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Plastik, ist das Kunst oder kann das weg? | FOTOFREITAG
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Plastik, ist das Kunst oder kann das weg? | FOTOFREITAG

Inspiriert von der neuen Ausgabe der National Geographic „PLANET OR PLASTIC?“ und all dem (Plastik) Müll, den ich heute Morgen auf dem Weg zur Hochschule an der Straße sehen musste, gibt es heute mal eine etwas andere Art von Fotofreitag. Eine kleine spontane Fotoserie dem ganzen Müll gewidmet, der sich scheinbar unaufhaltsam in unserer Natur ausbreitet. Ist das Kunst oder kann das weg? (Achtung! Ernstgemeinte Frage.)

Wie ich mit Plastik umgehe und was auch du tun kannst, um unsere Erde ein wenig sauberer zu hinterlassen.

Plastik, ist das Kunst oder kann das weg? | FOTOFREITAG

Ein Leben ohne Plastik?

Der erste Gegenstand zu deiner Rechten, was ist es? Aus was ist er gemacht? Wenn ich mich hier gerade so umsehe, dann lautet die Antwort zu der Frage viel zu oft: PLASTIK! Egal ob Rechts oder Links von mir, oben oder unten, hinten oder… ich glaube, du kennst das Spiel… Ich bin mir ziemlich sicher, das wird auch Deine Antwort sein. Wenn nicht, achte einmal darauf, mit welchem Gerät du das hier gerade liest. Dieser Text kann dir nur mit Hilfe von Plastik angezeigt werden. Das beginnt bereits bei meiner Tastatur, mit der ich gerade schreibe. Mit Pergament, Feder und Tinte kann ich online nur wenig anfangen.

Plastik, ist das Kunst oder kann das weg? | FOTOFREITAG

Wie soll es also möglich sein, auf Plastik zu verzichten? Meiner Meinung nach ist es nicht möglich. Nicht bei den Standards unserer heutigen Gesellschaft. Allein meine Kamera besteht gefühlt nur aus Plastik. Ganz schön demotivierend, was?

Dennoch kannst auch du etwas tun!

Das Ganze heißt nicht, dass du dich jetzt wieder bequem vor deinen (Plastik) Fernseher, auf deinem (Plastik) Sofa, in deine (Plastik) Decke einmummeln solltest und dich bemitleiden, dass du es ja versucht hättest aber schon beim Gedanken daran gescheitert bist. Nein, im Gegenteil! Es sollte dich stattdessen motivieren weiter zu machen, über den Gedanken hinaus. Kannst du dir vorstellen, das unmögliche zu schaffen?

Plastik, ist das Kunst oder kann das weg? | FOTOFREITAG

Ich werde dir hier keinen Vortrag halten, was du tun sollst und wie du ein besserer Mensch werden kannst. Denn dazu bin ich selbst sicher auch nicht in der Lage! Wer ist das schon? Aber ich möchte dir erzählen, wie ich versuche meinen Anteil dazu beizutragen.

Leitungswasser statt Flaschen schleppen…

Seit meinem Jahr in London trinke ich nur noch Leitungswasser. Ich war sowieso nie ein großer Fan von Säften oder Softdrinks aller Art. Doch ohne meinen Sprudel, wie wir hier im Süden sagen, dachte ich, könnte ich nicht überleben.

Falsch gedacht! Ich kann sogar sehr gut ohne die ganze Kohlensäure leben. Ich habe einfach immer eine wieder auffüllbare Flasche dabei und Leitungswasser gibt es sowieso überall – und das sogar umsonst!

Plastik, ist das Kunst oder kann das weg? | FOTOFREITAG

Ja, auch in Deutschland hast du in jedem Café oder Restaurant etc. das Recht gratis Leitungswasser zu bekommen. Auch ohne, dass du dort etwas konsumieren musst. Sehen die Betreiber natürlich nicht immer sehr gern und die angestellten wissen leider manchmal nichts davon, was aber mit etwas Überzeugung mir persönlich noch nie Probleme bereitet hat.

So kannst du dir unnötiges Plastik und das lästige Flaschenschleppen sparen. Dazu natürlich auch noch etwas Geld… Da blüht das Schwabenherz!

Plastik, ist das Kunst oder kann das weg? | FOTOFREITAG

Plastik direkt beim Kauf vermeiden

Wo es geht, versuche ich bereits beim Einkaufen auf unnötiges Plastik zu verzichten. Plastiktüten meiden oder direkt wiederverwendbare mitbringen. Das meiste lose Gemüse kann ich auch ohne Tüte mit Nachhause nehmen. Ob es die letzten Kilometer der Reise nun verpackt wird, oder nicht, macht doch auch keinen Unterschied mehr. Waschen muss ich es sowieso und wie glaubst du, hat das Gemüse den Supermarkt erreicht? Schön sauber verpackt ganz sicher nicht.

Und sollte es doch aus irgendeinem Grund nicht ohne gehen, dann packe ich einfach alles Gemüse, was ich kaufen möchte in eine Tüte. So freut sich dann halt der/die Kassierer/in, aber keine Angst, sie können dies durchaus überleben.

Ansonsten einfach auf dem Wochenmarkt kaufen, dort hat niemand ein Problem damit, wenn du die Lebensmittel nicht in Plastiktüten verpackst.

Plastik, ist das Kunst oder kann das weg? | FOTOFREITAG

Und die einfachste Lösung überhaupt: (könnte wirklich jeder schaffen!)

Recycling: ab in den Müll damit!

Gib Mülleimern und der Müllabfuhr einen Sinn und entsorge deine Verpackungen etc. einfach in der nächsten Tonne! Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wie dies manchen Menschen so schrecklich schwer fallen kann…

Besonders jene Autofahrer, die ihren Müll einfach zum Fenster raus werfen, sind mir unbegreiflich. Ist es denn so schwer die Überreste deines McMenüs bis nachhause oder zum nächsten Mülleimer im Auto zu lassen?!

Die Fotos entstanden übrigens auf einem Straßenabschnitt von etwa 750 Meter durch den Wald. Die Straße ist recht wenig befahren und Fußgänger hat es kaum. Und das war meine magere Ausbeute. Dabei habe ich sicherlich nochmal so viel bei all dem hohen Gras übersehen…

Plastik, ist das Kunst oder kann das weg? | FOTOFREITAG

Wenn ein jeder einfach seinen oder ihren Müll selbst im Mülleimer entsorgt wäre dem Ganzen doch schon sehr geholfen. Und ja, ich weiß, dass es unzählige Länder auf diesem tollen Planeten gibt, die weitaus schlimmer in Sachen Müllentsorgung und Plastik Verschmutzung sind, als unser anständiges Deutschland. Aber was bringt es immer nur mit dem Finger auf andere zu zeigen?

Gute Kamera heißt guter Fotograf | FOTOFREITAG
Blog, Fotografie

Tolle Fotos – Deine Kamera ist echt gut! | FOTOFREITAG

Vielen Dank! Oder vielmehr ich werde es ihr ausrichten. Inzwischen habe ich mit dem Zählen aufgehört, wie oft ich diesen Satz schon gehört habe. Es ist ja auch ganz einfach: umso besser die Kamera, desto besser der Fotograf! Oder warum haben denn sonst Profis immer diese Riesenkameras?! Ach ja, die Größe der Objektive spielt dabei natürlich auch eine wichtige Rolle!

Welche Kamera benutzt du denn?

Heutzutage macht wirklich jeder Fotos. Ob mit dem Smartphone, einer kleinen Kompaktkamera oder einer schicken Spiegelreflexkamera. Da schießen die Fotografen nur so aus dem Boden. Zu Weihnachten bekommt das kleine Mädchen oder der kleine Junge eine tolle Kamera geschenkt und Zack! Da haben wir wieder eine neue Fotografin, ein neuen Fotografen. Ja, dieses Beispiel trifft auch auf mich zu.

Zu Weihnachten vor so und so vielen Jahren schenkte mir mein Vater meine erste DSLR, eine Canon EOS 600d. Somit war die Fotografin erschaffen! Die Kamera auf Vollautomatik und dann immer schön den Auslöser gedrückt halten. Mehr braucht es ja schließlich nicht, um ein Foto zu machen. Dies kann dir auch jeder mit einem Smartphone aus eigener Erfahrung nur zu gut bestätigen. Das ganze muss mit einer Spiegelreflex also noch um einiges einfacher sein! 

Gute Kamera heißt guter Fotograf | FOTOFREITAG

Aufgenommen mit der Canon EOS 80D und bearbeitet in Photoshop

Allerdings war diese erste Spiegelreflex nicht meine erste Kamera. Ich bin nicht durch diese Kamera zur Fotografie gekommen. Sondern durch mein Interesse an der Fotografie und stundenlanges Üben zu einer solchen Kamera gekommen. Ich habe nicht mir nichts, dir nichts entschlossen, dass ich jetzt eine DSLR brauche und Profifotografin werden möchte. Im Gegenteil – und Fotografin bin ich noch immer nicht.

Meine aller erste Kamera war die alte, recht einfache analog Kamera meiner Großmutter, die ich mir als Erbstück herausgesucht hatte – die wollte sowieso keiner mehr. Damit habe ich, kleiner Erstklässler, mehr schlecht als recht dann drauf los fotografiert.

Irgendwann durfte ich dann die kleine Digitalkamera meines Vaters mitbenutzen und als er sich eine neue zulegte, durfte ich die alte ganz allein benutzen. So ging es dann noch eine Kamera weiter, bis ich schließlich meine aller erste wirklich eigene Digitalkamera, die vorher noch nicht gebraucht war, erhielt. Das war so ungefähr als ich 12 Jahre alt war.

Ein paar Jahre später ging dieses Spiel wieder von vorne los und ich begann dann immer mehr die Spiegereflex meines Vaters mit zu benutzen. Die erste, von Anfang an eigene, Spiegelreflex besitze ich allerdings gerade einmal seit einem Jahr.

Fotos machen kann jeder – Fotografieren will gelernt sein

Was ich hiermit jetzt sagen will, ist, dass ich nicht einfach von heute auf morgen eine super Kamera geschenkt bekommen habe und jetzt auf einmal nur noch tolle Bilder damit mache – weil es damit ja gar nicht anders geht. Ich habe seit ich sechs Jahre alt bin ständig irgendeine Kamera in der Hand gehabt. Mal mehr mal weniger Oft. Und irgendwann hat sich mein Interesse in die Fotografie gefestigt und ich habe angefangen, darüber nachzudenken, wie ich das jeweilige Foto aufnehmen könnte. Und ich habe mich vom Automatikmodus stetig immer mehr entfernt.

Fotografie ist mehr als nur ein Knopf betätigen und die Kamera zu halten. Ein Foto, ein Schnappschuss ist allerdings mehr oder weniger genau das. Du machst dir keine großen Gedanken über die Einstellung oder gar die Komposition. Du lässt die Kamera ein Foto für dich machen.

Gute Kamera heißt guter Fotograf | FOTOFREITAG

Aufgenommen mit dem Smartphone im Globetrotter in Stuttgart

Sobald du dich aber aus deiner Komfortzone begibst und dich in die Untiefen deiner Kamera versuchst hineinzuversetzen, ist eben dieses Auslösen der kleinste Teil am Fotografieren. Es ist nicht die Kamera die das Foto macht sondern du selbst!

Kein Pinsel hat jemals ein Gemälde allein gemalt. Es war immer der Künstler – der sicher noch nie ein Kompliment zu seiner einzigartigen Pinsel-Wahl erhalten hat. Auch hat noch nie ein Ziegelstein eine Mauer selbst gebaut oder ein Herd ein Festtagesessen gekocht. Würdest du zu einem Koch im Restaurant sagen, das essen sei so lecker gewesen und dass er sicher einen ausgezeichneten Herd haben müsse und noch bessere Töpfe?

Siehst du auch, wie absurd diese Aussage, „Deine Kamera ist wirklich gut!“, tatsächlich ist? Klar, spielt die Qualität der Kamera auch eine Rolle bei der Qualität des Bildes. Aber bei Qualität spreche ich hier bei nur von der möglichen Schärfe eines Fotos. Das Bild kann noch so scharf sein, doch ist z.B. der Kopf einer Person im Portrait abgeschnitten, so macht die Schärfe dieses Bild dann auch nicht besser. Oder würdest du auch nur für die gute Bildqualität zahlen? Alles Andere ist dann nur Nebensache…

Der Herd kann noch so toll sein und die Küche Top ausgestattet, wenn der Koch oder die Köchin aber keine Ahnung hat brennt die Suppe am Ende doch wieder in den Topf.

Warum also wird das bei der Fotografie anders gesehen? Weil jeder Zugang zu einer super Kamera hat? Aber es hat doch auch jeder einen Herd und Töpfe zuhause – warum ist dann nicht jeder ein Profikoch?

Kleine Anmerkung zum Schluss: Ich selbst bin kein Profi und verdiene auch kein Geld mit meinen Fotos. Ich Schreibe hier aus eigener Erfahrung, jedoch weiß ich auch von Gesprächen mit verschiedenen Fotografen, dass auch oder gerade professionelle Fotografen diese Aussage viel zu oft zu hören bekommen.

Whydah of Bristol
Blog, Reisen

Whydah of Bristol – eine Woche segeln

Als Kind war ich einfach fasziniert von spannenden Abenteuergeschichten. Daher war ich auch schon immer sehr beeindruckt von Geschichten mit Piraten. Ja ich spielte auch des öfteren „Piraten“ mit meiner kleinen Schwester – die waren aber auch einfach cool! Damals wäre mir nie und nimmer in den Sinn gekommen, dass ich eines Tages tatsächlich selbst auf einem Segelschiff stehen würde. Mitte September durfte ich an einem Überführungstörn der Whydah of Bristol teilnehmen.

Whydah of Bristol - im Hafen von Greena, D'nemark

Leinen los und fertig machen zum Anlegen

Mit einer Crew von insgesamt 10 Leuten, von denen mindestens Drei noch nie selbst gesegelt sind, sollten wir die Whydah von Göteborg in Schweden zu ihrem Heimathafen, Heiligenhafen in Deutschland, überführen. Dafür hatten wir genau eine Woche zeit und jede Menge angestauter Vorfreude, endlich die Leinen los zu machen, die Segel zu setzen und gen Süden zu fahren!

Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände verzögerte sich das Ablegen allerdings schon am ersten Tag. So konnten wir erst am folgenden Tag aus Göteborg auslaufen. An den Schären vorbei und Richtung offenes Meer stießen wir allerdings schon auf das zweite Hindernis. Der Wind war leider nicht ideal, was aber bekannt und an sich kein allzu großes Problem bereitet hätte. Denn die Welle, aus südlicher Richtung, war einfach viel zu stark, so dass wir, selbst mit Motor, nicht dagegen ankamen.

Also ging es zurück nach Schweden. Wir legten im Hafen von Donsö an. Dort durften wir, dank eines Sturmes, erst einmal 3 Nächte verbringen, bevor wir dann unseren zweiten Versuch starten würden. Die Hafentage waren an sich natürlich auch unglaublich schön! Wir erkundeten gemeinsam die Insel, machten uns auf die Suche nach frischen Pilzen und wurden, dank unseren beiden Starköchen, wie im Fünf Sterne Restaurant verköstigt. Alles in Allem waren diese Tage schon eine unglaublich tolle Erfahrung für sich!

Auf ein Neues!

 

Aber wir wollten ja eigentlich segeln und uns auf dem offenen Meer vergnügen – anstatt in all möglichen schwedischen Häfen. Also versuchten wir am 4. Tag erneut unser Glück. Der Sturm war inzwischen weiter gezogen, allerdings hatte er eine Welle zurück gelassen von gefühlt 3 Metern, der Erzählung halber 4!

Mit Starkregen und schön schaukelig ging´s also auf in den Süden – naja, vielleicht war es auch eher so Richtung Westen oder Nordwesten… Mit dem Großsegel im ersten Reff und einem Vorsegel versuchten wir unser Bestes. Doch nach etwa 4 Stunden, und mit Aussicht auf eine noch schlimmere Nacht, als der erste schon über der Reling hing, war dann die Entscheidung gefällt, wir würden umkehren und in den nächsten Hafen einlaufen. An dem Punkt hätte ich auch noch die ganze Nacht durchfahren können, so motiviert war ich. Ich hatte ja sowas von keine Ahnung gehabt!

Einmal 24 Stunden Segeln – mit Allem, bitte!

 

Dieses Mal, legten wir auf Styrsö an. Eine wunderschöne, typisch schwedische Schäreninsel westlich von Donsö. Doch lange sollten wir hier nicht bleiben. Am Fünften Tag hieß es dann, früh morgens endgültig „Leinen los“! In der Morgendämmerung legten wir ab und fanden eine Traumhaft ruhige See vor uns. Auch der Wind war endlich mehr oder weniger Ideal. Beinahe so, als wäre die Tage vorher nichts gewesen… So fuhren wir bester Laune und mit Vollzeug Richtung Dänemark und rein ins  Kattegat – eine Art Bermuda Dreieck der Ostsee.

Stille Wasser sind tief – oder der Schein trügt; nicht alles ist Gold, was glänzt…

Den ganzen Tag über hatten wir unglaublich tolles Wetter, eine ruhige See und eine wunderschön entspannte Zeit an Deck. Abends durften wir dann einen umso schöneren Sonnenuntergang bewundern, um dann in der Nacht dem nicht vorhergesagten Sturm ausgeliefert zu werden. Nach dem Abendessen trat dann auch der Wachplan in kraft. Die Crew wurde in Dreier-Grüppchen aufgeteilt, so dass jeder abwechselnd Ruderwache, Backschaft und Freiwache hatte. Und so auch jeder immer mal wieder die Möglichkeit zu Schlafen hatte.

 

Whydah of Bristol - Sonnenuntergang auf der Ostsee

In der Nacht wurde der Seegang dann wieder deutlich rauer, was das schlafe

 

n doch etwas erschwerte. Bei jeder Welle wäre ich beinahe aus dem Bett gefallen… Um Mitternacht hatte ich dann mit meiner Gruppe Ruderwache. Und somit begann für mich eine der aufregendsten Nächte überhaupt.

Unter einem atemberaubenden Sternenhimmel fuhren wir so dahin. Der Wind nahm langsam zu, doch in den zwei Stunden meiner Schicht war sonst nichts weiter Aufregendes – bis auf die Tatsache, dass ich mitten in der Nacht, irgendwo vor der dänischen Küste am Steuer eines zweimastigen Segelschiffes stand. Also alles wie immer!

Nach meiner Schicht beschloss ich noch ein Weilchen oben an Deck zu bleiben, ich war ja sowieso schon wach und da der Seegang noch einmal stärker wurde, war mir dann doch nicht ganz so wohl unter Deck zu gehen. Und dann ging´s auch schon los. Der Bug tauchte bei jeder Welle schon so tief ein, dass man, wenn man ganz vorne Stand, bis mindestens auf Bauchhöhe nass wurde. Zuerst musste das Schonersegel eingeholt werden und kurze Zeit später hieß es dann sowieso „alle Mann an Deck“. Das Großsegel musste ebenfalls runter, der Wind war inzwischen einfach zu stark! Wobei mir die Schräglage der Whydah wirklich sehr gefiel… 

Diese beiden Aktionen waren tatsächlich ziemlich action reich und so auch nicht ganz ohne – im Dunkeln und bei Wellen von Mindestens 5 Meter (für die Erzählung)! Zu meinem Glück hatte ich daran aber einen Heidenspaß – wahrscheinlich etwas zu viel für eine solche Situation… 

Morgenstund hat Gold im Mund

Früh Morgens lag dann wieder eine See vor uns, als hätte es die letzte Nacht nie gegeben. Pünktlich zum Sonnenaufgang vom siebten Tag erreichten wir dann den Hafen von Greena in Dänemark.  Und genau 24 Stunden später legten wir neben der Mytilus, einem historischen Segelschiff für Pfadfindergruppen, an. Wir alle waren heilfroh nach dieser Nacht endlich anlegen zu können!

 

Die Ankunft am Ziel ist umso schöner, je mehr Stürme du erlebt hast

So endete unsere Schiffsreise auf knapp halber Strecke (wohl eher einem Drittel der eigentlichen Reise) in Dänemark. Am 8. Tag war dann noch die Schiffsübergabe an die nachfolgende Gruppe, die nun ihr Glück versuchen konnte, die Whydah sicher in ihren Heimathafen zu bringen. 

 

Auf (hoffentlich) Wiedersehen, Whydah!

Für uns alle hieß es nun, zurück nach Deutschland und zurück in den Alltag. Ganz plötzlich wird man wieder in die Realität zurück gerissen! Jedoch bereichert mit unglaublich schönen und einzigartigen Erinnerungen. Einfach unvergesslich… 

10 Jahre England
Blog, England

Der 15/08/2007 – A Day to remember

Der 15/08/2007

Ein Tag, der meine nächsten 10 Lebensjahre bestimmen würde – und noch so viele mehr! Genau heute vor 10 Jahren habe ich, zusammen mit meiner Familie, zum ersten Mal den Ärmelkanal überquert und einen Fuß auf eine mir noch unbekannte Insel gesetzt. Die kleine 10 jährige Salo wusste damals natürlich noch nicht, was dies einmal für sie bedeuten würde…

15/08/2007 10 Jahre England

Dieser erste Urlaub auf englischem Boden sollte nur der Anfang von etwas viel größerem sein und meine Zukunft in eine ganz neue Richtung lenken. Wer mich bereits etwas länger kennt, der weiß inzwischen sicherlich, dass mich der Schmetterlings-Effekt stark fasziniert hat. Wer dies noch nicht wusste, weiß es ja spätestens jetzt! Und als keine (vereinfachte) Erklärung für all die, die sich jetzt fragen, was der Schmetterlings-Effekt genau ist und schon panisch bei Google auf die Suche gehen: es handelt sich dabei um die Theorie, dass eine winzig kleine Entscheidung, die Zukunft komplett verändern kann und neue Wege ermöglicht, und andere somit komplett ausschließt. 

Der Schmetterlings-Effekt in real life

England als kleines Beispiel: hätten sich meine Eltern, damals vor 10 Jahren nicht dazu entschieden, den Sommer in England zu verbringen, wäre unser Lieblings Urlaubsziel vielleicht heute noch Norwegen. So wären wir also nicht jeden Sommer nach England gereist, ich hätte mich nicht in das Land verliebt, wäre nicht für ein Jahr nach London gezogen und säße jetzt nicht hier um dir das alles zu erklären. Ich würde vielleicht über Beauty und die neusten Modetrends aus Skandinavien berichten oder hätte das Bloggen eventuell überhaupt nicht angefangen. Es wäre alles ganz anders gekommen…

15/08/2007 10 Jahre England

Ist es aber nicht! So bin ich also am 15/08/2007 mit meinen Eltern und meinen Geschwistern zusammen nach England gereist. Nach vielen tausend Kilometern im Auto und eineinhalb Stunden auf der Fähre kamen wir endlich an unserem ersten Ziel Hebden Bridge an. Ein kleines Idyllisches Örtchen (und der Geburtsort von Ed Sheeran) in West Yorkshire. Dort verbrachten wir dann zwei Wochen, bevor es dann weiter nach Snowdonia im Norden von Wales ging. Auch hier verbrachten wir dann erneut zwei Wochen. Danach ging´s dann wieder zurück nachhause in den Schwarzwald.

Seither bin ich jedes weitere Jahr mindestens einmal nach Großbritannien gereist, sei es mit Familie, Schule oder ganz alleine. So habe ich fast jede Ecke dieses wunderschönen Landes gesehen und die Kultur von den verschiedensten Blickwinkeln kennen lernen können, wofür ich überaus dankbar bin!

Heute, 10 Jahre danach ist diese Insel definitiv eine Art zweite Heimat für mich! Daher gibt es Heute, sozusagen zum Jubiläum hier also ein kleines Tribute. 15/08/2007 10 Jahre England

15/08/2007 10 Jahre England

15/08/2007 10 Jahre England

15/08/2007 10 Jahre England

15/08/2007 10 Jahre England

Alle Fotos wurden damals von meinem Vater aufgenommen

Ehe für Alle & London Pride Parade 2017
Blog, Fotografie, Menschen

Ehe für Alle und London Pride Parade 2017

Die Welt wird ein stückchen offener und London feiert das Ganze mit dem Festival Pride in London. Aber nicht nur London hat ein Grund zum feiern. 

Pride In London Parade 2017

Am 30. Juni wurde in Deutschland Geschichte geschrieben – die Ehe für Alle wurde beschlossen. Eine Entscheidung, die schon lange überfällig war! Wer mich persönlich kennt, weiß dass ich der Kirche und Religion im allgemeinen sehr kritisch gegenüber stehe, ich deswegen aber keinesfalls irgend jemanden verurteilen würde. Auch muss ich ehrlich zugeben, ich weiß nicht so recht, was ich vom Heiraten halten soll. Warum interessiert es dann mich, wer (kirchlich) heiraten darf und wer nicht? Ich selbst könnte sowieso nicht mit einer kirchlichen Trauung heiraten. Nicht getauft, weder Kommunion, noch Konfirmation gehabt – kurzum konfessionslos, eine klassische Heidin eben. Da ich selbst auch nicht Gay bin, macht dieser Beschluss doch eigentlich überhaupt keinen Unterschied für mich… Continue Reading

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Adele oder Justin Bieber ? Ein perfekter letzter Abend

Wir waren eigentlich eine der vielen wenigen, die es tatsächlich geschafft hatten Karten zu einem der Adele Konzerte im Wembley Stadium zu ergattern. Wir hatten zwar die wahrscheinlich schlechtesten Plätze überhaupt – gaanz oben, direkt unterm Dach, aber was soll´s? Wir haben Karten für das letzte Adele Konzert im Wembley Stadium! Für das letzte Konzert der Tour! Wahrscheinlich das überhaupt letzte Konzert von Adele! Continue Reading

Color Obstacle Rush & Summertime Ball
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Wie Du auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzt (Summertime Ball Edition)

Ich dachte immer das mit den zwei Hochzeiten und dem gleichzeitig Tanzen sei wirklich und absolut unmöglich. Du kannst nicht auf zwei Mega-Parties gleichzeitig anwesend sein – oder vielleicht etwa doch? WATCH ME! Wir haben es kurzerhand gemacht. Letzten Samstag haben wir nicht nur an einem 5km Lauf teilgenommen, sondern sind auch (beinahe gleichzeitig) auf den Summertime Ball gegangen. Continue Reading

BAFTA 2017
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Am Roten Teppich der BAFTA Awards

Ziemlich kurzfristig haben wir herausgefunden, dass am 14. Mai die British Academy Television Awards in London stattfinden sollten, und dass es möglich ist, all die Sternchen über den Roten Teppich schreiten zu sehen. So eine Show wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen! Wir hatten uns dann Kurzerhand dazu entschlossen, Sonntagmorgen zu denn unchristlichsten Zeiten aufzustehen und zur Royal Festival Hall zu fahren um uns die Eintrittsbändchen zu sichern. Continue Reading

Möwe beim Losfliegen
Allgemein, Blog

Abstand nehmen – die Lösung aller Probleme?

Manchmal scheint einfach gar nichts zu helfen, du stehst mehr oder weniger unter Dauerstress, bei der Arbeit läuft nichts wie es soll und zuhause ist es leider auch nicht besser. Es scheint einfach alles irgendwie nur noch schief zu gehen und egal, was auch immer du ausprobierst, es wird nicht besser. Früher schlafen gehen oder sich einen Tag frei nehmen bringen zwar kurzzeitig was, aber so richtig besser fühlt es sich nicht an. Vielleicht musst du in solch einem Fall einfach mal raus und von Allem etwas mehr Abstand nehmen.

Bach im Wald

Für mich ist genau das die Lösung auf sämtliche Probleme, ganz egal was. Hier in der Stadt ist das Leben gefühlt tausendmal stressiger und hektischer als bei mir daheim in der ländlichen Einöde. Da kann es dann auch mal vorkommen, dass einem das Ganze dann doch etwas zu viel wird. Wenn es dann zu dem Punkt kommt, an dem es einfach nur noch zu viel Stadt ist, hilft eigentlich nur noch eines: Abstand nehmen!

Für mich persönlich ist dies wirklich die allerbeste Medizin und Lösung für eigentlich alle Probleme. Einfach mal rauskommen und weg von all dem, was mich stresst. Gerade wenn alles einfach schiefzugehen scheint ist dies, wie ich finde, tatsächlich das Beste. In meinem Fall hilft es mir unglaublich, wenn ich einfach etwas mehr von Natur umgeben bin. Weniger Häuser, Straßen und Menschen um mich herum und bessere Luft können eine so große Auswirkung auf mich haben. Klar, ich könnte jetzt einfach in den nächstgrößeren Park gehen, doch so richtig Hilfreich ist für mich eigentlich nur ein Trip raus aus der Stadt. Richtig raus und möglichst viel Abstand nehmen!

Raus fahren und abschalten

Meine Mädels und ich machen daher auch immer mal wieder Sonntags einen Trip raus auf´s Land. Wir stellen uns dann ein Lunchpaket zusammen und laufen dann meistens irgendwie durch die Landschaft, bis wir irgendwo Pause machen und picknicken. Diese Tage sind vielleicht dann wirklich mit Abstand die unproduktivsten Tage, die ich hier in London habe, jedoch sind diese auch die, die mir immer am stärksten in Erinnerung bleiben. Die Tage, an denen wir einfach nur in der Natur herumsitzen, ob im Wald, am Strand oder oben auf irgendwelchen Klippen (und sonst scheinbar den ganzen Tag nur am Essen sind), sind die Tage, an denen ich mal so richtig abschalten und einfach nur den Moment genießen kann.

Eastbourne Klippen

Daher finde ich, dass es wirklich am meisten hilft, so weit wie möglich Abstand zu nehmen, nichts Sinnvolles machen und einfach nur den Augenblick genießen und vor allem, den Moment bewusst leben. Entspannen und an nichts anderes denken, als das, was du hier und jetzt vor dir siehst – und nicht mehr!

Also ja! Abstand nehmen ist für mich, hier in London, definitiv die Lösung aller Probleme. Zumindest all meiner Probleme.

Hast du vielleicht auch eine solche Lösung für deine Probleme und um mal wieder zur Ruhe zu kommen? Schreibe mir doch einfach in die Kommentare, mich würde es wirklich sehr interessieren!

Photoshop?!
Blog, Fotografie

Ein bisschen Photoshop schadet nicht!

Lange Zeit hatte ich mich wirklich extrem gegen die Bildbearbeitung gesträubt. Ich war einfach der Meinung, das Bild muss schon in der Kamera „gut genug“ sein und dann wäre eine große Nachbearbeitung in Photoshop eigentlich nur unnötiger Zeitaufwand. Ich bin auch jetzt noch der Meinung, dass ein Foto bei der Aufnahme wirklich „gut genug“ sein sollte. So mache ich es mir also direkt beim Fotografieren zur Aufgabe, ein Bild so gut wie möglich zu schießen, so dass ich es theoretisch direkt aus der Kamera heraus mit gutem Gewissen veröffentlichen könnte. Das Bild im Nachhinein verändern kann ja jeder – außer ich natürlich.

Langsam annähern

Umso mehr ich mich dann mit meiner Kamera beschäftigte, gab es dann aber bald schon keinen Weg mehr, der mich um das bearbeiten herum führte. Es gehört (heute) ja schließlich zur Fotografie dazu wie ein Objektiv auf eine Kamera! Also habe ich damit angefangen etwas mit Photoshop herumzuspielen und ich habe mich dann auch sehr schnell in das Programm verliebt. Naja, das ist vielleicht noch etwas übertrieben, aber ich war doch sehr schnell davon überzeugt und wollte auch von anderen Bearbeitungsprogrammen nichts mehr hören!

VORHER

 

Portrait Nicole | Photoshop

NACHHER

Zu diesem Zeitpunkt habe ich allerdings nicht mehr als Kontraste, Helligkeit und vielleicht noch etwas Sättigung verändert. Schon bei so winzigen Veränderungen musste ich dann aber feststellen, dass ich durch Photoshop meine „gut genug“ Bilder aus der Kamera ein ganzes Stück aufpeppen konnte. Ich probierte also immer mehr daran herum und fing an auch ein Logo/Wasserzeichen mit einzubauen. Ich habe dann auch angefangen mich auf YouTube etwas weiter zu bilden. Jedoch war das ganze nur mehr oder weniger erfolgreich. Ich vergaß einfach viel zu schnell wieder wie man was genau macht und welche Shortcuts es gibt und so weiter… Dies ist aber leider auch heute noch so.

Einfach mal machen!

Ich habe nun in letzter Zeit angefangen, mich etwas mehr und vor allem auch ernster, mit der Nachbearbeitung meiner Bilder auseinanderzusetzen. Mittlerweile kommt eigentlich kein Bild mehr um Photoshop herum, bevor ich es irgendwo online stelle. Meistens habe ich dann aber trotzdem nicht mehr als meine anfänglichen Schritte, mit Kontrast- und Sättigungsänderung, vorgenommen. Ich habe es nun jedoch eingesehen, dass ein bisschen Photoshop einem Foto nicht schadet. Im Gegenteil, es hilft enorm ein Foto etwas aufzupeppen und es noch ein kleines bisschen mehr „gut genug“ zu machen. Fotografen benutzen es ja schließlich auch nicht nur zum Spaß!

Vor einiger Zeit habe ich dann den, wie ich finde, wirklich tollen YouTube Kanal der lieben Jessica Kobeissi gefunden. Durch ihre Bearbeitungsviedeos habe ich in so kurzer Zeit wirklich viel Neues dazu gelernt. Jetzt habe ich angefangen mehr an meinen Fotos zu bearbeiten. Ich habe mich einen Schritt vorwärts gewagt und angefangen etwas mehr als nur die allgemeine Helligkeit und die Kontraste zu verändern. Dabei musste ich tatsächlich auch feststellen, dass das ganze Herumprobieren und vor allem das Bearbeiten an sich wirklich viel Spaß machen!

Portrait

VORHER

 

Love Story

NACHHER

Ich werde nun versuchen etwas gewagter an Photoshop heran zu gehen, allein schon um das Programm einfach besser kennenzulernen. Denn ich Denke, das ist der wirkliche Grund warum ich mich bisher so gegen die Bildbearbeitung gesträubt habe: einfach weil ich keine Ahnung habe, wie ich mit Photoshop umgehen soll und was das Programm alles kann. Aber dies soll sich nun ändern! Dennoch werde ich weiter an meinem „gut genug“ Motto festhalten und ich hoffe, dass sich dies auch in Zukunft nie ändern wird.

Ein weiterer kleiner Schritt vorwärts

Portrait

VORHER

 

Portrait im Frühling | Photoshop

NACHHER

Bei diesem letzten Bild habe ich die bisher größte Veränderung vorgenommen, die ich eigentlich jemals gemacht habe. Die liebe Anais, das Model, hat mich dazu inspiriert. Sie hat mir eben dieses Bild zurück geschickt, nachdem sie es mit einer dieser praktischen Zauberapps bearbeitet hatte. Also dachte ich mir, das probiere ich jetzt einfach selbst mal in Photoshop aus. Neben der Hautretusche, welche ich auch bei den Vorigen Fotos schon vorgenommen hatte, habe ich hier auch die Form ihres Gesichts ganz leicht verändert. Dies ist normalerweise etwas, das ich persönlich einfach nur schrecklich finde und so auch gar nicht gemacht hätte. Aber ich wollte versuchen, mehr oder weniger das gleiche, wie die App zu machen und dies ist mir auch für den ersten Versuch ganz gut gelungen.

Über konstruktive Kritik würde ich mich sehr freuen! Wie steht ihr denn so zu Bildbearbeitung und eher drastischen Veränderungen an einer Person?

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