Browsing Category

England

10 Jahre England
Blog, England

Der 15/08/2007 – A Day to remember

Der 15/08/2007

Ein Tag, der meine nächsten 10 Lebensjahre bestimmen würde – und noch so viele mehr! Genau heute vor 10 Jahren habe ich, zusammen mit meiner Familie, zum ersten Mal den Ärmelkanal überquert und einen Fuß auf eine mir noch unbekannte Insel gesetzt. Die kleine 10 jährige Salo wusste damals natürlich noch nicht, was dies einmal für sie bedeuten würde…

15/08/2007 10 Jahre England

Dieser erste Urlaub auf englischem Boden sollte nur der Anfang von etwas viel größerem sein und meine Zukunft in eine ganz neue Richtung lenken. Wer mich bereits etwas länger kennt, der weiß inzwischen sicherlich, dass mich der Schmetterlings-Effekt stark fasziniert hat. Wer dies noch nicht wusste, weiß es ja spätestens jetzt! Und als keine (vereinfachte) Erklärung für all die, die sich jetzt fragen, was der Schmetterlings-Effekt genau ist und schon panisch bei Google auf die Suche gehen: es handelt sich dabei um die Theorie, dass eine winzig kleine Entscheidung, die Zukunft komplett verändern kann und neue Wege ermöglicht, und andere somit komplett ausschließt. 

Der Schmetterlings-Effekt in real life

England als kleines Beispiel: hätten sich meine Eltern, damals vor 10 Jahren nicht dazu entschieden, den Sommer in England zu verbringen, wäre unser Lieblings Urlaubsziel vielleicht heute noch Norwegen. So wären wir also nicht jeden Sommer nach England gereist, ich hätte mich nicht in das Land verliebt, wäre nicht für ein Jahr nach London gezogen und säße jetzt nicht hier um dir das alles zu erklären. Ich würde vielleicht über Beauty und die neusten Modetrends aus Skandinavien berichten oder hätte das Bloggen eventuell überhaupt nicht angefangen. Es wäre alles ganz anders gekommen…

15/08/2007 10 Jahre England

Ist es aber nicht! So bin ich also am 15/08/2007 mit meinen Eltern und meinen Geschwistern zusammen nach England gereist. Nach vielen tausend Kilometern im Auto und eineinhalb Stunden auf der Fähre kamen wir endlich an unserem ersten Ziel Hebden Bridge an. Ein kleines Idyllisches Örtchen (und der Geburtsort von Ed Sheeran) in West Yorkshire. Dort verbrachten wir dann zwei Wochen, bevor es dann weiter nach Snowdonia im Norden von Wales ging. Auch hier verbrachten wir dann erneut zwei Wochen. Danach ging´s dann wieder zurück nachhause in den Schwarzwald.

Seither bin ich jedes weitere Jahr mindestens einmal nach Großbritannien gereist, sei es mit Familie, Schule oder ganz alleine. So habe ich fast jede Ecke dieses wunderschönen Landes gesehen und die Kultur von den verschiedensten Blickwinkeln kennen lernen können, wofür ich überaus dankbar bin!

Heute, 10 Jahre danach ist diese Insel definitiv eine Art zweite Heimat für mich! Daher gibt es Heute, sozusagen zum Jubiläum hier also ein kleines Tribute. 15/08/2007 10 Jahre England

15/08/2007 10 Jahre England

15/08/2007 10 Jahre England

15/08/2007 10 Jahre England

15/08/2007 10 Jahre England

Alle Fotos wurden damals von meinem Vater aufgenommen

Brighton Pier FOTOFREITAG
England, Fotografie

Der Brighton Pier | FOTOFREITAG

 

Ein Pier ist ja generell ein sehr beliebtes Fotomotiv, besonders in der Abendstimmung machen sie ganz schön was her. Man hat den Pier, das Meer drum herum und das alles ist in ein wunderbar goldenes Licht getaucht. Da entsteht durchaus eine unglaublich, ja fast magische Stimmung. Der Pier in Brighton ist eindeutig einer der beliebtesten Piers ganz Englands. Daher auch einer der wohl am häufigsten fotografierten Piers. Aus diesem Grund hatte ich beschlossen, keine der typischen Fotos vom Pier in Brighton zu machen. Einfacher aufgebaute Piers sind dafür sowieso viel besser geeignet. Der Brighton Pier hat, wie ich finde, etwas zu viel Action, zu viel was einen Ablenken würde. Ganz nach dem Motto: weniger ist mehr! Continue Reading

Trooping the Colour Queen Elizabeth II Fotofreitag
England, Fotografie

Trooping the Colour Parade | FOTOFREITAG

Es ist mal wieder Zeit für einen Fotofreitag, der letzte ist inzwischen schon beinahe einen Monat her – also eher schon überfällig!  Zudem habe ich inzwischen schon wieder eine doch sehr große Ansammlung an Fotos, die alle gepostet werden wollen.

Die heutigen Fotos entstanden alle bei der Geburtstagsparade der Queen, oder einfach Trooping the Colour. Mal wieder hatte ich ziemliches Glück, ich hatte es direkt vorne an die Absperrung geschafft und so konnte ich (mehr oder weniger) ungehindert knipsen. Durch Zufall standen wir auch auf der richtigen Seite, um Queen Elizabeth II gut sehen zu können. Continue Reading

Blog, England, Städte

Unite for Europe March | London

Ich wollte mich eigentlich schon immer einmal bei einer Art Demonstration beteiligen, allerdings habe ich es bisher irgendwie noch nie geschafft. Es sollte ja zudem auch noch für etwas sein, das ich auch wirklich unterstützen würde. In London gibt es praktisch andauernd solche Demonstrationen, auch viele, die wirklich in meinem Interesse gewesen wären. Allerdings haben diese bisher nie mit meinem Zeitplan übereingestimmt. So war ich zum Beispiel leider nicht in London, als dort der March4Women stattfand – den wäre ich auch wirklich gern mitgegangen. Dieses Mal jedoch hat eigentlich alles geklappt und ich konnte nun endlich meinen ersten March mitgehen, den Unite for Europe March.

Gegen Brexit, für EU!

Der Unite for Europe March, zur Demonstration gegen den Ausstieg Großbritanniens aus der EU, entspricht auch vollkommen meiner Meinung. Denn ja, ich bin absolut gegen den Brexit! Selbst wenn ich nur noch bis zum Sommer hier in England leben werde.

Da ich nun auch endlich einmal nichts vorhatte und mich auch sonst nichts daran hindern würde beschloss ich also, zusammen mit Marie-Agnès, am Unite for Europe March teilzunehmen. Neben 100 bis 200 Tausend weiteren Brexitgegnern, die von allen Ecken der Insel, ja sogar von Frankreich und Spanien, extra dafür anreisten, liefen wir 2 Meilen vom Hydepark, vorbei am Trafalgar Square bis zum Parliament Square um unsere Meinung mitzuteilen und unsere Unterstützung zu zeigen.

Es war eine wunderbar große und vor allem friedliche Demonstration, die leider viel zu wenig von den Medien unterstützt und verbreitet wurde. Kaum eine große Zeitung berichtete davon. Es schien als weigerten sich die Medien jetzt noch, so kurz vor dem Auslösen des Artikel 50, davon zu berichten. Sie wollen scheinbar nicht zeigen, dass so viele Menschen mit dieser Situation unzufrieden sind, da das ganze ja eigentlich sowieso schon besprochen ist.

Bringt das denn jetzt dann überhaupt noch was?“

Der March hat nur wenige Tage vor dem Auslösen des Artikel 50 stattgefunden, da stellt sich die Frage, was bringt es denn dann noch? Ist nicht schon längst alles geregelt und besprochen? Und hat es für mich überhaupt irgendeinen Sinn da mitzugehen, obwohl ich schon bald wieder in Deutschland leben werde und auch noch nicht lange hier lebe? Es betrifft mich ja eigentlich gar nicht wirklich. Diese Fragen hatte ich mir davor gestellt und ich habe darauf auch sehr schnell Antworten für mich persönlich gefunden.

Ja! Es bringt auch so kurz vorher noch etwas. Denn selbst wenn dieser March überhaupt nichts verändern würde (wie es leider nun auch der Fall war), so würde es zumindest zeigen, dass es noch immer Menschen gibt, die die EU befürworten. Und meiner Meinung nach ist dies auch ein guter Weg, für all jene, die in Großbritannien leben, aber beim Referendum nicht wahlberechtigt waren, ihre Meinung zu äußern. Denn das ist doch der ganze Sinn daran,das Recht auf Meinungsäußerung!

Auf meine zweite Frage: Ja! Es ist schon alles geregelt und ein zurück so wahrscheinlich, wie die Besiedelung des Mars innerhalb der nächsten 10 Jahre. Ich gehe jetzt einfach einmal davon aus, dass dies nicht der Fall sein wird… Und auch diese Frage habe ich mir, mehr oder weniger, mit der ersten Antwort bereits erklärt. Warum das ganze überhaupt noch? Zwecks Meinungsäußerung!

Meine letzte Frage hätte ich mir damit auch wieder beantworten können und es hätte an sich als Antwort auch reichen können. Jedoch steckt für mich noch weitaus mehr dahinter.

Für die Politik eines Landes demonstrieren, in dem ich bald nicht mehr leben werde – Warum?

Den Anfang der Antwort zu dieser Frage fand ich in meiner Vergangenheit. Vor 10 Jahren kam ich im August zum ersten Mal in meinem Leben, zusammen mit meiner Familie nach England. Seitdem sind wir beinahe jedes Jahr (ich glaube ich war nur in einem Jahr nicht hier), für immer mindestens 4 Wochen, nach England gefahren. Ich habe die Sommer meiner halben Kindheit auf dieser Insel verbracht und inzwischen ist sie wirklich eine zweite Heimat für mich!

Ich weiß noch nicht, wie eben dies in der Zukunft nun für mich weiter geht… Jedoch weiß ich schon jetzt, dass ich es ohne die Reisen nach Großbritannien nicht aushalten werde. Schon gar nicht, nachdem ich ein Jahr hier gelebt habe.

Aus diesem Grund fand ich es mehr als richtig und auch absolut angemessen bei dem Unite for Europe March mitzugehen obwohl ich bald wieder in Deutschland leben werde.

Ich möchte nicht, dass dieses Land aus der EU austritt! Nicht nur aus Eigeninteresse, sondern auch weil ich davon überzeugt bin, dass diese Vereinigung von europäischen Ländern einen sehr guten Grund hat und ich nicht glaube, dass es Großbritannien nach dem Brexit so viel besser geht. Ich bin wirklich gespannt, wie das alles dann in Zukunft weiter geht…

Inwiefern betrifft mich der Ausstieg?

Wie ich schon sagte, mich betrifft das alles insofern, dass dieses Land, oder vielmehr all die Länder der britischen Inseln, mich mein halbes Leben lang begleiteten und daher auch eine wirklich große Rolle in meiner Vergangenheit, wie auch Zukunft spielen.

Zudem haben inzwischen auch schon mehrere Demonstrationen für ein vereintes Europa in verschiedenen Städten Deutschlands Stattgefunden. Sicherlich auch in weiteren EU-Ländern. Es handelt sich hierbei eben nicht mehr um eine Sache, die nur die Engländer auf ihrer Insel betrifft, es geht ja schließlich um die Europäische Union und in dieser sind auch wir Mitglied.

Allgemein, England

Eine Frage des Blickwinkel

Der andere Blickwinkel schafft die Voraussetzung, dass uns alltägliche Dinge in Staunen versetzen.

Ich habe noch ein paar Fotos auf meiner Festplatte entdeckt, die ich noch nirgends gezeigt hatte… Ist zwar nun schon eine weile her, aber ich finde, die sollten doch auch gepostet werden.

Ein anderer Blickwinkel – Nur so habe ich bemerkt, dass Mati schon mal dort war. Hallo Mati, ich jetzt auch!

 

Nicki in Eastbourne

 

Nochmal Nicki

 

Die vertrockneten Blüten einer absterbenden Pflanze. (ziemlich dramatisch)

Au Pair, Blog, England

London Calling!

Schule fertig – was jetzt?

Für mich war eigentlich sofort klar, dass ich nicht gleich ein Studium oder eine Ausbildung anfangen würde. Nach 13 Jahren „lernen“ wollte ich jetzt erst einmal eine kleine Pause einlegen, raus und etwas mehr von der Welt sehen.

Also wären da dann noch zwei weitere Möglichkeiten gewesen, entweder Arbeiten, oder Reisen gehen. Aber zum Reisen hätte ich sowieso vorher erst noch arbeiten und etwas Geld verdienen müssen – außer ich hätte Work and Travel gemacht.

Das wären also die Möglichkeiten gewesen, die ich sonst noch gehabt hätte und die ich mir auch durchaus vorstellen konnte.

Aber für mich war schon vor beinahe zwei Jahren klar, was ich machen würde, sobald ich mit der Schule fertig wäre: ein Jahr als Au-Pair in London!

Warum Au-Pair?

Auf die Idee, ein Jahr Au-Pair zu machen, kam ich eigentlich durch eine Bekannte, die selbst als Au-Pair im Ausland war. Zudem hat es sich einfach angeboten, da die Cousine meiner Mutter auf der Suche nach Au-Pairs war. Und so war für uns alle klar, dass ich, sobald ich mit der Schule fertig wäre, für ein Jahr zu ihr nach London kommen würde.

Wenn man, wie ich, gerne mehr von der Welt sehen würde und gerne reist, gerade aber nicht das nötige Geld beisammen hat und sich mit Work and Tavel nicht ganz so wohl fühlt, dann ist meiner Meinung nach Au-Pair eine tolle Alternative. Man verdient dabei etwas Geld und kann so auch von der neuen Heimat aus verreisen – normalerweise hat man als Au-Pair während den Schulferien frei, also alles kein Problem.

Wer allerdings mit Kindern nicht zurechtkommt, sollte sich eher nicht für die Variante „Au-Pair“ entscheiden, es geht ja letztendlich eigentlich nur darum, sich um die Kinder zu kümmern!

Warum London?

Ausschlaggebend für die Wahl des Ortes war natürlich, dass die Familie, zu der ich gehen würde, in London wohnt. Ich hatte vorher gar nicht groß darüber nachgedacht, wohin ich gehen wollte, mir war nur schon lange davor klar gewesen, dass ich nach meinem Abitur erst einmal raus aus Deutschland wollte. Wohin war aber noch offen.

Es gab und gibt für mich aber noch weitere Gründe, warum ich dann letztendlich nach London wollte.

Durch etliche Reisen nach Großbritannien habe ich das Land von so vielen Seiten her kennen gelernt und muss sagen, dass ich es einfach unbeschreiblich schön finde, von der Landschaft bis zur Sprache.

London kannte ich vorher aber auch schon ein bisschen, ich habe vor zwei Jahren bereits drei Wochen hier verbracht und wusste also in etwa, auf was ich mich „städtemäßig“ einlassen würde.

Dies hat mir dann auch sehr dabei geholfen die Entscheidung zu treffen, für ein Jahr hier zu leben. Bis jetzt habe ich es auch nicht einmal bereut. London ist eine wirklich tolle, aber auch ziemlich verrückte Stadt – man muss sie einfach lieben!

Die ersten Tage:

Ich bin am 31. August, früh morgens, in Deutschland los geflogen und bin dann, nach einem eineinhalbstündigen Flug, etwa 40 Minuten später in London angekommen.

Die ersten Paar Tage verbrachte ich hauptsächlich damit, alles einigermaßen kennenzulernen, einfach hier anzukommen und die wichtigsten Dinge zu regeln (wie ein Bankkonto eröffnen – kann ich soweit absolut empfehlen!).

Auch habe ich am Wochenende an einem, extra für Au-Pairs organisiertem, Picknick teilgenommen und viele weitere Au-Pairs kennen gelernt. Es hilft wirklich sehr, wenn man möglichst bald neue Leute kennen lernt, gerade auch solche, die selbst noch neu in der Stadt sind.

An einem solchen Event teilzunehmen ist also wirklich sehr empfehlenswert, wenn man ganz neu irgendwo ist und noch niemanden so wirklich kennt. In London gibt es einen Haufen dieser Veranstaltungen. Diese sind auch relativ leicht über das allseits bekannte Facebook zu finden.

Jetzt bin ich bereits eine Woche hier in London und möchte einfach ab und zu über meine Erlebnisse und Erfahrungen schreiben. Vielleicht kann ich so ja auch anderen bei der Entscheidung helfen, die sich vielleicht noch nicht ganz sicher sind, ein Auslandsjahr als Au-Pair zu machen, oder noch gar nicht wissen, was nach der Schule kommen soll.

Hier erfährst du, was man so alles als Au Pair wissen sollte.

Salo♥

England

Dartmoor

You do see me crossing the meadow
stiff and dead from the mist?
I long for that home,
that home I’ve never had,
and without any hope
that I’ll ever be able to reach it.
For such a home, never touched,
I carry that longing that will
never die, like that meadow dies
stiff and dead from the mist.
You do see me crossing it, full of dread

Robert Walser

 

Ein kleiner See mitten im Dartmoor National Park in England. Aufgenommen im Sommer 2012 während einer meiner vielen Aufenthalte im wunderschönen, „mystischen“ England.

%d Bloggern gefällt das: