Plastik, ist das Kunst oder kann das weg? | FOTOFREITAG
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Plastik, ist das Kunst oder kann das weg? | FOTOFREITAG

Inspiriert von der neuen Ausgabe der National Geographic „PLANET OR PLASTIC?“ und all dem (Plastik) Müll, den ich heute Morgen auf dem Weg zur Hochschule an der Straße sehen musste, gibt es heute mal eine etwas andere Art von Fotofreitag. Eine kleine spontane Fotoserie dem ganzen Müll gewidmet, der sich scheinbar unaufhaltsam in unserer Natur ausbreitet. Ist das Kunst oder kann das weg? (Achtung! Ernstgemeinte Frage.)

Wie ich mit Plastik umgehe und was auch du tun kannst, um unsere Erde ein wenig sauberer zu hinterlassen.

Plastik, ist das Kunst oder kann das weg? | FOTOFREITAG

Ein Leben ohne Plastik?

Der erste Gegenstand zu deiner Rechten, was ist es? Aus was ist er gemacht? Wenn ich mich hier gerade so umsehe, dann lautet die Antwort zu der Frage viel zu oft: PLASTIK! Egal ob Rechts oder Links von mir, oben oder unten, hinten oder… ich glaube, du kennst das Spiel… Ich bin mir ziemlich sicher, das wird auch Deine Antwort sein. Wenn nicht, achte einmal darauf, mit welchem Gerät du das hier gerade liest. Dieser Text kann dir nur mit Hilfe von Plastik angezeigt werden. Das beginnt bereits bei meiner Tastatur, mit der ich gerade schreibe. Mit Pergament, Feder und Tinte kann ich online nur wenig anfangen.

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Wie soll es also möglich sein, auf Plastik zu verzichten? Meiner Meinung nach ist es nicht möglich. Nicht bei den Standards unserer heutigen Gesellschaft. Allein meine Kamera besteht gefühlt nur aus Plastik. Ganz schön demotivierend, was?

Dennoch kannst auch du etwas tun!

Das Ganze heißt nicht, dass du dich jetzt wieder bequem vor deinen (Plastik) Fernseher, auf deinem (Plastik) Sofa, in deine (Plastik) Decke einmummeln solltest und dich bemitleiden, dass du es ja versucht hättest aber schon beim Gedanken daran gescheitert bist. Nein, im Gegenteil! Es sollte dich stattdessen motivieren weiter zu machen, über den Gedanken hinaus. Kannst du dir vorstellen, das unmögliche zu schaffen?

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Ich werde dir hier keinen Vortrag halten, was du tun sollst und wie du ein besserer Mensch werden kannst. Denn dazu bin ich selbst sicher auch nicht in der Lage! Wer ist das schon? Aber ich möchte dir erzählen, wie ich versuche meinen Anteil dazu beizutragen.

Leitungswasser statt Flaschen schleppen…

Seit meinem Jahr in London trinke ich nur noch Leitungswasser. Ich war sowieso nie ein großer Fan von Säften oder Softdrinks aller Art. Doch ohne meinen Sprudel, wie wir hier im Süden sagen, dachte ich, könnte ich nicht überleben.

Falsch gedacht! Ich kann sogar sehr gut ohne die ganze Kohlensäure leben. Ich habe einfach immer eine wieder auffüllbare Flasche dabei und Leitungswasser gibt es sowieso überall – und das sogar umsonst!

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Ja, auch in Deutschland hast du in jedem Café oder Restaurant etc. das Recht gratis Leitungswasser zu bekommen. Auch ohne, dass du dort etwas konsumieren musst. Sehen die Betreiber natürlich nicht immer sehr gern und die angestellten wissen leider manchmal nichts davon, was aber mit etwas Überzeugung mir persönlich noch nie Probleme bereitet hat.

So kannst du dir unnötiges Plastik und das lästige Flaschenschleppen sparen. Dazu natürlich auch noch etwas Geld… Da blüht das Schwabenherz!

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Plastik direkt beim Kauf vermeiden

Wo es geht, versuche ich bereits beim Einkaufen auf unnötiges Plastik zu verzichten. Plastiktüten meiden oder direkt wiederverwendbare mitbringen. Das meiste lose Gemüse kann ich auch ohne Tüte mit Nachhause nehmen. Ob es die letzten Kilometer der Reise nun verpackt wird, oder nicht, macht doch auch keinen Unterschied mehr. Waschen muss ich es sowieso und wie glaubst du, hat das Gemüse den Supermarkt erreicht? Schön sauber verpackt ganz sicher nicht.

Und sollte es doch aus irgendeinem Grund nicht ohne gehen, dann packe ich einfach alles Gemüse, was ich kaufen möchte in eine Tüte. So freut sich dann halt der/die Kassierer/in, aber keine Angst, sie können dies durchaus überleben.

Ansonsten einfach auf dem Wochenmarkt kaufen, dort hat niemand ein Problem damit, wenn du die Lebensmittel nicht in Plastiktüten verpackst.

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Und die einfachste Lösung überhaupt: (könnte wirklich jeder schaffen!)

Recycling: ab in den Müll damit!

Gib Mülleimern und der Müllabfuhr einen Sinn und entsorge deine Verpackungen etc. einfach in der nächsten Tonne! Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wie dies manchen Menschen so schrecklich schwer fallen kann…

Besonders jene Autofahrer, die ihren Müll einfach zum Fenster raus werfen, sind mir unbegreiflich. Ist es denn so schwer die Überreste deines McMenüs bis nachhause oder zum nächsten Mülleimer im Auto zu lassen?!

Die Fotos entstanden übrigens auf einem Straßenabschnitt von etwa 750 Meter durch den Wald. Die Straße ist recht wenig befahren und Fußgänger hat es kaum. Und das war meine magere Ausbeute. Dabei habe ich sicherlich nochmal so viel bei all dem hohen Gras übersehen…

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Wenn ein jeder einfach seinen oder ihren Müll selbst im Mülleimer entsorgt wäre dem Ganzen doch schon sehr geholfen. Und ja, ich weiß, dass es unzählige Länder auf diesem tollen Planeten gibt, die weitaus schlimmer in Sachen Müllentsorgung und Plastik Verschmutzung sind, als unser anständiges Deutschland. Aber was bringt es immer nur mit dem Finger auf andere zu zeigen?

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1 Comment

  • Reply Miss Bluejay 10. Juni 2018 at 9:32

    Hallo!
    Ich habe deinen Blog gerade erst entdeckt und muss dir natürlich erstmal ein Kompliment für deine tollen Fotos aussprechen! Die werde ich mir auf jeden Fall nochmal in Ruhe ansehen!
    Den Artikel finde ich wirklich toll geschrieben. Sympathisch und zum Nachdenken anregend, ohne bevormundend zu sein! Klasse! Danke dafür, dass du auf ein Thema aufmerksam machst, das man nicht häufig genug ansprechen kann.

    Liebe Grüße, Miss Bluejay

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