Inspiriert von Brandon Woelfel | FOTOFREITAG
Fotografie

Inspiriert von Brandon Woelfel | FOTOFREITAG

Es ist mal wieder an der Zeit für einen neuen inspiriert von… Fotofreitag. Dieses Mal lies ich mich vom einzigartigen Brandon Woelfel inspirieren. Wenn du ihn nicht kennst… WO warst du die ganze Zeit?? Sicherlich nicht in den sozialen Netzwerken unterwegs. Gerade Instagram ist mit seinen Fotos, und den anderer Fotografen und Hobbyfotografen, die im gleichen Stil fotografieren, regelrecht überfüllt. Ja inzwischen geht auch mir der riesen Hype um seinen Stil doch eher auf die Nerven. Dennoch wollte und musste ich das Ganze auch mal selbst ausprobieren.

Thought I had it right, but I'm still lost in the light☕️✨

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Der Stil basiert auf Neon-Lichtquellen, wie von Reklametafeln, und Aufnahmen in der Dämmerung. Hier bei uns auf dem Land sind solche Lichtquellen leider nicht so weit verbreitet und man muss teilweise doch schon sehr lange suchen. Außer natürlich, man gibt sich mit den altbekannten „Geöffnet“-Tafeln der Dönerbuden zufrieden. Davon gibt es hier reichlich!

Was macht diesen Stil so besonders?

In den Aufnahmen von Brandon Woelfel dominieren Blau- und Lila/Violetttöne sehr stark. Sehr gerne arbeitet er auch mit Lichterketten und Brillen, in welchen das Licht schön reflektiert wird. Mit Lichterketten habe ich schon des Öfteren herumprobiert, also entschied ich mich dafür, schlicht und einfach Lichtquellen im urbanen Raum zu nutzen und keine weiteren Requisiten oder der Gleichen zu verwenden. Alles schön simpel, schließlich hatte ich das zuvor noch nie probiert und wollte mich erst einmal langsam herantasten.

Let`s do this!

Welcher (für mich erreichbare) Ort auf dieser Welt wäre hierzu besser geeignet, als das gute alte Soho in London? Auf meinem kleinen London-Trip Anfang März, habe ich mich dann das erste Mal an diese Art der Fotografie herangewagt.

Es ist am Anfang wirklich sehr seltsam, denn die Fotos müssen stark unterbelichtet aufgenommen werden, dass die hellen Lichter der Stadt nicht überbelichtet werden und somit ausbrennen. Im Nachhinein können dann die dunklen Bereiche, in der Bearbeitungssoftware, wieder angepasst werden.

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Das geeignetere Aufnahmeformat ist hier daher eindeutig das RAW-Format. Dumm nur, dass meine Software zu alt ist und somit die RAW-Dateien meiner Kamera nicht lesen kann. Macht aber nix! Ich probiere es einfach mit JPEG. So muss ich dann halt mit einem deutlichen Qualitätsverlust beim Nachbearbeiten zurechtkommen, aber besser als gar nicht. In solchen Momenten fotografiere ich tatsächlich aber einfach in beiden Formaten, so habe ich zur Sicherheit immer auch noch die vollständige RAW-Datei. Aber Achtung! Das zieht eine Menge Speicherplatz…

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Also alles in JPEG aufgenommen und versucht das Beste daraus zu machen. Insgesamt bin ich eigentlich nur mit zwei, von etwa 150, Aufnahmen wirklich zufrieden. Keine allzu große Ausbeute. Meine Erwartungen hatte ich allerdings auch nicht zu hoch angesetzt. Daher war ich sogar sehr positiv überrascht, als ich diese beiden Fotos entdeckte. Die, wie ich finde, durchaus recht gut gelungen sind. Auch scheint die Qualität nicht allzu sehr gelitten zu haben. Außerdem kommt es natürlich auch nicht immer nur auf die Qualität an – Motiv, Komposition und Bildaussage sind ebenso, wenn nicht noch wichtiger.

Klar komme ich noch nicht annähernd an die Fotos von Brandon Woelfel heran, doch für den ersten Versuch bin ich im Ganzen also recht zufrieden. Allerdings hat es durchaus noch sehr viel Raum für Verbesserung – was mich sogar eher freut. Die Frage ist nur, ob ich in nächster Zeit wieder einmal dazu kommen werde, ein Shooting in dem Stil zu organisieren…

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1 Comment

  • Reply FMR 15. Juni 2018 at 19:18

    Der Aufwand hat sich gelohnt. Schöne Stimmung in den Bildern.
    Grundsätzlich würde ich aber eine frische RAW-Bildbearbeitungssoftware kaufen. Falls Du mit Sony fotografieren solltest, gibt’s eine gute Gratisversion von Capture One.
    LG Franz

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