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Fasnacht und die Rechtslage bei Street Photography | FOTOFREITAG

Durch meinen Auslandsaufenthalt im letzten Jahr, entging mir leider die 5. Jahreszeit und somit der ganze Trubel um Verkleidung, Bälle und Umzüge. Also wollte ich mir nun für diese Fasnacht vornehmen, mit meiner Kamera durch die bunt geschmückten Straßen zu ziehen.

Am Schmotzigen Dunstig machte ich mich dann spontan auf zum Kinderumzug. Dort konnte ich einige wirklich tolle Momente einfangen. Besonders all die kleinen Kinder in den traditionellen Kleidchen machten richtig was her.

Dann kam ich auf die Idee, mich doch mal zu informieren, wie die rechtliche Lage in so einem Fall denn aussieht – könnte man natürlich auch vorher machen, aber dann wär´s ja langweilig! In London war das ganze mit der Streetfotografie in der Hinsicht doch etwas einfacher gestrickt. Solange ich die Fotos nicht für Werbezwecke oder dergleichen verwende, kann ich diese, auch ohne Einverständnis der betroffenen Personen, veröffentlichen.

Informiere dich hierzu und zu all dem Nachfolgenden jedoch bitte genauer bei einer ausführlichen und verlässlichen (juristischen) Quelle!

Fasnacht & die Rechtslage bei Street Fotografie

In Deutschland sieht das ganze leider etwas komplizierter aus. Ich hatte eigentlich gedacht, dass bei einer Veranstaltung eines Umzuges, wie sie an Fasnacht stattfinden, sich das Recht am eigenen Bild aufhebt oder dadurch in irgendeiner Form abgeschwächt oder eingegränzt wird.

Teils scheint dies auch der Fall zu sein. Tragen die Personen im Bild zudem Masken, so kann dieses getrost veröffentlicht werden. Solange die Personen nicht erkennbar sind solle dies Grundsätzlich möglich sein.

Jedoch war das bei dem Kinderumzug nur teilweise der Fall, denn die Narren mit Masken kamen alle erst gegen Ende. Da ich aus Zeitgründen nur den Anfang mit ansehen konnte, habe ich leider die ganzen maskentragenden Narros und Hexen verpasst. An sich hatte ich ja auch schon viele Tolle Fotos gemacht, so dass ich relativ zufrieden früher gehen konnte – ich hatte dank meiner Naivität ja keine Ahnung, dass ich den Großteil dieser Bilder nicht verwenden könnte/würde.

Fasnacht & die Rechtslage bei Street Fotografie

Wie steht es also mit dem Gesetz?

Vorneweg möchte ich anmerken, dass ich diese Frage hier nicht fachkompetent beantworten kann, da ich keinerlei juristische Bildung habe. Sondern vielmehr berichte, wie sich meine Suche im Web gestaltete, und was ich dabei in Erfahrung bringen konnte.

Einige Quellen bei meiner Suche besagten, dass ein Umzug an der Fasnacht, frei von dem Recht am eigenen Bild sei. Andere wiederum, dass man trotzdem noch ein Einverständnis bräuchte. Das Einverständnis kann dann aber auch so aussehen, dass die betroffene Person dich und die Tatsache, dass du gerade ein Foto von ihm oder ihr machst, registriert hat und dann keinen Einwand dagegen erhebt.

Die Quellen sind mir in diesem Fall dann aber doch zu wage, als dass ich die Fotos unmaskierter Narren, ganz besonders Kinder, ohne eine Einverständniserklärung im Internet veröffentlichen möchte. Ich habe mir inzwischen schon stundenlang den Kopf über irgendwelchen juristischen und anderswie zusammengetragenen Texten zerrissen. Daher bin ich nun zu dem Schluss gekommen, vorsichtshalber lieber auf der sicheren Seite zu bleiben.

Fasnacht & die Rechtslage bei Street Fotografie

Mag sein, dass ich in diesem Fall etwas zu übervorsichtig bin, doch bevor ich mir nicht wirklich zu 100 Prozent sicher bin, dass ich damit keine Rechte der Umzugsteilnehmer oder zuschauender Passanten verletze, werde ich die Fotos nicht im Internet veröffentlichen, besonders da es sich hierbei um größtenteils Minderjährige handelt. Also muss es halt so gehen!

Fasnacht & die Rechtslage bei Street Fotografie

Ich möchte hier auch noch einmal anmerken, dass dieser Artikel nicht als verlässliche Quelle zu erachten ist, da ich die Umstände und Rechtslagen nur sehr grob zusammengefasst und in meiner Eigeninterpretation wiedergegeben habe.

Wenn du dich genauer informieren möchtest, kann ich die nachfolgenden Links empfehlen:

https://fokussiert.com/2017/03/01/recht-am-eigenen-bild-risiko-in-der-streetfotografie/

https://www.fotomagazin.de/praxis/fotorecht/fokus-fotorecht-neues-gesetz-fuer-strassenfotografen

Wikipedia Recht am eigenen Bild (Deutschland) (Übersicht: Recht am eigenen Bild)

§201a StGB (Erstellung von Bildern)

§22 KunstUrhG (Veröffentlichung von Bildern)

Gute Kamera heißt guter Fotograf | FOTOFREITAG
Blog, Fotografie

Tolle Fotos – Deine Kamera ist echt gut! | FOTOFREITAG

Vielen Dank! Oder vielmehr ich werde es ihr ausrichten. Inzwischen habe ich mit dem Zählen aufgehört, wie oft ich diesen Satz schon gehört habe. Es ist ja auch ganz einfach: umso besser die Kamera, desto besser der Fotograf! Oder warum haben denn sonst Profis immer diese Riesenkameras?! Ach ja, die Größe der Objektive spielt dabei natürlich auch eine wichtige Rolle!

Welche Kamera benutzt du denn?

Heutzutage macht wirklich jeder Fotos. Ob mit dem Smartphone, einer kleinen Kompaktkamera oder einer schicken Spiegelreflexkamera. Da schießen die Fotografen nur so aus dem Boden. Zu Weihnachten bekommt das kleine Mädchen oder der kleine Junge eine tolle Kamera geschenkt und Zack! Da haben wir wieder eine neue Fotografin, ein neuen Fotografen. Ja, dieses Beispiel trifft auch auf mich zu.

Zu Weihnachten vor so und so vielen Jahren schenkte mir mein Vater meine erste DSLR, eine Canon EOS 600d. Somit war die Fotografin erschaffen! Die Kamera auf Vollautomatik und dann immer schön den Auslöser gedrückt halten. Mehr braucht es ja schließlich nicht, um ein Foto zu machen. Dies kann dir auch jeder mit einem Smartphone aus eigener Erfahrung nur zu gut bestätigen. Das ganze muss mit einer Spiegelreflex also noch um einiges einfacher sein! 

Gute Kamera heißt guter Fotograf | FOTOFREITAG

Aufgenommen mit der Canon EOS 80D und bearbeitet in Photoshop

Allerdings war diese erste Spiegelreflex nicht meine erste Kamera. Ich bin nicht durch diese Kamera zur Fotografie gekommen. Sondern durch mein Interesse an der Fotografie und stundenlanges Üben zu einer solchen Kamera gekommen. Ich habe nicht mir nichts, dir nichts entschlossen, dass ich jetzt eine DSLR brauche und Profifotografin werden möchte. Im Gegenteil – und Fotografin bin ich noch immer nicht.

Meine aller erste Kamera war die alte, recht einfache analog Kamera meiner Großmutter, die ich mir als Erbstück herausgesucht hatte – die wollte sowieso keiner mehr. Damit habe ich, kleiner Erstklässler, mehr schlecht als recht dann drauf los fotografiert.

Irgendwann durfte ich dann die kleine Digitalkamera meines Vaters mitbenutzen und als er sich eine neue zulegte, durfte ich die alte ganz allein benutzen. So ging es dann noch eine Kamera weiter, bis ich schließlich meine aller erste wirklich eigene Digitalkamera, die vorher noch nicht gebraucht war, erhielt. Das war so ungefähr als ich 12 Jahre alt war.

Ein paar Jahre später ging dieses Spiel wieder von vorne los und ich begann dann immer mehr die Spiegereflex meines Vaters mit zu benutzen. Die erste, von Anfang an eigene, Spiegelreflex besitze ich allerdings gerade einmal seit einem Jahr.

Fotos machen kann jeder – Fotografieren will gelernt sein

Was ich hiermit jetzt sagen will, ist, dass ich nicht einfach von heute auf morgen eine super Kamera geschenkt bekommen habe und jetzt auf einmal nur noch tolle Bilder damit mache – weil es damit ja gar nicht anders geht. Ich habe seit ich sechs Jahre alt bin ständig irgendeine Kamera in der Hand gehabt. Mal mehr mal weniger Oft. Und irgendwann hat sich mein Interesse in die Fotografie gefestigt und ich habe angefangen, darüber nachzudenken, wie ich das jeweilige Foto aufnehmen könnte. Und ich habe mich vom Automatikmodus stetig immer mehr entfernt.

Fotografie ist mehr als nur ein Knopf betätigen und die Kamera zu halten. Ein Foto, ein Schnappschuss ist allerdings mehr oder weniger genau das. Du machst dir keine großen Gedanken über die Einstellung oder gar die Komposition. Du lässt die Kamera ein Foto für dich machen.

Gute Kamera heißt guter Fotograf | FOTOFREITAG

Aufgenommen mit dem Smartphone im Globetrotter in Stuttgart

Sobald du dich aber aus deiner Komfortzone begibst und dich in die Untiefen deiner Kamera versuchst hineinzuversetzen, ist eben dieses Auslösen der kleinste Teil am Fotografieren. Es ist nicht die Kamera die das Foto macht sondern du selbst!

Kein Pinsel hat jemals ein Gemälde allein gemalt. Es war immer der Künstler – der sicher noch nie ein Kompliment zu seiner einzigartigen Pinsel-Wahl erhalten hat. Auch hat noch nie ein Ziegelstein eine Mauer selbst gebaut oder ein Herd ein Festtagesessen gekocht. Würdest du zu einem Koch im Restaurant sagen, das essen sei so lecker gewesen und dass er sicher einen ausgezeichneten Herd haben müsse und noch bessere Töpfe?

Siehst du auch, wie absurd diese Aussage, „Deine Kamera ist wirklich gut!“, tatsächlich ist? Klar, spielt die Qualität der Kamera auch eine Rolle bei der Qualität des Bildes. Aber bei Qualität spreche ich hier bei nur von der möglichen Schärfe eines Fotos. Das Bild kann noch so scharf sein, doch ist z.B. der Kopf einer Person im Portrait abgeschnitten, so macht die Schärfe dieses Bild dann auch nicht besser. Oder würdest du auch nur für die gute Bildqualität zahlen? Alles Andere ist dann nur Nebensache…

Der Herd kann noch so toll sein und die Küche Top ausgestattet, wenn der Koch oder die Köchin aber keine Ahnung hat brennt die Suppe am Ende doch wieder in den Topf.

Warum also wird das bei der Fotografie anders gesehen? Weil jeder Zugang zu einer super Kamera hat? Aber es hat doch auch jeder einen Herd und Töpfe zuhause – warum ist dann nicht jeder ein Profikoch?

Kleine Anmerkung zum Schluss: Ich selbst bin kein Profi und verdiene auch kein Geld mit meinen Fotos. Ich Schreibe hier aus eigener Erfahrung, jedoch weiß ich auch von Gesprächen mit verschiedenen Fotografen, dass auch oder gerade professionelle Fotografen diese Aussage viel zu oft zu hören bekommen.

Blind Date Photoshoot | FOTOFREITAG
Fotografie

Blind Date Photoshoot | FOTOFREITAG

Genau heute vor einem Jahr hatte ich mein bisher erstes „Blind Date Photoshoot“ mit der lieben Nao, die zu dem Zeitpunkt ebenfalls als Au Pair in London lebte.

Damals hatte ich auf Facebook in verschiedenen Au Pair Gruppen nach Freiwilligen für verschiedene Shootings gesucht. Es gingen unzählige Nachrichten in meinem Messenger ein und die Kommentare schienen kein Ende zu nehmen. Ich hatte vorher ja keine Ahnung, wie das tatsächlich ablaufen würde. Ich begann immer mehr auszusortieren und entschied mich schließlich dafür, mich für das erste Blind Date Photoshoot mit Nao zu treffen. Aber mehr dazu kannst du gerne hier nachlesen.

Blind Date Photoshoot | FOTOFREITAG

Jetzt ein Jahr später und da ich sowieso angefangen hatte die ganzen Fotos aus England durchzugehen, dachte ich wäre es doch nur passend euch jetzt noch ein paar mehr von diesem Blind Date Shooting zu zeigen. Es ist auch das ein oder andere Foto dabei, das ich bereits im letzten Jahr schon veröffentlicht hatte. 

Da sich inzwischen aber auch meine Bearbeitungsweisen geändert haben, habe ich diese einfach wieder mit rein genommen. Was auch in Bezug auf die Veränderung, die mein Stil (doch noch relativ häufig) durchläuft, ganz interessant ist.

Direkt nach unserem ersten Treffen kam es mir so vor, als würden wir uns schon viel länger kennen. Im ganzen haben wir uns jedoch nur etwa drei oder vier Stunden gesehen. Dennoch würde ich Nao inzwischen als eine gute Freundin von mir bezeichnen und hoffe, dass sich unsere Wege eher früher als später wieder ein Mal kreuzen werden!

Blind Date Photoshoot | FOTOFREITAG

Blind Date Photoshoot | FOTOFREITAG

Blind Date Photoshoot | FOTOFREITAG

Blind Date Photoshoot | FOTOFREITAG

Blind Date Photoshoot | FOTOFREITAG

Blind Date Photoshoot | FOTOFREITAG

Blind Date Photoshoot | FOTOFREITAG

Weihnachten 2017
Allgemein, Fotografie

Fröhliche Weihnachten und wundervolle Festtage!

Frohe Weihnachten und an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle fleißigen Lichtfarbenspiel-Leser! – genießt die Festtage und die Zeit mit Familie und Freunden.

Frohe Weihnachten! Merry Christmas! Happy Holidays!

Weihnachten 2017

Weihnachten 2017

Weihnachten 2017

Weihnachten 2017

Whydah of Bristol
Blog, Reisen

Whydah of Bristol – eine Woche segeln

Als Kind war ich einfach fasziniert von spannenden Abenteuergeschichten. Daher war ich auch schon immer sehr beeindruckt von Geschichten mit Piraten. Ja ich spielte auch des öfteren „Piraten“ mit meiner kleinen Schwester – die waren aber auch einfach cool! Damals wäre mir nie und nimmer in den Sinn gekommen, dass ich eines Tages tatsächlich selbst auf einem Segelschiff stehen würde. Mitte September durfte ich an einem Überführungstörn der Whydah of Bristol teilnehmen.

Whydah of Bristol - im Hafen von Greena, D'nemark

Leinen los und fertig machen zum Anlegen

Mit einer Crew von insgesamt 10 Leuten, von denen mindestens Drei noch nie selbst gesegelt sind, sollten wir die Whydah von Göteborg in Schweden zu ihrem Heimathafen, Heiligenhafen in Deutschland, überführen. Dafür hatten wir genau eine Woche zeit und jede Menge angestauter Vorfreude, endlich die Leinen los zu machen, die Segel zu setzen und gen Süden zu fahren!

Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände verzögerte sich das Ablegen allerdings schon am ersten Tag. So konnten wir erst am folgenden Tag aus Göteborg auslaufen. An den Schären vorbei und Richtung offenes Meer stießen wir allerdings schon auf das zweite Hindernis. Der Wind war leider nicht ideal, was aber bekannt und an sich kein allzu großes Problem bereitet hätte. Denn die Welle, aus südlicher Richtung, war einfach viel zu stark, so dass wir, selbst mit Motor, nicht dagegen ankamen.

Also ging es zurück nach Schweden. Wir legten im Hafen von Donsö an. Dort durften wir, dank eines Sturmes, erst einmal 3 Nächte verbringen, bevor wir dann unseren zweiten Versuch starten würden. Die Hafentage waren an sich natürlich auch unglaublich schön! Wir erkundeten gemeinsam die Insel, machten uns auf die Suche nach frischen Pilzen und wurden, dank unseren beiden Starköchen, wie im Fünf Sterne Restaurant verköstigt. Alles in Allem waren diese Tage schon eine unglaublich tolle Erfahrung für sich!

Auf ein Neues!

 

Aber wir wollten ja eigentlich segeln und uns auf dem offenen Meer vergnügen – anstatt in all möglichen schwedischen Häfen. Also versuchten wir am 4. Tag erneut unser Glück. Der Sturm war inzwischen weiter gezogen, allerdings hatte er eine Welle zurück gelassen von gefühlt 3 Metern, der Erzählung halber 4!

Mit Starkregen und schön schaukelig ging´s also auf in den Süden – naja, vielleicht war es auch eher so Richtung Westen oder Nordwesten… Mit dem Großsegel im ersten Reff und einem Vorsegel versuchten wir unser Bestes. Doch nach etwa 4 Stunden, und mit Aussicht auf eine noch schlimmere Nacht, als der erste schon über der Reling hing, war dann die Entscheidung gefällt, wir würden umkehren und in den nächsten Hafen einlaufen. An dem Punkt hätte ich auch noch die ganze Nacht durchfahren können, so motiviert war ich. Ich hatte ja sowas von keine Ahnung gehabt!

Einmal 24 Stunden Segeln – mit Allem, bitte!

 

Dieses Mal, legten wir auf Styrsö an. Eine wunderschöne, typisch schwedische Schäreninsel westlich von Donsö. Doch lange sollten wir hier nicht bleiben. Am Fünften Tag hieß es dann, früh morgens endgültig „Leinen los“! In der Morgendämmerung legten wir ab und fanden eine Traumhaft ruhige See vor uns. Auch der Wind war endlich mehr oder weniger Ideal. Beinahe so, als wäre die Tage vorher nichts gewesen… So fuhren wir bester Laune und mit Vollzeug Richtung Dänemark und rein ins  Kattegat – eine Art Bermuda Dreieck der Ostsee.

Stille Wasser sind tief – oder der Schein trügt; nicht alles ist Gold, was glänzt…

Den ganzen Tag über hatten wir unglaublich tolles Wetter, eine ruhige See und eine wunderschön entspannte Zeit an Deck. Abends durften wir dann einen umso schöneren Sonnenuntergang bewundern, um dann in der Nacht dem nicht vorhergesagten Sturm ausgeliefert zu werden. Nach dem Abendessen trat dann auch der Wachplan in kraft. Die Crew wurde in Dreier-Grüppchen aufgeteilt, so dass jeder abwechselnd Ruderwache, Backschaft und Freiwache hatte. Und so auch jeder immer mal wieder die Möglichkeit zu Schlafen hatte.

 

Whydah of Bristol - Sonnenuntergang auf der Ostsee

In der Nacht wurde der Seegang dann wieder deutlich rauer, was das schlafe

 

n doch etwas erschwerte. Bei jeder Welle wäre ich beinahe aus dem Bett gefallen… Um Mitternacht hatte ich dann mit meiner Gruppe Ruderwache. Und somit begann für mich eine der aufregendsten Nächte überhaupt.

Unter einem atemberaubenden Sternenhimmel fuhren wir so dahin. Der Wind nahm langsam zu, doch in den zwei Stunden meiner Schicht war sonst nichts weiter Aufregendes – bis auf die Tatsache, dass ich mitten in der Nacht, irgendwo vor der dänischen Küste am Steuer eines zweimastigen Segelschiffes stand. Also alles wie immer!

Nach meiner Schicht beschloss ich noch ein Weilchen oben an Deck zu bleiben, ich war ja sowieso schon wach und da der Seegang noch einmal stärker wurde, war mir dann doch nicht ganz so wohl unter Deck zu gehen. Und dann ging´s auch schon los. Der Bug tauchte bei jeder Welle schon so tief ein, dass man, wenn man ganz vorne Stand, bis mindestens auf Bauchhöhe nass wurde. Zuerst musste das Schonersegel eingeholt werden und kurze Zeit später hieß es dann sowieso „alle Mann an Deck“. Das Großsegel musste ebenfalls runter, der Wind war inzwischen einfach zu stark! Wobei mir die Schräglage der Whydah wirklich sehr gefiel… 

Diese beiden Aktionen waren tatsächlich ziemlich action reich und so auch nicht ganz ohne – im Dunkeln und bei Wellen von Mindestens 5 Meter (für die Erzählung)! Zu meinem Glück hatte ich daran aber einen Heidenspaß – wahrscheinlich etwas zu viel für eine solche Situation… 

Morgenstund hat Gold im Mund

Früh Morgens lag dann wieder eine See vor uns, als hätte es die letzte Nacht nie gegeben. Pünktlich zum Sonnenaufgang vom siebten Tag erreichten wir dann den Hafen von Greena in Dänemark.  Und genau 24 Stunden später legten wir neben der Mytilus, einem historischen Segelschiff für Pfadfindergruppen, an. Wir alle waren heilfroh nach dieser Nacht endlich anlegen zu können!

 

Die Ankunft am Ziel ist umso schöner, je mehr Stürme du erlebt hast

So endete unsere Schiffsreise auf knapp halber Strecke (wohl eher einem Drittel der eigentlichen Reise) in Dänemark. Am 8. Tag war dann noch die Schiffsübergabe an die nachfolgende Gruppe, die nun ihr Glück versuchen konnte, die Whydah sicher in ihren Heimathafen zu bringen. 

 

Auf (hoffentlich) Wiedersehen, Whydah!

Für uns alle hieß es nun, zurück nach Deutschland und zurück in den Alltag. Ganz plötzlich wird man wieder in die Realität zurück gerissen! Jedoch bereichert mit unglaublich schönen und einzigartigen Erinnerungen. Einfach unvergesslich… 

Nachhausekommen
Au Pair, Reisen

Vom Nachhausekommen – Vorstellung vs. Realität

Bekanntermaßen sind Vorstellung und Realität häufig doch auch sehr unterschiedlich. Man malt sich ein gewünschtes, vielleicht aber auch ein gefürchtetes, Szenario aus und klammert sich so nach und nach immer fester daran. Bis einem dann die Realität mit voller Wucht ins Gesicht klatscht. Wie sieht es also beim Nachhausekommen nach einem Jahr Abwesenheit aus?

Der Vorstellungskraft sind keine Grenzen gesetzt!

Als mein Jahr als Au Pair anfing sich dem Ende zu nähern, habe ich natürlicherweise immer mehr darüber nachgedacht und mir ausgemalt, wie es wohl sein würde, wieder zuhause im idyllischen Schwarzwald zu wohnen. Automatisch habe ich einfach wieder da angeknüpft, wo ich ein Jahr zuvor aufgehört hatte. Woran sonst hätte ich mich auch orientieren sollen? Die ganzen Monate, die ich in London verbrachte, habe ich nichts vom Leben zuhause in Deutschland mitbekommen.

Ganz so extrem war es natürlich nicht! Im Gegenteil, ich bin zwischendurch hin und wieder für einige Tage nachhause gereist – Weihnachten zum Beispiel. Aber letztendlich bekommst du so auch nur einem Bruchteil von dem, dir eigentlich so vertrauten Leben mit. Und alles scheint zu sein, wie eh und je…

Das Ende immer näher rückend, habe ich also angefangen Pläne aufzustellen, was ich so alles tun und lassen würde, sobald ich wieder Zuhause bin. Die Vorfreude stieg von Tag zu Tag und begrub so langsam jegliche Gedanken daran, wie sehr ich London vermissen würde.

Fantasiereich und kreativ wie ich bin, habe ich mir riesige Szenarien erschaffen, was ich alles mit meinen Pferden und dem Hund unternehmen möchte. Wie ich Fototechnisch mich täglich neu ausprobieren und diesen Blog mit neuen Fotos und Beiträgen überhäufen würde.

Alles ganz nach dem Motto: die Fantasie kennt keine Grenzen!

Nachhausekommen

Nachhause kommen sieht in der Realität nicht anders aus – oder etwa doch?

Homecoming sucks!

Über das Nachhausekommen nach einem längeren Auslandsaufenthalt wird irgendwie nie so wirklich geredet. Keiner sagt dir, wie das alles wirklich läuft und wie es sich schlussendlich anfühlen wird, wieder zurück zu sein. Das scheint irgendwie das Mindeste an dem Ganzen Abenteuer zu sein. Doch so minimal ist das Alles dann doch nicht für mich! Und wer weiß, vielleicht ergeht es dir ja Ähnlich.

Ausgenommen, dein Aufenthalt im Ausland war so richtig zum Kotzen, dann wirst du am Ende mit ziemlich gemischten Gefühlen und all deinem Gepäck zu Füßen vor deiner Haustür stehen. Dabei wirst du denken „Nachhausekommen ist irgendwie echt scheiße!“. Und vor Allem, warum sagt einem das denn keiner vorher?!

Nachhausekommen

Zuhause einleben

Mit großer Wahrscheinlichkeit hast du vor deiner Abreise nach Timbuktu mit einem bestimmten Lebensabschnitt abgeschlossen und bevor es mit dem Nächsten weiter gehen sollte hast du eine kurze Pause eingelegt, um etwas Neues zu sehen. Jetzt ist die Pause vorbei und du wirst so richtig ins kalte Wasser geworfen! Auch wenn du schon sicher weißt, wie es weiter gehen wird. Es wird sehr viel neu für dich sein – in einer eigentlich so altvertrauten Umgebung.

Nach einem Jahr in einem anderen Land, in einer anderen Kultur, musst du dich erst einmal wieder zuhause einleben. Du musst dich wieder an die Kultur und die Gesellschaft deines Heimatlandes anpassen. Glaub mir, das ist leichter gesagt, als getan.

Ja, das ist durchaus leicht unvorstellbar, aber so wird es dir tatsächlich ergehen. Das Leben zuhause ging weiter – ohne dich – und du selbst hast dich verändert. Du hast Gewohnheiten aus einer anderen Kultur angenommen und dein Leben daran angepasst. Das wird jetzt alles erst einmal schön auf den Kopf gestellt. Viel Spaß!

Der nachfolgende Verfolgungswahn

Neben dem ganzen neu Eingewöhnen, wird es auch ständig irgendetwas geben, was dich an deine Zeit im Ausland erinnern wird – sei es online oder draußen im real-life. Nein, das ist sogar noch untertrieben. Du wirst nicht nur daran erinnert, sondern wortwörtlich von dieser Zeit heimgesucht werden!

Und so wirst du dir, mehr als tausendmal, diese unglaubliche Zeit zurück wünschen und dir vorstellen, wie es wohl sein würde, wärst du noch immer dort. Ganz egal, wie froh du darüber bist endlich wieder Zuhause und bei deiner eigenen Familie zu sein.

Wie erging es dir denn mit dem Nachhausekommen nach deinem Auslandsaufenthalt?

Au Pair - Ein Jahr danach | 365 Tage
Au Pair, Reisen

Au Pair – Ein Jahr danach | 365 Tage

Vor 365 Tagen fuhren mich meine Eltern früh morgens in unsere kleine Landeshauptstadt Stuttgart und hin zum Flughafen. Dort wartete bereits ein, nicht allzu großes, Flugzeug, welches mich nach London bringen würde. Und eben dort angekommen, stand ich dem großen Unbekannten und zugleich doch so Vertrautem mit meinen beiden Koffern direkt gegenüber. Denn es war nicht das erste Mal, dass ich nach London reiste. Von Großbritannien ganz zu schweigen. Auch die Sprache war nichts neues für mich – ich würde doch behaupten, dass die englische Sprache mir bereits zu diesem Zeitpunkt sehr fließend von den Lippen kam. Auch war mir die Familie bereits schon gut bekannt, zumindest zur Hälfte.

Ich bin schon Jahre zuvor immer und immer wieder auf die grüne Insel gereist und London habe ich auch schon drei Mal vorher besucht. Davon habe ich auch die beiden letzten Male bei meiner Au Pair-Gastfamilie gewohnt. Also alles doch ziemlich entspannt..!

Was genau ist dann eigentlich das Unbekannte?

Richtig, bisher ist mir das Alles tatsächlich mehr als bekannt! Die entscheidenden Faktoren eines Auslandsaufenthaltes dieser Größe waren mir bereits alle vertraut. Umgebung, Land und Sprache, und ganz wichtig, die Familie. Aber diese auch nur in Teilen.

Als ich das letzte Mal nach London reiste, das war letztes Jahr etwa zweieinhalb Jahre her, wohnte ich bei der Cousine meiner Mutter. Eine mitten in London lebende, Karrierebewusste Frau, aber ohne Kind. Denn dieses sollte erst einige Monate später bei ihr einziehen. Und dieses Kind lernte ich daher auch erst vor 365 Tagen kennen! Der kleine Junge wurde Adoptiert.

Das ist also ein Teil des großen unbekannten. Ein weiterer Teil war ohne Zweifel die riesige Stadt an sich – auch wenn ich sie bereits kannte. Es ist doch noch ein gewaltiger Unterschied, ob du in eine Stadt reist, um dort nur Urlaub zu machen, oder um dort richtig zu Wohnen. Im Urlaub lernst du diese Stadt nur oberflächlich kennen, du bekommst nur einen Bruchteil von deren wahren Charakter mit. Wenn du aber in eine solche Stadt ziehst und weißt, dass du von nun an dort leben wirst, wirst du sie ganz neu kennen lernen – egal wie gut du glaubtest sie zu kennen.

Au Pair -  Ein Jahr danach | 365 Tage

Dann wäre da noch die Sache mit dem Au Pair…

Davon hatte ich ja so ziemlich gar keinen Plan. Ja, ich wusste, ich werde auf ein Kind aufpassen und dafür verantwortlich sein, dass es von A nach B und wenn nötig auch bis Z gelangt. Ich wusste, dass ich verantwortlich für dieses Kind sein werde. Davon hatte ich eine relativ gute Vorstellung, wie ich meinte. Mit Drei kleineren Geschwistern, kommt es mehr als einmal vor, dass du auf sie aufpassen und mal hier und da Verantwortung übernehmen musst. Auch habe ich vorher schon in einer „fremden“ Familie regelmäßig babygesittet. Ich war also bestebs darauf vorbereitet.

Allerdings ist Au Pair sein ist da doch nochmal ein kleines-großes Stück anders!

Ein Jahr rasant Achterbahn fahren und plötzlich Vollbremsung

Ein Jahr als Au Pair zu arbeiten gleicht nicht einmal der rasantesten Achterbahn, die du dir Vorstellen kannst. Es ist noch viel verrückter! Es geht rauf und runter und du fährst Blind. Du hast nicht den leisesten Schimmer davon, wie die Bahn verläuft, wo das Ende ist und wie schnell du darauf zusteuerst. Nicht den geringsten!

Im einen Moment hast du noch 10 Monate vor dir und im nächsten bist du schon am Kofferpacken und in zwei Wochen wieder zuhause. So war es zumindest für mich im letzten Jahr. Es ist so unglaublich viel passiert. Ich habe so unendlich viel neues gelernt, Menschen getroffen und neue Freunde von überall auf der Welt gefunden. Dieses Jahr hat mir so unglaublich viel zurückgegeben, wofür ich einfach nur schrecklich dankbar bin!

Und trotz der wilden Fahrt und den teils doch größeren Tiefen (dafür waren aber die Höhen umso gigantischer) würde ich niemals auch nur daran denken, dass so ein „gap year“ irgend eine Art von Zeitverschwendung wäre.

Ich würde es definitiv genauso wieder machen und kann es nur jedem Empfehlen, ein Pause einzulegen, die Welt bereisen und im Großstadtdschungel, oder auf einer Insel mitten im Pazifik, sich selbst besser kennen zu lernen und vielleicht sogar sich selbst dort zu finden!

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Adele oder Justin Bieber ? Ein perfekter letzter Abend

Wir waren eigentlich eine der vielen wenigen, die es tatsächlich geschafft hatten Karten zu einem der Adele Konzerte im Wembley Stadium zu ergattern. Wir hatten zwar die wahrscheinlich schlechtesten Plätze überhaupt – gaanz oben, direkt unterm Dach, aber was soll´s? Wir haben Karten für das letzte Adele Konzert im Wembley Stadium! Für das letzte Konzert der Tour! Wahrscheinlich das überhaupt letzte Konzert von Adele! Continue Reading

6 Dinge, die du als Au Pair wissen solltest
Au Pair

Was du als Au Pair wissen solltest Pt. II

Nach meinem Post über 10 Dinge, die du als Au Pair wissen solltest sind mir noch einige Punkte mehr eingefallen, die ich gerne noch mit dir teilen würde. Zudem konnte ich, nach langem Recherchieren und durchstöbern von Google, keine weiteren Posts in der Art und zu diesem Thema finden. Da ich selbst einige dieser Punkte gerne vor meinem Jahr als Au Pair gewusst hätte, habe ich mich kurzerhand dazu entschlossen, einfach noch einen Part Two zu machen.

6 weitere Dinge, die du als Au Pair wissen solltest

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Color Obstacle Rush & Summertime Ball
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Wie Du auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzt (Summertime Ball Edition)

Ich dachte immer das mit den zwei Hochzeiten und dem gleichzeitig Tanzen sei wirklich und absolut unmöglich. Du kannst nicht auf zwei Mega-Parties gleichzeitig anwesend sein – oder vielleicht etwa doch? WATCH ME! Wir haben es kurzerhand gemacht. Letzten Samstag haben wir nicht nur an einem 5km Lauf teilgenommen, sondern sind auch (beinahe gleichzeitig) auf den Summertime Ball gegangen. Continue Reading

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