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Au Pair - Ein Jahr danach | 365 Tage
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Au Pair – Ein Jahr danach | 365 Tage

Vor 365 Tagen fuhren mich meine Eltern früh morgens in unsere kleine Landeshauptstadt Stuttgart und hin zum Flughafen. Dort wartete bereits ein, nicht allzu großes, Flugzeug, welches mich nach London bringen würde. Und eben dort angekommen, stand ich dem großen Unbekannten und zugleich doch so Vertrautem mit meinen beiden Koffern direkt gegenüber. Denn es war nicht das erste Mal, dass ich nach London reiste. Von Großbritannien ganz zu schweigen. Auch die Sprache war nichts neues für mich – ich würde doch behaupten, dass die englische Sprache mir bereits zu diesem Zeitpunkt sehr fließend von den Lippen kam. Auch war mir die Familie bereits schon gut bekannt, zumindest zur Hälfte.

Ich bin schon Jahre zuvor immer und immer wieder auf die grüne Insel gereist und London habe ich auch schon drei Mal vorher besucht. Davon habe ich auch die beiden letzten Male bei meiner Au Pair-Gastfamilie gewohnt. Also alles doch ziemlich entspannt..!

Was genau ist dann eigentlich das Unbekannte?

Richtig, bisher ist mir das Alles tatsächlich mehr als bekannt! Die entscheidenden Faktoren eines Auslandsaufenthaltes dieser Größe waren mir bereits alle vertraut. Umgebung, Land und Sprache, und ganz wichtig, die Familie. Aber diese auch nur in Teilen.

Als ich das letzte Mal nach London reiste, das war letztes Jahr etwa zweieinhalb Jahre her, wohnte ich bei der Cousine meiner Mutter. Eine mitten in London lebende, Karrierebewusste Frau, aber ohne Kind. Denn dieses sollte erst einige Monate später bei ihr einziehen. Und dieses Kind lernte ich daher auch erst vor 365 Tagen kennen! Der kleine Junge wurde Adoptiert.

Das ist also ein Teil des großen unbekannten. Ein weiterer Teil war ohne Zweifel die riesige Stadt an sich – auch wenn ich sie bereits kannte. Es ist doch noch ein gewaltiger Unterschied, ob du in eine Stadt reist, um dort nur Urlaub zu machen, oder um dort richtig zu Wohnen. Im Urlaub lernst du diese Stadt nur oberflächlich kennen, du bekommst nur einen Bruchteil von deren wahren Charakter mit. Wenn du aber in eine solche Stadt ziehst und weißt, dass du von nun an dort leben wirst, wirst du sie ganz neu kennen lernen – egal wie gut du glaubtest sie zu kennen.

Au Pair -  Ein Jahr danach | 365 Tage

Dann wäre da noch die Sache mit dem Au Pair…

Davon hatte ich ja so ziemlich gar keinen Plan. Ja, ich wusste, ich werde auf ein Kind aufpassen und dafür verantwortlich sein, dass es von A nach B und wenn nötig auch bis Z gelangt. Ich wusste, dass ich verantwortlich für dieses Kind sein werde. Davon hatte ich eine relativ gute Vorstellung, wie ich meinte. Mit Drei kleineren Geschwistern, kommt es mehr als einmal vor, dass du auf sie aufpassen und mal hier und da Verantwortung übernehmen musst. Auch habe ich vorher schon in einer „fremden“ Familie regelmäßig babygesittet. Ich war also bestebs darauf vorbereitet.

Allerdings ist Au Pair sein ist da doch nochmal ein kleines-großes Stück anders!

Ein Jahr rasant Achterbahn fahren und plötzlich Vollbremsung

Ein Jahr als Au Pair zu arbeiten gleicht nicht einmal der rasantesten Achterbahn, die du dir Vorstellen kannst. Es ist noch viel verrückter! Es geht rauf und runter und du fährst Blind. Du hast nicht den leisesten Schimmer davon, wie die Bahn verläuft, wo das Ende ist und wie schnell du darauf zusteuerst. Nicht den geringsten!

Im einen Moment hast du noch 10 Monate vor dir und im nächsten bist du schon am Kofferpacken und in zwei Wochen wieder zuhause. So war es zumindest für mich im letzten Jahr. Es ist so unglaublich viel passiert. Ich habe so unendlich viel neues gelernt, Menschen getroffen und neue Freunde von überall auf der Welt gefunden. Dieses Jahr hat mir so unglaublich viel zurückgegeben, wofür ich einfach nur schrecklich dankbar bin!

Und trotz der wilden Fahrt und den teils doch größeren Tiefen (dafür waren aber die Höhen umso gigantischer) würde ich niemals auch nur daran denken, dass so ein „gap year“ irgend eine Art von Zeitverschwendung wäre.

Ich würde es definitiv genauso wieder machen und kann es nur jedem Empfehlen, ein Pause einzulegen, die Welt bereisen und im Großstadtdschungel, oder auf einer Insel mitten im Pazifik, sich selbst besser kennen zu lernen und vielleicht sogar sich selbst dort zu finden!

Koffer packen für dein Auslandsjahr
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Koffer packen – Eine Packliste für ein Jahr im Ausland

Packen! Egal wann, egal wofür, egal wo und wie lange du verreist und ganz egal, wie oft du es schon getan hast, es ist immer die mit Abstand größte Herausforderung der gesamten Reise. Was soll ich mitnehmen und was lass ich besser zuhause, da ich es sowieso mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht brauchen werde..? Wie viel Gepäck darf ich überhaupt mitnehmen? Und was wenn ich auf der Reise noch dinge kaufen will? Hab ich dafür dann noch genug Platz im Koffer?

Wir alle kennen es! Und wir alle stellen uns diese Fragen – und noch so viele mehr – immer wieder von Neuem wenn´s wieder heißt „Koffer packen!“. Du gerätst in Schweißausbrüche, hast Panikattacken und kannst Nachts nicht nicht mehr richtig schlafen. Und das alles wegen einem harmlosen 5 Tages Trip nach Berlin!

Stell dir jetzt einmal vor, wie es dir ergehen wird, wenn du nun plötzlich für ein ganzes Jahr im Ausland packen musst. Bei den Voraussichten endet deine Reise wahrscheinlich ziemlich sicher in der nächstgelegenen psychiatrischen Einrichtung!

Aber soweit muss es gar nicht kommen – das ganze ist sogar einfacher als du vielleicht dachtest. Continue Reading

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PARIS – eine Bucketlist für den nächsten Besuch

Vor kurzem habe ich zusammen mit Marie-Agnès einen Fünf-Tages-Trip nach Paris unternommen. Dort haben wir, neben den standard Sehenswürdigkeiten, ein Paar wirklich tolle Plätze und Ecken entdeckt, die Du bei deinem nächsten Besuch in die französische Hauptstadt nicht auslassen solltest.

Le Marais – das schönste Viertel in Paris

Das kleine Stadtviertel „Le Marais“ im 3e und 4e Arrondisement ist definitiv der Teil von Paris, der mir persönlich am meisten gefallen hat. Die kleinen Gassen mit den typisch französischen Boutiquen, die historischen Gebäude und die gesamte Atmosphäre die dieses Viertel ausstrahlt ist einfach bezaubernd. Das Marais hat zudem auch eine der schönsten Ecken für Street Art. Wer sich dafür also interessiert, sollte diesen Teil definitiv nicht auslassen!

 

Für den kleinen Hunger

Die beste Falafel in Paris

Da ich eben vom schönen Marais erzählt habe, dürfen wir natürlich nicht die unglaublich leckeren Falafeln vom „L´As du Fallafel“ in der Rue des Rosiers vergessen. Die muss man einfach probiert haben! Diese Falafeln sind wirklich mit Abstand die besten, die in Paris zu finden sind. Das ist ganz deutlich an den Menschenmassen, die sich immer vor dem Restaurant ansammeln, zu erkennen. Zudem werden sie sogar von Lenny Kravitz empfohlen! Also wenn das nicht Beweis genug ist…

 

Ein Stück Kuchen

Wenn wir schon dabei sind die beste Falafel in ganz Paris zu probieren, dürfen wir den Nachtisch natürlich nicht auslassen. Den wahrscheinlich ebenfalls besten Apfelkuchen in ganz Paris (vielleicht auch in ganz Frankreich, wer weiß) findest Du in der Boulangerie „Du Pain et Des Idées“ in der Rue de Marseille. Diese Bäckerei hat wirklich sehr viele Leckereien im Angebot, allerdings ist sie etwas Preiswerter. Aber einmal (oder auch ein paar Mal mehr) darf man sich ja auch schließlich mal was gönnen!

 

Danke Marie-Agnès für das Foto!

Maison Plisson

Wer auf der Suche nach einem klassischen Französischen Frühstück ist, der sollte sch das Maison Plisson im Boulevard Beaumarchais nicht entgehen lassen. Dort gibt es nämlich das wirklich Beste Croissant, das ich jemals gegessen habe. Aber auch deren Baguette ist das beste, was wir auf unserem Trip finden konnten. Es lohnt sich also gleich doppelt dem Maison Plisson einen Besuch abzustatten. 

Paris von Oben

Jetzt aber genug mit dem ganzen Essen! In Paris gibt es nämlich ein paar wirklich tolle Flecken, von welchen man eine unglaublich tolle Aussicht über die ganze Stadt hat. Wenn du nach Paris gehst solltest du dann auch mindestens einer dieser Plätze besuchen, es lohnt sich wirklich!

Als aller erstes denkt man da natürlich an den Eiffelturm. Warum auch nicht? Er ist schön hoch, DAS Wahrzeichen von Paris und das Ganze hat einen Haken: er ist leider nicht ganz billig! Wem das nichts ausmacht hat von dort oben sicher die beste Aussicht. Aber da es noch ein Paar andere, günstigere Möglichkeiten gibt über die Stadt zu schauen, haben wir uns gegen diese Variante entschieden. Dafür aber alles Andere selbst ausprobiert.

La Basilique du Sacré-Coeur

Wir sind am ersten Abend zur Sacré-Coeur hoch gelaufen, wir wollten eigentlich im Dunkeln über die Stadt blicken und von dort oben hat man eine prima Aussicht – eigentlich! Denn wir hatten das Glück, dass es an diesem Abend sehr nebelig war und wir somit nicht wirklich viel gesehen haben. Aber gelohnt hat es sich trotzdem! Also am besten den Wetterbericht vorher anschauen, denn es sind ein paar Treppenstufen, die Du bezwingen musst um dort rauf zu kommen…

L´Arc de Triomphe

Das Arc de Triomphe ist ja allein schon ein Besuch wert, aber das schöne daran ist, dass es auch für Besucher geöffnet ist und man sogar die Möglichkeit hat oben auf dessen Dach zu gehen. Von dort aus hat man dann eine wirklich tolle Aussicht und man hat wirklich eine Rundumsicht über ganz Paris. Der Vorteil am Arc de Triomphe ist auch, dass man als EU Bürger unter 25 Jahren noch kostenlos rein und rauf darf. Ansonsten kostet es 8 bzw 5 Euro für Studenten und für Kinder bis 17 Jahre ist der Eintritt ebenfalls kostenlos. Es lohnt sich also gleich doppelt für junge Reisende. Also noch schnell nach Paris, bevor es zu spät ist!

Le Centre Pompidou

Das Centre Pompidou ist nicht nur für Kunstliebhaber ein sehr interessantes ziel, sondern auch für jene, die einfach nur die schöne Aussicht genießen wollen. Hier ist es wieder von Vorteil EU Bürger uner 25 zu sein, denn dann ist der Eintritt ebenfalls umsonst (wie bei den meisten Museen und Galerien in Paris). Vom obersten Stockwerk aus hat man dann wieder eine sehr schöne Aussicht über die Stadt. Allerdings nur durch Glas hindurch. Um schöne Skyline-Fotos zu machen ist es daher eher nicht so geeignet. Außer es stört Dich nicht, durch dreckige Scheiben hindurch zu fotografieren…

Auf ins Grüne!

Was auf dieser Liste natürlich nicht fehlen darf ist ein Besuch von einem der schönen Pariser Parks. Bei gutem Wetter und wenn es etwas wärmer ist, ist das die beste Art einen Sonntagnachmittag in Paris zu verbringen. Mit etwas zu Essen und einer kleinen Decke kannst du dann auch ein kleines Picknick machen. Das ist, wie ich finde, die schönse Art seine Zeit im Park zu verbringen. Wir hatten sogar im Februar das Glück einen solchen Tag zu haben. So verbrachten wir unseren letzten Tag in Paris im Jardin des Tuileries neben dem Musée du Louvre.

Warst Du vielleicht schon einmal in Paris und hast bei deinem Besuch auch den ein oder anderen geheimtipp entdeckt, den man bei einem Besuch nicht auslassen sollte?

Aussicht vom Arc de Triomphe auf die Champs-Élysées

Aussicht vom Arc de Triomphe auf den Eiffel Turm

Die Treppe hoch aufs Arc de Triomphe, der Aufzug war defekt

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Street Art in Paris

Paris ist ja generell ein sehr beliebtes Reiseziel für Kunstliebhaber, neben den klassischen Werken namenhafter Künstler findet man hier aber auch die Street Art von oft weniger bekannten Künstlern.

Was mich so sehr an dieser Kunstart fasziniert, ist ihre direktheit. Die Werke können sehr auffallend aber auch zurückhaltend sein und vielleicht nur irgendwo im hintersten Eck einer kleinen Gasse zu finden. Zudem sind sie sehr vielseitig und dauernd im Wandel. Dies und die oft sehr kritische Sichtweise der Künstler haben mich sehr fasziniert. Auf meiner Reise in die französische Hauptstadt habe ich dann angefangen Street Art, natürlich auch Streetphotography, besser zu verstehen und auch mit anderen Augen zu sehen. Es sind eben nicht nur bunte Graffitis und schmierereien, sondern oft steckt noch viel mehr dahinter.

Hier sind nun ein Paar meiner Favoriten:

Cover Up

Wir hatten wirklich Glück, dass wir am ersten Tag in Paris auf diesen kleinen Platz beim „Canal Saint Martin“ gestoßen sind. Eine große Fassade geschmückt mit zahlreichen, sich schichtenden Graffitis. Und zwei Männer, die diese gestreiften Verkehrshütchen auf dem kleinen Platz verteilten. Dabei sahen sie so aus, als wären sie sich noch nicht ganz einig, was sie eigentlich machen wollten. Wir hatten ja keine Ahnung, was die beiden tatsächlich vorhatten…

Am nächsten Morgen sind wir sind dann zufällig noch einmal dort vorbei gekommen, dieses Mal jedoch von einer anderen Seite. Daher hat es auch etwas gedauert, bis wir verstanden hatten, wo wir waren, und warum es plötzlich so anders aussah… Die beiden Unentschlossenen vom Vortag, hatten einen genauen Plan gehabt. Sie wollten die Wand neu besprühen und das hatten sie dann auch gemacht.

Persönlich bevorzuge ich ja die Vielfältigkeit der ersten Variante. Mir gefällt auch generell das erste Foto besser, da stimmt die Komposition einfach mehr, das zweite ist eher eine Art Beweiß-schnappschuss.

It`s „Twenty One Pilots“ not „21 Pilots“!

Wer auch immer das gemacht hat, ich habe mich sehr darüber gefreut! Da kann man dann so einen kleinen Fehler schon auch mal verzeihen. Weil TØP eine meiner Lieblingsbands und „Car Radio“ mit einer der besten Songs ist, hat es dieses kleine Graffiti auch ganz schnell in meine Favoriten geschafft. Sie legen halt auch in der Street Art eine gute Show hin!

 

EZKSTREETART – art against poverty

Dieser Street Art Künstler hat mich wirklich sehr beeindruckt. Das kleine Kind mit der Frage „Dans quel monde Vuitton?“ kann man mehr als einmal auf den Wänden der Häuser in Paris finden. Generell mussten wir feststellen, dass Louis Vuitton in der Pariser Street Art Szene doch gern und auch häufig kritisiert wird. Und das ist, was mir am meisten daran gefällt: die Kritik, die hinter den Werken von Eric Zeking stecken.

„Non mais ils vont sérieusement se TRUMPer à ce point?“

Le Marais

Diese hier fanden wir im Stadtteil Le Marais, ein wirklich schöner Teil von Paris. Dort findet man die typisch kleinen französischen Sträßchen mit all den Boutiques. Und natürlich ein paar wirklich schöne Grafittis! Vor allem in dieser kleine Gasse, die von der „Rue des Francs-Bourgeois“ abzweigt, gibt es eine wirklich schöne Ansammlung der verschiedensten Werke.

 

KONNY

Die Street Art Künstlerin Konny Steding hat mich vielleicht sogar am meisten fastziniert. Und wieder einmal spielt hier die Botschaft und die kritische Sichtweise eine große Rolle. Ich weiß nicht warum, aber mir gefallen meist die Graffitis, Fotografien oder Kunstwerke allgemein mit einer Botschaft dahinter mehr, als die perfekten und schön anzusehenden.

Monsieur et Madame Straßenpfosten

Diese beiden sind einfach ein witziges Paar und ebenfalls im Le Marais zu finden. Das verückte daran ist, es fällt einem zunächst nicht auf, was mit diesen speziellen Pfosten wirklich los ist, nur dass etwas nicht ganz stimmt.

Ich bin wirklich froh, dass im ersten Bild gerade ein Radfahrer im Hintergrund vorbei fuhr. Ich finde das macht das ganze Bild um ein vielfaches interessanter.

J´EXISTE. ABOVE.

Aufkleber sind in Paris auch eine sehr beliebte Art eine Botschaft rüber zu bringen und sich auszudrücken. Ich fand besonders diese beiden hier sehr faszinierend. Das erste scheint beinahe wie ein Mantra zu sein, J`EXISTE!

 

Man sieht sie wirklich überall, aber Paris scheint mit diesen Stickern zugepflastert zu sein. Ich habe mich immer wieder sehr gefreut, wenn ich irgendwo wieder einmal einen ABOVE Sticker gesehen hatte. Allerdings wusste ich bis zu diesem Zeitpunkt nicht genau, was es sich damit eigentlich aufsich hat. Und für alle, denen es genauso geht wie mir: ABOVE ist ein amerikanischer Street Art Künstler.

 

Eine Stadt ohne Street Art wäre nicht das gleiche und ich finde sie gehört ebenso auf die Bucketlist für den Städtebesuch, wie all die typischen Sehenswürdigkeiten.

Was haltet ihr denn so von Street Art und würdet ihr euch bei eurem nächsten Städtebesuch auch mal bei einrm Grafitti halt machen und es bewundern wie eine standard Sehenswürdigkeit?

 

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INVERNESS – Die Hauptstadt der Highlands

Nicki, Marie-Agnès und ich verbrachten ein Wochenende in Inverness, die kleine Hauptstadt der Schottischen Highlands. Ein Wochenende voller Chaos, unendlich vielen Erlebnissen und Erinnerungen, die für immer bleiben.

Warum Schottland und warum Inverness?

Wir hatten endlich mal ein Wochenende, an dem wir wirklich alle frei hatten und darum hatten wir beschlossen, dieses dann auch auszunutzen und mal so richtig raus aus London zu gehen. Irgendwie war dann ganz schnell beschlossen, dass wir nach Schottland wollten. Aber Freitag Abend erst los gehen, ist dann auf eine solche Entfernung doch etwas zu kurz. Also bekamen Marie-Agnès und ich auch den Freitag noch frei, welchen Nicki sowieso schon frei hatte.

So konnten wir schon Freitagmorgen fliegen, perfekt! Jetzt blieb nur noch die Frage, wohin in Schottland? Also einfach sämtliche Suchmaschienen durchstöbert, bis ich dann den billigsten Flug gefunden hatte – dieser ging nach Inverness. Gleich gebucht und unser Wochenende in Inverness stand fest.

Nun fehlte nur noch eine Unterkunft, wo wir die zwei Nächte dann verbringen könnten. Auf einer Parkbank wäre es zu dieser Jahreszeit sicher etwas zu kalt gewesen… vielleicht aber auch nicht.

Über Couchsurfing haben wir dann etwas gefunden, wo wir die Nächte über bleiben konnten. Dies sollte dann unsere erste Chouchsurfing-Erfahrung werden.

Auf in die Highlands

Am Vorabend noch schnell den Rucksack zusammen gepackt, in dem sich hauptsächlich sämtliches Equipment für meine Kamera befand, und dann ging´s Freitagmorgen um 7 Uhr los. Unser Flug mit easyJet ging vom Luton Airport. Also hab ich mich auf halber Strecke, in Borehamwood, mit Nicki und Marie-Agnès getroffen. Bis dahin lief alles eigentlich wie geschmiert. Aber es war wohl eher die Ruhe vor dem Sturm, wie ich schon bald feststellen sollte.

In Borehamwood angekommen waren dann sämtliche Züge nach Luton Airportauf einmal gecancelt – was jetzt? Der nächste Zug würde erst eine halbe Stunde vor Abflug wieder fahren, na ganz toll! Aber es waren ja zum Glück nur die direkten Züge die nicht fuhren, wir konnten also einfach einen anderen nehmen und dann später umsteigen. So hatten wir es dann noch pünktlich zum Flughafen geschafft. Was für ein Anfang…

Das nationale Tier Schottlands ist ein Einhorn

Jetzt nur noch durch die Sicherheitskontrolle und hoffen, dass auch alles mit darf… ich hatte ja ein bisschen Angst, dass mein Stativ Probleme bereiten würde, aber alles lief wie immer. So hatte ich auch wie immer irgendetwas an mir, was den Sensoren nicht passt und wie immer war es wegen nichts. Endlich geht´s ins Flugzeug.

Der niedlichste Flughafen den es gibt

Der Landeanflug auf Inverness war mit Abstand der schönste, den ich bisher erlebt hatte. Perfektes Wetter, so dass wir eine atemberaubende Aussicht auf die Highlands unter uns hatten. Allein dafür hat es sich schon mehr als gelohnt.

Die Highlands und Loch Ness von oben

Vom Flugzeug aus sah es so aus, als wären wir auf einer Weide für Schafe oder Kühe gelandet, allerdings fehlten die Tiere. Der Flughafen selbst war einfach nur genial, ganze drei Gates und unsere Maschine war die Größte von allen (obwohl sie eine dieser winzigen billigfliegern war).

Mit dem Bus nach Inverness, etwa eine halbe Stunde durch die schottische Ländlichkeit, und dann erst einmal zur Wohnung wo wir übernachten würden.

Die Lage der Wohnung war einfach perfekt, mitten im Stadtzentrum… alles andere war eher etwas überraschend. Unser Host war wirklich super nett, allerdings war die Wohnung doch eher ausladend. Es sah so aus, als wäre seit längerer Zeit nicht geputzt worden und es war auch ziemlich kalt (es war wärmer, wenn man nach draußen ging). Aber was soll´s? wir würden sowieso nur zum Schlafen hin.

Die Hauptstadt der Highlands

Diese Stadt sollte man am Besten selbst erleben. Darum habe ich hier 10 Dinge zusammen getragen, die ihr bei einem Besuch nach Inverness (falls es jemals dazu kommt) unbedingt wissen und machen solltet:

  1. Geht nach Inverness! Es ist die größte Stadt (mit dem kleinsten Stadtzentrum) im Norden Schottlands – die Hauptstadt der Highlands eben! Und da wären wir auch schon bei den zahlreichen Vorteilen dieser tollen Stadt. Hier nur ein Paar davon: auf der einen Seite hat man das Meer, auf der anderen breiten sich die Highlands direkt vor einem aus. Man hat die Stadt und das Land direkt nebeneinander, denn sobald die Stadt aufhört ist da nur noch Natur. Und obwohl das Stadtzentrum relativ übersichtlich ist, ist es doch eine recht große Stadt für dort oben. Es gibt also für jeden etwas.

    Aussicht von Inverness Castle

  2. Einmal durch´s Stadtzentrum laufen, um dann festzustellen „hier waren wir doch gerade eben erst“. Es ist wirklich sehr übersichtlich, aber genau das macht es auch so angenehm. Wenn ihr dann alles gesehen habt, geht erst einmal in einen der niedlichen Souvenirshops. Ich kann das „Highland House of Fraser“ wirklich sehr empfehlen. Kauft dann letztendlich aber nur ein oder zwei Postkarten. Sonst nichts!

    Eine kleine Gasse in Inverness

  3. Lauft hoch zur Inverness Castle (die eigentlich kein Schloss/Burg ist), es lohnt sich! Die Aussicht von dort oben ist einfach toll. Für die volle „Invernes Experience“ solltet ihr aber mindestens einmal bei Tag und auch einmal bei Nacht dort oben gewesen sein. Besonders bei Nacht sieht es wunderschön aus.

    Inverness Castle

  4. Macht Fotos bei nacht. Auch wenn die Lichtverhältnisse dafür absolut ungeeignet sind. Man muss dann halt etwas kreativ werden…

    Behind the scenes

    Photoception – Beim fotografieren von jemandem fotografiert, der fotografiert wird.


  5. Fahrt raus zum Loch Ness. Ihr könnt auch laufen, lest euch dann aber bitte zuvor diesen Beitrag dazu durch, dann wisst ihr was auf euch zukommen wird. Ihr müsst dann natürlich auch, wie jeder richtige Tourist, nach dem Monster suchen. Keine Sorge, ihr werdet es nicht finden. Aber was wäre ein Ausflug zum Loch Ness, ohne wenigstens versucht zu haben Nessie zu finden?
  6. (Dieser ist sicher der wichtigste Punkt..!) Geht in das wohl schottiste Pub in ganz Inverness, das Hootananny. Dort findet ihr nicht nur traditionelle schottische live Musik und Tänze, sondern ihr könnt auch die berüchtigten Kilts in live sehen. Zudem findet dort wirklich jeder etwas, das einem gefällt. Ganz egal, welches Alter, es ist sozusagen ein Mehrgenerationenpub. Ihr solltet wirklich nicht nachhause fahren, bevor ihr nicht ein Abend im Hootananny verbracht habt.
  7. Lauft bei gutem Wetter am Fluss Ness entlang und/oder geht ans Meer und verbringt dort ein paar schöne Stunden. Es gibt nichts besseres für einen sonnigen Sonntagmorgen.

    Aussicht von Inverness Castle

  8. Geht in das Eastgate Shopping Centre. Dort werdet ihr dann feststellen, dass es doch größer ist, als gedacht. Und wenn ihr, wie wir, an einem Sonntag dort hin geht, so bemerkt ihr auch ganz schnell, dass sich dort beinahe die halbe Stadt eingefunden hat. Es ist aber keineswegs überfüllt.
  9. Redet mit mindestens zwei waschechten Schotten/Schottinnen. Es ist ganz normal, dass ihr am Anfang nichts versteht, ganz egal wie gut euer Englisch ist. Aber schon nach kurzer Zeit habt ihr dann den Dreh raus und ihr braucht keinen Dolmetscher mehr. Habt ihr das geschafft, werdet ihr den schottischen Akzent einfach nur noch lieben und ihr wünscht euch, ihr könntet auch so reden.
  10. Wenn ein Schotte/eine Schottin euch sagt, er oder sie kann keine andere Fremdsprache und er/sie könne ja nicht einmal richtig englisch sprechen, ist „Ja, das stimmt“ nicht die richtige Antwort! Aber sie verzeihen euch das relativ schnell wieder. Wenn nicht, dann einfach mit einem guten Whiskey nachspülen, das hilft immer.
  11. Kommt wieder zurück nach Inverness!

All diese Punkte von 1 bis 10 haben wir an dem Wochenende in Inverness selbst gemacht und ich kann sie daher nur empfehlen! Wir haben so auf die bestmögliche Art und Weise diesen tollen Ort kennen gelernt und trotz all der komplikationen die wir auf der Reise hin und auch zurück* hatten, hat es sich mehr als gelohnt!

*Hier noch ganz kurz zu den komplikationen auf dem Rückweg: unser Flugzeug, welches uns Sonntagabend von Inverness zurück nach London bringen sollte, hatte über 3 Stunden Verspätung. So kamen wir letztendlich um 3 Uhr am Montagmorgen Zuhause an, anstatt um etwa 22:00 Uhr. Aber wie gesagt, es hat sich trotzdem gelohnt. Allerdings war ein Wochenende viel zu kurz, daher der 10. Punkt. Der nächste Trip in die Highlands ist auch schon in Planung, allerdings ist dieser noch ein Stück weiter in der Zukunft. Und mehr verrate ich dazu jetzt auch nicht.

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LOCH NESS – Auf der Suche nach dem Monster

Nicki, Marie-Agnès und ich verbrachten das letzte Januarwochenende in den Schottischen Highlands und für Samstag hatten wir uns vorgenommen, einen Ausflug nach Loch Ness zu unternehmen.

Da keiner von uns ein realistisches Gefühl von Meilen hat, hatten wir uns dazu entschlossen, einfach nach Loch Ness zu laufen – es waren ja auch nur 8.5 Meilen (etwas mehr als 13 Kilometer!). Laut Google sollte es auch nur 2 Stunden und knapp 30 Minuten, vielleicht auch etwas mehr, dauern und wir kennen ja alle die überaus genauen Angaben des guten alten Googles… wir würden das auf jeden Fall noch unterbieten. Also auf geht’s!

Es kann los gehen

Wir hatten uns also vorgenommen, Samstagmorgen möglichst früh aufzubrechen. Am Morgen waren wir dann auch schon relativ früh Wach… Ich sollte aber vielleicht noch dazu sagen, dass wir am Vorabend noch lange aus und erst so gegen 3 Uhr morgens dann endlich im Bett waren.

Auf unerklärliche Weise hatten wir es dann geschafft erst kurz vor 12 Uhr loszulaufen. Ich hab wirklich keine Ahnung wie wir das immer wieder schaffen, zumal wir ja schon drei Stunden vorher wach waren. Bevor es dann aber so richtig los gehen konnte, mussten wir uns noch etwas Proviant für unseren Ausflug besorgen. Also noch schnell zum nächsten Supermarkt, ein paar typisch britische Sandwiches und eine wässrige heiße Schockolade (es war wirklich sehr kalt) besorgt und dann waren wir endgültig startklar.

Ein kleiner Spaziergang

South Loch Ness Welcomes You

Mit überaus großer Motivation und wachsender Begeisterung ging´s dann los. Immer der Nase nach Richtung Westen, ach halt nee, wir hatten ja Google. Dieses führte uns, interlligenterweise, über den direktesten Weg den es gab nach Loch Ness. An sich ist das ja auch die beste Route, allerdings führte uns diese entlang einer ziemlich stark befahrenen Landstraße. Noch bevor wir am letzten Haus von Inverness vorbeigelaufen waren, gab es schon keinen Fußgängerweg mehr. Was soll´s, wir laufen halt einfach auf der Straße weiter! Das haben wir dann auch gemacht.

(Vorsicht Ironie!) Zu unserem Glück war diese Straße sogar mehr als geeignet um zu Fuß von A nach B zu kommen. Schön kurvig, rechts und links Hecken und immer wieder kleine Hügel und Sänken, in denen wir uns prima vor entgegenkommenden Autos verstecken konnten, so hatten wir immer mal wieder schöne Überraschungsmomente, wenn dann plötzlich ein Auto vorbei kam.

Ab und zu kam es dann aber auch vor, dass neben der Straße ein Fahrrad-/Wanderweg verlief, auf dem wir dann vorübergehend einigermaßen sicher waren. Einmal war da zwar ein Weg direkt neben uns, jedoch war es für uns unmöglich dort hin zu kommen, da er schön durch einen Zaun von der Straße abgegrenzt wurde. Also halt weiter die Straße entlang.

Insgeheim haten wir auch gehofft, dass, wenn wir auf der Straße laufen würden, irgendwann jemand so nett wäre und uns ein Stück mitnehmen würde. Dies war aber nicht der Fall.

Halbzeitpause

So etwa an der Hälfte hatten wir dann eine kleine Pause eingelegt. Viel weniger aber, weil wir erschöpft oder der gleichen waren, sondern weil wir noch ein paar Fotos auf der Straße machen wollten. Für unser Halbzeit-Shooting hatten wir uns eine wirklich gute Stelle herausgesucht. Ziemlich übersichtlich und sie verlief gerade für vielleicht sogar einen ganzen Kilometer. Diese war dann tatsächlich auch die einzige gerade und übersichtliche Stelle auf der ganzen Strecke. Bei unserem Shooting sind auch ein paar ganz nette Fotos entstanden. Es hat sich also definitiv gelohnt sich mit Kamera mitten auf die Straße zu stellen.

Hat hier jemand einen Todeswunsch?

Ab und zu sind die Autos ja schon ziemlich nah an uns vorbei gestürmt, definitiv unter einem Meter Abstand, bis auf ein Mal. Ein wirklich schöner, großer schwarzer Jeep oder Landrover (er war etwas zu schnell als, dass ich es richtig hätte sehen können) wäre beinahe so nett gewesen uns mitzunehmen. Allerdings fuhr dieser in die falsche Richtung und vor allem wie, wäre nicht ganz so toll gewesen.

Ich würde sagen es waren wirklich nur wenige Zentimeter zwischen uns und dem Wagen, der im übrigen versucht hatte einen neuen Weltrekord aufzustellen. „Neue Rekordzeit von Loch Ness nach Inverness“. Das Ganze passierte zudem noch an einer nicht unübersichtlichen Stelle. Es kam auch kein anderes Auto entgegen, er (oder sie) hätte also auf jeden Fall ausweichen können!

Wir wurden also ein paar Mal fast überfahren, aber ansonsten wollte uns irgendwie keiner so richtig mitnehmen. Aber ich muss schon sagen, das Laufen hat uns wirklich sehr viel Spaß gemacht!

„Ich hab´s zuerst gesehen“

Nach 2 Stunden und 53 Minuten laufen kamen wir dann endlich an. Nach unserem kleinen Todesmarsch von 13.34km, dauerbegleitet von Ed Sheeran, meiner neuen #Inverness Playlist und jedem einzelnen Mitglied von 1D (ob als Band oder Solo), kamen wir endlich an unserem Ziel an.

Etwa 2km vom Loch entfernt konnten wir dann schon das Wasser sehen und vor Allem, die Berge! Dieser Moment war einfach unglaublich. Nach ewigem laufen, mehreren beinahe morden und einem kurzen Plausch mit einem Südamerikaner auf einem Fahrrad, hatten wir endlich gesehen, wofür wir das alles auf uns genommen hatten. Es hat sich wirklich mehr als gelohnt!

Nessie, wo bist du?

Endlich am Wasser angelangt, mussten wir erst einmal eine kleine Pause machen und uns nach diesem Dauerlauf erst einmal wieder etwas stärken. (Noch keine Spur vom Monster!)

Wir sind danach ein Stück am Wasser entlang gelaufen um uns dann, mal wider, einem traditionellen Fotoshooting zu widmen. (Immer noch keine Nessie zu sehen und mittlerweile hat es auch angefangen zu regnen…)

Bevor wir uns dann Richtung Heimweg und Bushaltestelle machten – uns war einfach zu kalt, also beschlossen wir, den Bus zurück nach Inverness zu nehmen – haben wir noch ganz klassisch einen Baum getauft*. (Nessie hat sich bis jetzt noch nicht blicken lassen, ich geb´s auf)

Und jetzt alles wieder zurück

An der Bushaltestelle mussten wir dann leider feststellen, dass der Bus, der uns auf dem Hinweg entgegen kam, der letzte war, der an diesem Tag noch fahren würde. Na toll, also doch alles wieder zu Fuß zurück. An sich war das nicht ganz so schlimm, nur war uns ziemlich kalt, es regnete und zu all dem würde es in etwas mehr als einer halben Stunde dunkel werden und dann war da ja noch die Straße…

Im Dunkeln auf dieser Straße zu laufen kam für uns alle nicht in Frage, das wäre dann doch etwas zu riskant gewesen. Also blieb uns nichts anderes übrig, als einen etwas längeren weg (der eigentliche Wanderweg, von dem wir aber vorher nichts wussten) zu nehmen. Dieser führte uns dann über kleinere, kaum befahrene Sträßchen zurück nach Inverness.

Es war wirklich dunkel…

Nach ein paar Metern war dann auch die Motivation zurück und mit einer neuen Playlist, hauptsächlich Muse, war das Ganze fast wie ein kleiner Nachtspaziergang. Naja, so klein war er dann doch nicht. Wir waren nach 17km und 3 Stunden und 36 Minuten laufen, dieses Mal ohne Pause, wieder zurück in Inverness. Gegen Ende taten uns allen dann doch auch die Füße weh, aber dies war dann ziemlich schnell wieder vergessen.

Insgesamt sind wir also fast 31km hin und zurück gelaufen und ich muss sagen, das war wirklich das Beste, was wir dort an diesem Tag hätten machen können! Im Nachhinein bin ich einfach nur froh darüber, dass kein Bus mehr gefahren ist und wir letztendlich beide Wege gelaufen sind.

Mein Tipp an alle, die auch nichts besseres zu tun haben als von Inverness nach Loch Ness und zurück zu laufen (oder auch irgendwo anders hin) und auch für uns für´s nächste Mal: plant so etwas vielleicht nicht unbedingt im Winter und schaut, dass ihr nicht erst Mittags los geht. Ansonsten sind solche, mehr oder weniger, spontanen und unüberlegten Aktionen halt meistens noch immer die Besten!

*Wir haben wirklich einen Baum getauft!

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Richmond Park & coming Home

In London gibt es ja eine Vielfalt an Dingen, die man unternehmen und besichtigen kann, doch gerade diese Vielfalt macht es oft um einiges schwieriger, sich für etwas zu entscheiden.

Es war also mal wieder einer dieser Tage, an denen wir nicht so ganz wissen, wie wir diese verbringen sollen.
Schon wieder shoppen gehen? Nein, haben wir die letzten Tage genug gemacht, man muss ja schließlich auch ab und zu den armen Geldbeutel berücksichtigen.
Ein Museum Besuchen? Da gehen maximal zwei stunden drauf, was wird dann aus dem restlichen Tag?
Da kam uns die Idee, mal wieder einen Park zu besuchen und welcher Park ist in London besser geeignet, um mal wieder raus aus dem Stadtleben zukommen, als der Richmond Park?!

Also schnell (oder auch etwas weniger schnell) mit der District Line runter Nach Richmond gefahren, ein paar Kleinigkeiten zum Picknicken eingekauft und den Bus zum Park genommen.

Im Richmond Park angekommen

Der Richmond Park ist ja sehr Berühmt für die unzähligen „Deers“ die darin leben und ich dachte eigentlich, dass es trotz allem eher eine kleine Herausforderung würde, die Tiere wirklich von Nahem zu sehen. Damit lag ich aber ziemlich falsch. Wir waren gerade mal ein paar hundert Meter im Park drin, schon konnten wir eine etwas größere Herde sehen. Dazu aber Leider auch eine ziemlich große Horde von Menschen.

Richmond Park

Seine Majestät höchstpersönlich

Wir sind dann natürlich auch gleich mal hingelaufen und haben uns diese erstaunlich zutraulichen Hirsche dann angeschaut und möglichst viele Fotos gemacht – so etwas sieht man ja nicht jeden Tag.
Danach wollten wir aber etwas Abstand von all den Leuten bekommen. So sind etwas in den Park rein gelaufen und haben uns unserem typisch spontanen Picknick mit Sandwiches und Trauben gewidmet.

Als dann, gegen später, eine weitere Freundin zu uns dazukam, sind wir endlich weiter in den großen Park hinein gegangen. Es war mal wieder nichts sonderlich spektakuläres, aber ich finde ein solcher Park hat auch irgendwie etwas magisches an sich. Wir haben die Natur genossen und hin und wieder ein paar Fotos gemacht und so ein paar wirklich tolle Flecken im Park entdeckt:

Richmondpark

„The Way to Wonderland“

Richmond Park

Der Geisterbaum

Richmond Park

Nicki ist umgezogen…

Das wirklich tolle am Richmond Park ist, dass man ihn sehr gut und relativ schnell (etwa 20 min. von West Kensington aus) erreichen kann und zudem ist er um einiges schöner, als der Hyde Park. Wenn man von London mal etwas Abstand braucht und gerne etwas mehr Natur sehen möchte, aber die Zeit nicht findet, richtig aus London raus zu fahren, ist der Richmond Park eine echt gute Alternative und absolut zu empfehlen.
Natürlich ist es nicht ganz mit der ländlichen Einöde zu vergleichen; man kann von dort aus den Shard und das London Eye noch sehr gut sehen.

Aber auch Richmond an sich ist sehr Empfehlenswert, es ist ein wirklich schönes Fleckchen direkt an der Themse. Also wer zumindest länger in London ist, sollte sich dies unbedingt mit auf die „To Do List“ setzen – ist auf jeden Fall auf meiner mit drauf!

Gegen Abend sind wir dann wieder zurück in die Stadt gefahren (aber natürlich nicht ohne einen kurzen Abstecher zu Starbucks). Da Marie-Agnès und ich dann später zum Flugplatz mussten haben wir schnell unser Gepäck geholt und sind dann weiter nach Little Venice gefahren, in der Hoffnung, dort einen netten Italiener zu finden, wo wir schön zu Abendessen könnten.
Das alles hat allerdings sich als kleiner Flop herausgestellt und damit sollte dann auch das Chaos der nächsten Nacht anfangen.

Wir haben dann nach langem Suchen endlich ein italienisches Restaurant gefunden. Das Essen dort war auch ganz gut, nur der Service ließ eher zu Wünschen übrig. Aber was soll`s, wir haben den Abend trotzdem genießen können.

Eine verrückte Reise

Danach haben Marie-Agnès und ich uns dann auf den Weg nach Stanstead zum Flughafen gemacht. Zuerst hatten wir versucht, einen Shutlebus zu nehmen… Also auf zu der Bushaltestelle. Einmal im Kreis gelaufen (die Wegbeschreibung von der Tubestation zur Bushaltestelle war etwas dürftig) und dort dann auf den Bus gewartet. Schon nach ein paar Minuten kam der Bus dann, hielt aber nicht an – man hätte sich wohl vorher anmelden müssen, wir wussten das aber nicht. Laut Internet hätten wir uns die Tickets auch direkt beim Bus holen können, davon sind wir dann auch ausgegangen.

Also ging es zurück zur Tubestation und von dort nach Tottenham Hale zum Zug nach Stanstead. Am Bahnhof angekommen, wird uns gesagt, dass kein Zug mehr nach Stanstead fahre aber ein anderer ganz in die Nähe, und dass wir von dort aus mit dem Taxi gut und relativ günstig zum Flughafen kommen würden. Das haben wir dann auch so gemacht, es blieb uns ja eigentlich nichts anderes übrig.
Das Taxi hat letztendlich mehr gekostet und mich wieder daran erinnert warum ich diese Art von Verkehrsmittel grundsätzlich meide.

Gegen 1 Uhr morgens sind wir dann am Flughafen angekommen, da unser Flug aber erst um 7 Uhr ging, hatten wir noch sehr viel Zeit totzuschlagen. Mit schlafen war dort aber nicht viel.
Wir haben die Zeit aber ganz gut überstanden und letztendlich bin ich heilfroh, dass wir schon am Abend zuvor losgegangen sind. Wären wir erst Morgens los, wäre das ganze sicher nicht anders gelaufen und wir hätten womöglich noch unseren Flug verpasst.

Es ist aber auch wirklich schwierig, bis nicht möglich gewesen irgend etwas über den Transport zum Flughafen im Voraus herauszufinden. Es ist nicht wirklich gut beschrieben, wo man die Tickets kaufen kann und auch sonst ist es beschreibungsmäßig eher dürftig.

Home sweet Home

Lettir vom Silberberg

Danke MTphotgraphy für das tolle Bild!

Zuhause habe ich dann eine schöne Woche mit meiner Familie und all den Tieren verbracht.

Auch habe ich einige „alte“ Freunde (auch wenn es nur etwas mehr als 2 Monate her ist, dass ich sie gesehen habe) wieder getroffen. Es ist etwas ganz anderes, wenn man sich plötzlich nicht mehr jeden Tag sieht und jeder nun etwas anderes macht…

Für nur eine Woche nachhause zu kommen ist schon etwas seltsam. Es war vom Gefühl her, als würde ich irgendwo hin in Urlaub fliegen, aber irgendwie nicht richtig, da ich ja noch immer zuhause war.

Jetzt bin ich wieder zurück in London und obwohl ich mich sehr gefreut habe, Nachhause zu kommen, ist es wirklich toll wieder zurück zu sein.

 

Hier noch ein Paar weitere Bilder aus dem Richmond Park:

Richmond Park

Pilze sind schon ziemlich cool

Richmond Park

Richmond Park

Richmond Park

Reisen, Städte

Berlin

I haven´t been Everywhere,

But it´s on my List.

Susan Sontag

 

Weil ich in letzter Zeit so selten dazu komme zu fotografieren, hab´ ich jetzt mal die Fotos von meinem Berlin -Trip wieder heraus gekramt. Continue Reading

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