Au Pair, Blog

Ein etwas anderer Friseur-Besuch

Ich bin ja generell eher ein Fan von kurzen Haaren. Wenn ich lange Harre hab, laufe ich sowieso meistens nur mit Pferdeschwanz durch die Gegend.

Vor etwas mehr als einem Jahr hab ich mir zum letzten Mal die Haare schneiden lassen – ein Pixiecut. Ich habe sie seither wachsen lassen, zwischendrin auch mal gefärbt, weil mir die Länge mal nicht gefiel, ich mir aber vorgenommen hatte sie wachsen zu lassen. Jetzt hier in London hatten sie dann eigentlich eine Länge, mit der ich ganz gut klar kam. Trotzdem hatte ich schon überlegt, sie mir dieses Jahr noch schneiden zu lassen, aber weiters nicht darüber nachgedacht.

Die Vorgeschichte

Dass es dann aber nun doch dazu kam, früher als ich erwartet hatte, ist eine leicht verrückte Geschichte…

Ich war zusammen mit ein paar Freundinnen auf einem Pub Crawl für Aupairs (das ganze war aber mehr ein Bar/Club Crawl und nicht wirklich mein Geschmack) und in einer der Bars kam eine Frau zu uns und hat zwei meiner Freundinnen gefragt, ob sie sich die Haare schneiden lassen würden. Ein Freund von ihr wäre auf der Suche nach Models, für eine Präsentation verschiedener Haarschnitte vor dem Chef des Salons, in dem er arbeiten möchte – würde daher auch nichts kosten. Also eine Art von Test, ob er dann angestellt wird, oder nicht.

Da denkt man natürlich als Erstes an irgendwelche auszubildende, die nicht wirklich viel Erfahrung mitbringen und dann versuchen deine Haare in eine bestimmte Form zu bringen, die nicht mal ansatzweise der Vorlage entspricht – da bekommt der Ausdruck „Creative Cut“ eine ganz neue Bedeutung.

Die Frau (Kaja) hat dann ein paar Bilder von verschiedenen Haarschnitten gezeigt und meine beiden Freundinnen waren nicht ganz so überzeugt. Es war auch nur möglich einen der vorgegebenen Schnitte zu bekommen, man konnte sich nicht wirklich aussuchen wie es aussehehn soll. Also hat sie dem Rest von uns auch noch die Fotos gezeigt. Da hab ich dann, wohl oder übel, gesagt dass mir der „Short Layers Cut“ gefällt und ich den für mich cool fände.

Das war dann eine echt witzige Situation, alle waren irgendwie voll geschockt, im positiven Sinn, dachten aber nicht, dass ich es ernst meine. Ehrlich gesagt, war ich mir da selbst nicht ganz sicher ob ich das wirklich ernst meine – aber Hey, es ist kostenlos und was soll schon passieren, Haare wachsen ja wieder nach…

Ich hatte Kaja dann noch etwas über den Friseur ausgefragt und sie hatte mir dann erzählt, dass er schon mehr als zehn Jahre Erfahrung hat, hört sich ja schonmal nicht ganz so schlecht an. Sie hatte mir auch Fotos von seiner Arbeit und dem Trevor Sorbie Salon in Richmond, gezeigt, war alles sehr Ansprechend.

Ich hab dann am nächsten Tag mit Sasho (dem Friseur) über Facebook geschrieben und dann einfach einen Termin ausgemacht. Bis dahin dachte ich ja nicht, dass das wirklich alles ernst gemeint war.

Aber gut, jetzt hatte ich den Termin.

Da ich Friseurbesuche eigentlich ziemlich cool finde, und ich ja auch schon öfters kurze Haare hatte, war das ganze auch keine wirklich große Überwindung für mich.

Es wird ernst!

Als ich dann nach Richmond fuhr, um meine Haare schneiden zu lassen, hatte ich schon ein etwas komisches Gefühl. Ich hatte den Friseur vorher ja auch noch nie gesehen und nur kurz mit ihm über Facebook geschrieben.

Endlich angekommen, musste ich feststellen, dass der Salon wirklich, wie mir schon gesagt wurde, in etwas höhere (Preis)Schichten einkategorisiert ist. Ist dann doch etwas preiswerter, sich dort die Haare schneiden zu lassen. Aber sehr schön und modern und die angestellten sind alle wirklich sehr nett!

Nach der üblichen Prozedur von Haare waschen, mit zehn verschiedenen Shampoos und Conditioners, hat Sasho dann mit einer sehr interessanten Technik angefangen mich von meinen Haaren zu trennen. Normalerweise kenne ich es so, dass der Friseur zuerst alle meine Haare ein Stück abschneidet und dann erst mit dem Schnitt anfängt; aber nicht Sasho, er hat gleich mit der finalen Länge angefangen und ich hatte schon gedacht, dass er nach nur 30 Minuten fertig wäre.

Wie sehr ich mich doch geirrt hatte! Der Salon hatte sich dann langsam mit weiteren Menschen gefüllt, bis er auf einmal ganz voll war, und wieder geleert. Menschen kamen und gingen und ich saß in meinem Sessel und wunderte mich, warum das bei ihnen alles so schnell ging.

Irgendwann kam dann auch der Mentor, oder halt der Friseur, der Sasho bei dem Ganzen beaufsichtigt und betreut. Er hat dann auch noch etwas an meinen Haaren rumgeschnitten. Die Frau neben mir war schon ganz neidisch und meinte sie hätte auch gern so einen Service.

Als dann drei Stunden vorbei waren, war mein Haarschnitt immer noch nicht fertig, aber weil wir alle danach keine Zeit mehr hatten, haben wir einfach einen zweiten Termin ausgemacht, diesmal aber im Salon in Covent Garden.

Ich hatte meine neue Frisur aber so schon, unvollendet, richtig geliebt.

Der Salon in Covent Garden war dann noch um Einiges vornehmer und vor Allem größer.

Dort lief das ganze dann eigentlich nochmal genau gleich ab. Meine Frisur wurde um einiges kürzer geschnitten und dann noch perfektioniert. Wenn Trevor Sorbie höchstpersönlich dann kontrolliert, muss schließlich alles perfekt sein.

Am Ende saß ich auch hier wieder drei Stunden in meinem Sessel und hatte das unbeschreiblich tolle Vergnügen mir erneut drei volle Stunden durchgehend ins Gesicht starren zu können!

 

Vorher:

Nachher:

 

Fertig:

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2 Comments

  • Reply Rosie von Waldherr 12. Oktober 2016 at 15:21

    Wow ich finde es ist TOLL geworden!! Es bringt deine Augen wirklich zum strahlen! Wie gefällt es dir in London soweit?

    xoRosie // Rosie’s Life

    • Reply Salo♥ 13. Oktober 2016 at 11:13

      Dankeschön! Mir gefällt es richtig gut, es ist eine hammer Stadt und man kann sie ja eigentlich nur lieben 😀

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