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Inspiriert von Brandon Woelfel | FOTOFREITAG
Fotografie

Inspiriert von Brandon Woelfel | FOTOFREITAG

Es ist mal wieder an der Zeit für einen neuen inspiriert von… Fotofreitag. Dieses Mal lies ich mich vom einzigartigen Brandon Woelfel inspirieren. Wenn du ihn nicht kennst… WO warst du die ganze Zeit?? Sicherlich nicht in den sozialen Netzwerken unterwegs. Gerade Instagram ist mit seinen Fotos, und den anderer Fotografen und Hobbyfotografen, die im gleichen Stil fotografieren, regelrecht überfüllt. Ja inzwischen geht auch mir der riesen Hype um seinen Stil doch eher auf die Nerven. Dennoch wollte und musste ich das Ganze auch mal selbst ausprobieren. Continue Reading

Von Aliens verschleppt? Ich bin wieder da! | FOTOFREITAG
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Von Aliens verschleppt? Ich bin wieder da! | FOTOFREITAG

Es war ganz schön still hier die letzte Zeit – ein bisschen zu still. Aber keine Angst, ich lebe noch und somit auch dieser Blog. Und nein, von Aliens wurde ich zum Glück auch nicht verschleppt. So aufregend war es dann doch wieder nicht. Die letzten Wochen war einfach nur unglaublich viel los und es hat sich doch recht viel in meinem Leben geändert.

Von Aliens verschleppt? Ich bin wieder da! | FOTOFREITAG

 

Keine Aliens, nur die typischen Ausreden

Okay, tatsächlich eigentlich nur, dass ich meinen Plan (eine Ausbildung zur Fotografin), leicht spontan über Bord warf und nun angefangen habe „irgendwas mit Medien“ zu studieren. Ganz nach dem Motto Pläne werden nur erstellt, um sie bei der nächstbesten Gelegenheit wieder in den Wind zu setzen. Und chaotisch wie ich bin, muss ich mit dieser Veränderung und der allgemein neuen Situation erst einmal wieder klar kommen. Nicht zu vergessen wieder anfangen zu lernen – wie ging das gleich nochmal?

Von Aliens verschleppt? Ich bin wieder da! | FOTOFREITAG

Leider mussten Lichtfarbenspiel und meine Kamera etwas darunter leiden, was ich hoffentlich in nächster Zeit aber wieder auf die Reihe kriegen werde. 

Heute gibt es also erstmal eine Art kleines Sneak Preview. Im März sind Nicki, Marie-Agnès und ich für einige Tage nach London gereist. Dabei sind natürlich auch unglaublich viele tolle Fotos entstanden. An diese habe ich mich jetzt so langsam mal rangewagt und etwas Zeit zum Bearbeiten freigeschaufelt. Hier seht ihr also schon mal die ersten Ergebnisse.

Dazu werde ich aber (hoffentlich bald) noch einen ausführlicheren Bericht/Fotofreitag machen.

Von Aliens verschleppt? Ich bin wieder da! | FOTOFREITAG

Von Aliens verschleppt? Ich bin wieder da! | FOTOFREITAG

 

Blind Date Photoshoot | FOTOFREITAG
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Blind Date Photoshoot | FOTOFREITAG

Genau heute vor einem Jahr hatte ich mein bisher erstes „Blind Date Photoshoot“ mit der lieben Nao, die zu dem Zeitpunkt ebenfalls als Au Pair in London lebte.

Damals hatte ich auf Facebook in verschiedenen Au Pair Gruppen nach Freiwilligen für verschiedene Shootings gesucht. Es gingen unzählige Nachrichten in meinem Messenger ein und die Kommentare schienen kein Ende zu nehmen. Ich hatte vorher ja keine Ahnung, wie das tatsächlich ablaufen würde. Ich begann immer mehr auszusortieren und entschied mich schließlich dafür, mich für das erste Blind Date Photoshoot mit Nao zu treffen. Aber mehr dazu kannst du gerne hier nachlesen.

Blind Date Photoshoot | FOTOFREITAG

Jetzt ein Jahr später und da ich sowieso angefangen hatte die ganzen Fotos aus England durchzugehen, dachte ich wäre es doch nur passend euch jetzt noch ein paar mehr von diesem Blind Date Shooting zu zeigen. Es ist auch das ein oder andere Foto dabei, das ich bereits im letzten Jahr schon veröffentlicht hatte. 

Da sich inzwischen aber auch meine Bearbeitungsweisen geändert haben, habe ich diese einfach wieder mit rein genommen. Was auch in Bezug auf die Veränderung, die mein Stil (doch noch relativ häufig) durchläuft, ganz interessant ist.

Direkt nach unserem ersten Treffen kam es mir so vor, als würden wir uns schon viel länger kennen. Im ganzen haben wir uns jedoch nur etwa drei oder vier Stunden gesehen. Dennoch würde ich Nao inzwischen als eine gute Freundin von mir bezeichnen und hoffe, dass sich unsere Wege eher früher als später wieder ein Mal kreuzen werden!

Blind Date Photoshoot | FOTOFREITAG

Blind Date Photoshoot | FOTOFREITAG

Blind Date Photoshoot | FOTOFREITAG

Blind Date Photoshoot | FOTOFREITAG

Blind Date Photoshoot | FOTOFREITAG

Blind Date Photoshoot | FOTOFREITAG

Blind Date Photoshoot | FOTOFREITAG

Throwback Thursday | FOTOFREITAG
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Throwback Thursday am FOTOFREITAG

Weißt du noch damals..? Ein kleiner Throwback zu dem Tag in London, als wir durch die Straßen von Shoreditch zogen, auf der suche nach den ultimativen Hidden Spots für tolle Fotos.

Unser kleiner Fotowalk zu Dritt

Ganz klassisch hatte ich meine Canon im Gepäck und meine beiden üblichen Models, Nicki und Marie-Agnès, im Schlepptau. Ein throwback zu irgendwann im Winter Anfang diesen Jahres. Ohne großen Plan ging es Richtung Bricklane Market und dann einfach der Nase nach, kreuz und quer durch Londons Hipster-Viertel.

Jetzt, bald ein Jahr danach, kam ich auf die geniale Idee, die ganzen Fotos noch einmal durchzuschauen. Ich weiß auch nicht so recht, wieso erst jetzt… denn dabei bin ich auf unzählige tolle Fotos gestoßen. Also gleich mal in Lightroom etwas ausgetobt und rumprobiert. Ganz ähnlich wie beim letzten Fotofreitag, habe ich all diese Fotos nur mit Lightroom bearbeitet. Ja, Photoshop kommt zur Zeit etwas kurz bei mir. Klar, man könnte us manchen dieser Fotos nochmal einiges mehr rausholen, aber hier ist meiner Meinung nach noch mehr Bearbeitung auch einfach nicht Notwendig. Zudem ist es mir dann einfach zu viel bearbeitet. Ich bin schließlich immer noch mit dem Motto unterwegs, dass ein Foto auch ohne bearbeitung „gut genug“  sein sollte. 

Wohin jetzt mit all den Fotos?

Und dann fehlte nur noch der passende Fotofreitag. Der jetzt gezwungenermaßen einfach heute ist! Auch wenn Throwback Thursday eigentlich Donnerstags ist und das ganze auch so gar nicht für die Adventszeit geeignet ist.

Throwback Thursday | FOTOFREITAG

Throwback Thursday | FOTOFREITAG

Throwback Thursday | FOTOFREITAG

Throwback Thursday | FOTOFREITAG

Throwback Thursday | FOTOFREITAG

Throwback Thursday | FOTOFREITAG

Throwback Thursday | FOTOFREITAG

Nachhausekommen
Au Pair, Reisen

Vom Nachhausekommen – Vorstellung vs. Realität

Bekanntermaßen sind Vorstellung und Realität häufig doch auch sehr unterschiedlich. Man malt sich ein gewünschtes, vielleicht aber auch ein gefürchtetes, Szenario aus und klammert sich so nach und nach immer fester daran. Bis einem dann die Realität mit voller Wucht ins Gesicht klatscht. Wie sieht es also beim Nachhausekommen nach einem Jahr Abwesenheit aus?

Der Vorstellungskraft sind keine Grenzen gesetzt!

Als mein Jahr als Au Pair anfing sich dem Ende zu nähern, habe ich natürlicherweise immer mehr darüber nachgedacht und mir ausgemalt, wie es wohl sein würde, wieder zuhause im idyllischen Schwarzwald zu wohnen. Automatisch habe ich einfach wieder da angeknüpft, wo ich ein Jahr zuvor aufgehört hatte. Woran sonst hätte ich mich auch orientieren sollen? Die ganzen Monate, die ich in London verbrachte, habe ich nichts vom Leben zuhause in Deutschland mitbekommen.

Ganz so extrem war es natürlich nicht! Im Gegenteil, ich bin zwischendurch hin und wieder für einige Tage nachhause gereist – Weihnachten zum Beispiel. Aber letztendlich bekommst du so auch nur einem Bruchteil von dem, dir eigentlich so vertrauten Leben mit. Und alles scheint zu sein, wie eh und je…

Das Ende immer näher rückend, habe ich also angefangen Pläne aufzustellen, was ich so alles tun und lassen würde, sobald ich wieder Zuhause bin. Die Vorfreude stieg von Tag zu Tag und begrub so langsam jegliche Gedanken daran, wie sehr ich London vermissen würde.

Fantasiereich und kreativ wie ich bin, habe ich mir riesige Szenarien erschaffen, was ich alles mit meinen Pferden und dem Hund unternehmen möchte. Wie ich Fototechnisch mich täglich neu ausprobieren und diesen Blog mit neuen Fotos und Beiträgen überhäufen würde.

Alles ganz nach dem Motto: die Fantasie kennt keine Grenzen!

Nachhausekommen

Nachhause kommen sieht in der Realität nicht anders aus – oder etwa doch?

Homecoming sucks!

Über das Nachhausekommen nach einem längeren Auslandsaufenthalt wird irgendwie nie so wirklich geredet. Keiner sagt dir, wie das alles wirklich läuft und wie es sich schlussendlich anfühlen wird, wieder zurück zu sein. Das scheint irgendwie das Mindeste an dem Ganzen Abenteuer zu sein. Doch so minimal ist das Alles dann doch nicht für mich! Und wer weiß, vielleicht ergeht es dir ja Ähnlich.

Ausgenommen, dein Aufenthalt im Ausland war so richtig zum Kotzen, dann wirst du am Ende mit ziemlich gemischten Gefühlen und all deinem Gepäck zu Füßen vor deiner Haustür stehen. Dabei wirst du denken „Nachhausekommen ist irgendwie echt scheiße!“. Und vor Allem, warum sagt einem das denn keiner vorher?!

Nachhausekommen

Zuhause einleben

Mit großer Wahrscheinlichkeit hast du vor deiner Abreise nach Timbuktu mit einem bestimmten Lebensabschnitt abgeschlossen und bevor es mit dem Nächsten weiter gehen sollte hast du eine kurze Pause eingelegt, um etwas Neues zu sehen. Jetzt ist die Pause vorbei und du wirst so richtig ins kalte Wasser geworfen! Auch wenn du schon sicher weißt, wie es weiter gehen wird. Es wird sehr viel neu für dich sein – in einer eigentlich so altvertrauten Umgebung.

Nach einem Jahr in einem anderen Land, in einer anderen Kultur, musst du dich erst einmal wieder zuhause einleben. Du musst dich wieder an die Kultur und die Gesellschaft deines Heimatlandes anpassen. Glaub mir, das ist leichter gesagt, als getan.

Ja, das ist durchaus leicht unvorstellbar, aber so wird es dir tatsächlich ergehen. Das Leben zuhause ging weiter – ohne dich – und du selbst hast dich verändert. Du hast Gewohnheiten aus einer anderen Kultur angenommen und dein Leben daran angepasst. Das wird jetzt alles erst einmal schön auf den Kopf gestellt. Viel Spaß!

Der nachfolgende Verfolgungswahn

Neben dem ganzen neu Eingewöhnen, wird es auch ständig irgendetwas geben, was dich an deine Zeit im Ausland erinnern wird – sei es online oder draußen im real-life. Nein, das ist sogar noch untertrieben. Du wirst nicht nur daran erinnert, sondern wortwörtlich von dieser Zeit heimgesucht werden!

Und so wirst du dir, mehr als tausendmal, diese unglaubliche Zeit zurück wünschen und dir vorstellen, wie es wohl sein würde, wärst du noch immer dort. Ganz egal, wie froh du darüber bist endlich wieder Zuhause und bei deiner eigenen Familie zu sein.

Wie erging es dir denn mit dem Nachhausekommen nach deinem Auslandsaufenthalt?

Au Pair - Aus der Sicht einer Gastfamilie
Au Pair

Au Pair – Aus der Sicht einer Gastfamilie

Gastpost von Uta von www.hostmum.com / www.berlondon-mama.de

Hi! Ich bin Uta, gebürtige Berlinerin und lebe seit 2013 mit meinem Mann und zwei Kindern in London. Davor haben wir zwei Jahre in Hong Kong gelebt. Diese Erfahrung, mehrfach mit Kindern ins Ausland zu ziehen und sich einzuleben, hat mich dazu gebracht, meinen Mama-Blog BerlOndonMama über das Leben mit Kindern im Ausland zu beginnen. Hier gebe ich Tipps, auf was man beim Umzug mit Kindern nach England beachten sollte und wo es Unterschiede im alltäglichen Leben im Vergleich zu Deutschland gibt. Außerdem berichte über Alltägliches, was einem als deutsche Familie in London eben so passiert.

Immer öfter habe ich auch Blogposts über Au Pairs veröffentlicht. Das hat mich dazu bewogen, vor einiger Zeit meine neue, englischsprachige Webseite www.hostmum.com zu veröffentlichen. Hier versuche ich die Erfahrungen, die wir persönlich gemacht haben, oder aber auch Erfahrungen von anderen Au Pairs und Gastfamilien, abzubilden und neuen Au Pairs und Gastfamilien Hilfestellungen zu bieten, wie eine Au Pair-Gastfamilien-Beziehung erfolgreich ablaufen kann. Oft scheitert es meiner Meinung nach an unterschiedlichen Erwartungen gepaart mit fehlender Kommunikation. Das ist wirklich schade, denn ich halte das Au Pair Arrangement für beide Parteien für sehr wertvoll.

Wie wir auf „Au Pairs“ gekommen sind

Wir hatten bereits in Hong Kong erste Erfahrungen mit einer Live-in Angestellten gesammelt. Einer philippinischen Maid, die hauptsächlich für den Haushalt verantwortlich war, aber ab und zu auch mal aufs Kind aufgepasst hat. Das Maid-Arrangement in Hong Kong ist Standard und alles ist darauf ausgerichtet, einen „Helper“ bei sich leben zu haben. So hat jede Familien Wohnung ein kleines separates Zimmer mit Mini-Bad (das ist echt nicht schön, aber mir wurde versichert, dass die philippinischen Frauen zu Hause noch weniger Platz haben). Und zumindest ist das IHR Platz.

In der Zeit, als wir in Hong Kong waren, wurde es unter ausländischen Familien immer mehr zum Usus, die Helper auszuquartieren und ihnen die Miete für eine „eigene Wohnung“ – oder eher ein Bett – zu zahlen. Denn in den Maids-Wohnungen gab es immer mehrere Schlafzimmer, wo in jedem Schlafzimmer 2-3 Doppelstockbetten standen und sich alle Bewohner ein Bad und eine Küche teilen mussten! Das fand ich echt krass und unmenschlich und wir waren immer sehr darum bemüht, unsere Tita ebenbürtig zu behandeln. Aber natürlich ist eine Maid zu haben kaum mit dem Au Pair Arrangement zu vergleichen, weil sie eben nicht wirklich ein Familienmitglied werden (wollen). Mein Angebot zu Beginn, dass sie sich zum Essen zu uns an den Tisch setzen kann, wurde fast mit Entsetzen abgelehnt. Wen das Thema philippinische Maid weiter interessiert, kann hier mehr Informationen über unsere Maid Tita nachlesen.

In London haben wir uns für ein Au Pair für die Kinderbetreuung unserer zwei Kinder entschieden, als ich wieder angefangen hatte, zu arbeiten. Auch deshalb, weil wir in Hong Kong schon gute Erfahrung mit „Live-in“ gemacht hatten. Es ist definitiv nichts für jedermann, dauerhaft jemand „Fremdes“ im Haus zu haben, für uns ist das aber ok.

Wieso entscheiden sich Familien dafür, ein Au Pair aufzunehmen?

Für uns gab es zwei Hauptgründe, dass wir uns für ein Au Pair entschieden haben:

Ich wollte unbedingt, dass mit den Kindern deutsch gesprochen wird, wenn ich arbeiten bin. Ein deutsches Au Pair zu finden, das nach London ziehen will, ist deutlich einfacher, als dort eine deutsche Nanny zu finden.

Außerdem habe ich als Praktikantin angefangen zu arbeiten. Und da in London – man glaubt es kaum – das Durchschnittsgehalt nicht gerade sehr hoch ist und ich auch nach dem Praktikum kein mega großes Gehalt erwarten durfte, vor allem für vier Arbeitstage, war es auch eine finanzielle Entscheidung. Ich wollte nicht arbeiten gehen, um dann das gesamte Gehalt plus noch etwas obendrauf an eine Nanny zu zahlen.

Das Au Pair Arrangement schien uns auch deshalb gut geeignet, weil wir ein freies Schlafzimmer hatten und ich auch ganz gerne jemand „Erwachsenen“ im Haus habe, wenn mein Mann mal beruflich verreist ist. Außerdem waren die Kinder mit 2 und 5 Jahren schon alt genug, für ein Au Pair.

Wie findet man als Gastfamilie ein Au Pair?

Unser erstes Au Pair kam durch persönliche Kontakte. Weil ich mit dem Praktikum begonnen hatte und wir erstmal „testen“ wollten, wie alle damit klarkommen, dass „Mama arbeiten geht“, wollte ich kein Au Pair suchen, das 12 Monate bleiben will. Damals kannte ich mich auch gar nicht aus und mir war nicht bewusst, wie einfach ich vermutlich für den Zeitraum April – Juli ein Au Pair gefunden hätte. Viele Mädels und Jungen suchen nämlich nur übergangsweise eine Au Pair Stelle.

Für die Suche nach dem zweiten Au Pair habe ich mich bei Au Pair World angemeldet. Das kostet für die Gastfamilien eine Gebühr, damit sie den gesamten Service nutzen können. Wir hatten auch ein paar nette deutsche Mädels dort aufgetan. Am Ende haben wir uns aber für ein Au Pair entschieden, dass über eine persönliche Empfehlung kam. Netterweise hatte mein alter Direktor vom Gymnasium meine Au Pair Anzeige an den Schul-Newsletter geschickt und eine Mutter kannte die Mutter unseres Au Pairs.

Für das Jahr darauf haben wir uns bereits im April für ein Mädchen von Au Pair World entschieden. Im Mai hatten wir sie nach London eingeladen, um die Kinder und die Aufgaben kennen zu lernen. Am Ende ist sie 3 Tage nach Beginn ihres „Au Pair Jahrs“ wieder abgereist, weil sie sich überfordert gefühlt hat. Ich bin seit dem etwas vorsichtig, was Au Pair World angeht und habe auch – ohne Gewähr – gehört, dass 80% der angemeldeten Au Pairs niemals eine Au Pair Stelle antreten (Aussage eines Au Pair Agentur Angestellten).

Ich denke, dass sich einige junge Leute einfach mal kostenlos anmelden und schauen, ob sich interessante Familien bei ihnen melden und sich gar nicht so bewusst sind, was eigentlich als Au Pair auf sie zukommt. Wenn man sich entscheidet, Au Pair zu werden, sollte man sich das aber sehr wohl gut überlegt haben. Es ist Arbeit, mit festen Arbeitszeiten. Es kann anstrengend werden und bringt eine hohe Verantwortung mit sich. Die Gastfamilien verlassen sich auf das Au Pair. Dafür sollten die Gastfamilien im Gegenzug dafür sorgen, dass das Au Pair Jahr eine tolle Erfahrung wir diese jungen Menschen wird.

Unterm Strich würde ich nach meiner Erfahrung sagen, dass auch viel Glück dazu gehört, dass es von Au Pair und Gastfamilien-Seiten gut klappt.

Wie ist das Leben als Gastfamilie mit einem Au Pair?

Jedes Au Pair kommt mit ihren Erfahrungen und Gewohnheiten in die Gastfamilie. Das alleine ist schon mal ein Punkt, dem ich als Gastmutter gespannt und etwas nervös entgegenblicke. Auch, weil man als Gasteltern eine gewisse Verantwortung für das Au Pair übernimmt.

Die Au Pairs übernehmen als junge Menschen natürlicherweise vieles vom Elternhaus. Und davon bekommen wir auf der Au Pair Suche nur Bruchstücke mit. Es wäre mir zu unangenehm, nach den Berufen der Eltern zu fragen, was eventuell einen Anhaltspunkt über das Elternhaus zulassen könnte. Indirekt bekommt man eine gewisse Idee von den Verhältnissen im Elternhaus, wenn man mit dem Au Pair skyped. Einfach so aus dem Gespräch und den Schilderungen des Au Pairs heraus.

Wenn ich auch dieses Thema derzeit nicht direkt anspreche, gibt es andere Punkte, die ich direkt vorab geklärt haben will, um böse Überraschungen zu vermeiden. So sage ich zum Beispiel immer, dass wir unseren Wocheneinkauf bei einem deutschen Discounter machen, weil mir da einfach alles am besten schmeckt. Wir kaufen auch einige Bio-Produkte, aber das meiste ist konventionell und nicht bio. Das ist für jemanden, der mit Biolebensmitteln aufgewachsen ist, sicher gut, vorher zu wissen.

Außerdem sage ich auch, dass wir an den Wochenenden immer sehr beschäftigt sind und daher leider viel zu selten Ausflüge machen. Mit Schwimmkursen und meistens mindestens einem Kindergeburtstag und dann noch etwas Sport, Besorgungen erledigen oder Verabredungen mit Freunden, bleibt das etwas auf der Strecke. Deshalb sind uns natürlich Au Pairs lieber, die schnell Anschluss finden und dann am Wochenende selbstständig Dinge mit ihren Freunden unternehmen.

Wenn das neue Au Pair kommt, gehen wir auch eine Regelliste durch. Nach der etwas gemischten Erfahrung mit unserem ersten Au Pair ist diese au Pair-Regelliste etwas angewachsen. Da sind so Standarddinge aufgelistet, die zur Sicherheit gehören, wie Fenster zumachen, Türen beim Verlassen abschließen, Herd kontrollieren. Den Kindern Helme aufsetzen, nicht zu weit vorauslaufen lassen, an der Straße vom Roller absteigen etc.

Oder Regeln zum Essen und snacken der Kinder.

Zur Freizeit des Au Pairs haben wir auch ein paar Regeln. Auch wenn es Erwachsene sind, möchten wir zum Beispiel nicht, dass das Au Pair unter der Woche bis in die Puppen unterwegs ist, wenn es am nächsten Tag morgens arbeiten muss. Ich halte unsere Regeln absolut nicht für überzogen und erwarte daher eigentlich auch, dass man sich grob an sie hält. Ausnahmen gibt es natürlich immer. Und wenn wir mit einem Au Pair sehr zufrieden sind, weichen wir gerne auch mal öfter zu Gunsten des Au Pairs von diesen Regeln ab.

Wir sehen das Zusammenleben mit einem Au Pair als Geben und Nehmen und gehören im Vergleich zu Berichten, die ich so gehört habe, definitiv zu den netten Gastfamilien. Aber auch bei uns gibt es Grenzen und wenn es an grundsätzlichen Dingen scheitert, haben wir uns auch schon mal vorzeitig von einem Au Pair getrennt. Allerdings im gegenseitigen Einverständnis und ohne Drama, von dem man in manchen Au Pair Konstellationen immer wieder mal hört. So habe ich auch schon mal einem Au Pair empfohlen, einfach ihre Sachen zu packen und aus der Familie zu flüchten, die sie wie eine Dienerin behandelt hat.

Jedes neue Au Pair sorgt aber auch bei der Gastfamilie dafür, die – manchmal auch nicht gerade positiven – eingeschleiften Verhaltensweise auf die Probe zu stellen, so dass das Zusammenleben mit einem Au Pair manchmal auch nachhaltigen positiven Einfluss auf das Familienleben hat.

Ich bin grundsätzlich ein großer Befürworter des Au Pair Arrangements, weil es für beide Parteien einen großen Erfahrungsgewinn bedeuten kann. Und wenn einmal Probleme auftauchen kann ich nur empfehlen, die Flucht nach vorne anzutreten und mit der anderen Partei offen zu sprechen, anstatt zu früh die Flinte ins Korn zu werfen.

Eure Uta x

Au Pair - Aus der Sicht einer Gastfamilie

Pride in London Pride Parade 2017 FOTOFREITAG
Fotografie, Menschen

Impressionen: Pride Parade | FOTOFREITAG

Für mein Fotografen-Herz war die Pride Parade vom letzten Samstag natürlich das reinste Paradies. Ich bin fast gar nicht mehr aus dem knipsen raus gekommen! Und weil dabei so viele schöne Bilder entstanden sind, muss ich hier zum heutigen Fotofreitag einfach nochmal einige (viele!) weitere Fotos zeigen. Ich hätte es nämlich niemals geschafft alle in meinen gestrigen Beitrag mit einzufügen… Continue Reading

Ehe für Alle & London Pride Parade 2017
Blog, Fotografie, Menschen

Ehe für Alle und London Pride Parade 2017

Die Welt wird ein stückchen offener und London feiert das Ganze mit dem Festival Pride in London. Aber nicht nur London hat ein Grund zum feiern. 

Pride In London Parade 2017

Am 30. Juni wurde in Deutschland Geschichte geschrieben – die Ehe für Alle wurde beschlossen. Eine Entscheidung, die schon lange überfällig war! Wer mich persönlich kennt, weiß dass ich der Kirche und Religion im allgemeinen sehr kritisch gegenüber stehe, ich deswegen aber keinesfalls irgend jemanden verurteilen würde. Auch muss ich ehrlich zugeben, ich weiß nicht so recht, was ich vom Heiraten halten soll. Warum interessiert es dann mich, wer (kirchlich) heiraten darf und wer nicht? Ich selbst könnte sowieso nicht mit einer kirchlichen Trauung heiraten. Nicht getauft, weder Kommunion, noch Konfirmation gehabt – kurzum konfessionslos, eine klassische Heidin eben. Da ich selbst auch nicht Gay bin, macht dieser Beschluss doch eigentlich überhaupt keinen Unterschied für mich… Continue Reading

Blog

Adele oder Justin Bieber ? Ein perfekter letzter Abend

Wir waren eigentlich eine der vielen wenigen, die es tatsächlich geschafft hatten Karten zu einem der Adele Konzerte im Wembley Stadium zu ergattern. Wir hatten zwar die wahrscheinlich schlechtesten Plätze überhaupt – gaanz oben, direkt unterm Dach, aber was soll´s? Wir haben Karten für das letzte Adele Konzert im Wembley Stadium! Für das letzte Konzert der Tour! Wahrscheinlich das überhaupt letzte Konzert von Adele! Continue Reading

6 Dinge, die du als Au Pair wissen solltest
Au Pair

Was du als Au Pair wissen solltest Pt. II

Nach meinem Post über 10 Dinge, die du als Au Pair wissen solltest sind mir noch einige Punkte mehr eingefallen, die ich gerne noch mit dir teilen würde. Zudem konnte ich, nach langem Recherchieren und durchstöbern von Google, keine weiteren Posts in der Art und zu diesem Thema finden. Da ich selbst einige dieser Punkte gerne vor meinem Jahr als Au Pair gewusst hätte, habe ich mich kurzerhand dazu entschlossen, einfach noch einen Part Two zu machen.

6 weitere Dinge, die du als Au Pair wissen solltest

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