auf Helligkeit und teilweise Kontraste, hab ich nichts verändert.

Ein Samstag in Chelsea

Samstag bin ich also mit Alessandra nach Chelsea gefharen, um dort ein paar Fotos zu machen. Das Wetter war leider nicht ganz ideal für ein Fotoshooting im Freien. Die Lichtverhältnisse waren nicht gerade hervorragend (aber auch nicht zu schlimm) und die ganze Zeit über sah es sehr nach Regen aus. Aber wir hatten trotzdem Glück!

Durch  das seltsame Wetter bin ich dann überhaupt nur darauf gekommen, alle fotos einfach in Schwarz-Weiß zu schießen. Anfangs hatte ich noch vorgehabt überwiegend in Farbe und dann ab und zu mal im Schwarz-Weiß-Modus zu fotografieren. Aber es kommt ja meistens anders als man es geplant hatte. Wobei von Planung sowieso nicht die Rede sein kann… Wir sind eher ziemlich planlos nach Chelsea gegangen, in der Hoffnung dort ein paar gute Fotos in den schönen Straßen zu machen.

Und das kam dabei raus:

 

 

 

 

 

 

 

 

Das sind nur ein Paar Fotos der Schwarz-Weiß-Reihe vom Wochenende. Der zweite Teil vom Sonntag kommt auch bald noch. Aber auch vom Shooting am Samstag werde ich in nächster Zeit vielleicht noch einige online stellen – mal schauen, was da noch kommt..!

Allgemein, England

Eine Frage des Blickwinkel

Der andere Blickwinkel schafft die Voraussetzung, dass uns alltägliche Dinge in Staunen versetzen.

Ich habe noch ein paar Fotos auf meiner Festplatte entdeckt, die ich noch nirgends gezeigt hatte… Ist zwar nun schon eine weile her, aber ich finde, die sollten doch auch gepostet werden.

Ein anderer Blickwinkel – Nur so habe ich bemerkt, dass Mati schon mal dort war. Hallo Mati, ich jetzt auch!

 

Nicki in Eastbourne

 

Nochmal Nicki

 

Die vertrockneten Blüten einer absterbenden Pflanze. (ziemlich dramatisch)

Allgemein, Menschen

Die Perspektive ändern

She needed a Hero,

So that´s what she became!

Manchmal muss man einfach die Perspektive ändern, die Dinge anders betrachten und die Welt mit neuen Augen sehen. Und manchmal Continue Reading

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