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Salo♥

Gute Kamera heißt guter Fotograf | FOTOFREITAG
Blog, Fotografie

Tolle Fotos – Deine Kamera ist echt gut! | FOTOFREITAG

Vielen Dank! Oder vielmehr ich werde es ihr ausrichten. Inzwischen habe ich mit dem Zählen aufgehört, wie oft ich diesen Satz schon gehört habe. Es ist ja auch ganz einfach: umso besser die Kamera, desto besser der Fotograf! Oder warum haben denn sonst Profis immer diese Riesenkameras?! Ach ja, die Größe der Objektive spielt dabei natürlich auch eine wichtige Rolle!

Welche Kamera benutzt du denn?

Heutzutage macht wirklich jeder Fotos. Ob mit dem Smartphone, einer kleinen Kompaktkamera oder einer schicken Spiegelreflexkamera. Da schießen die Fotografen nur so aus dem Boden. Zu Weihnachten bekommt das kleine Mädchen oder der kleine Junge eine tolle Kamera geschenkt und Zack! Da haben wir wieder eine neue Fotografin, ein neuen Fotografen. Ja, dieses Beispiel trifft auch auf mich zu.

Zu Weihnachten vor so und so vielen Jahren schenkte mir mein Vater meine erste DSLR, eine Canon EOS 600d. Somit war die Fotografin erschaffen! Die Kamera auf Vollautomatik und dann immer schön den Auslöser gedrückt halten. Mehr braucht es ja schließlich nicht, um ein Foto zu machen. Dies kann dir auch jeder mit einem Smartphone aus eigener Erfahrung nur zu gut bestätigen. Das ganze muss mit einer Spiegelreflex also noch um einiges einfacher sein! 

Gute Kamera heißt guter Fotograf | FOTOFREITAG

Aufgenommen mit der Canon EOS 80D und bearbeitet in Photoshop

Allerdings war diese erste Spiegelreflex nicht meine erste Kamera. Ich bin nicht durch diese Kamera zur Fotografie gekommen. Sondern durch mein Interesse an der Fotografie und stundenlanges Üben zu einer solchen Kamera gekommen. Ich habe nicht mir nichts, dir nichts entschlossen, dass ich jetzt eine DSLR brauche und Profifotografin werden möchte. Im Gegenteil – und Fotografin bin ich noch immer nicht.

Meine aller erste Kamera war die alte, recht einfache analog Kamera meiner Großmutter, die ich mir als Erbstück herausgesucht hatte – die wollte sowieso keiner mehr. Damit habe ich, kleiner Erstklässler, mehr schlecht als recht dann drauf los fotografiert.

Irgendwann durfte ich dann die kleine Digitalkamera meines Vaters mitbenutzen und als er sich eine neue zulegte, durfte ich die alte ganz allein benutzen. So ging es dann noch eine Kamera weiter, bis ich schließlich meine aller erste wirklich eigene Digitalkamera, die vorher noch nicht gebraucht war, erhielt. Das war so ungefähr als ich 12 Jahre alt war.

Ein paar Jahre später ging dieses Spiel wieder von vorne los und ich begann dann immer mehr die Spiegereflex meines Vaters mit zu benutzen. Die erste, von Anfang an eigene, Spiegelreflex besitze ich allerdings gerade einmal seit einem Jahr.

Fotos machen kann jeder – Fotografieren will gelernt sein

Was ich hiermit jetzt sagen will, ist, dass ich nicht einfach von heute auf morgen eine super Kamera geschenkt bekommen habe und jetzt auf einmal nur noch tolle Bilder damit mache – weil es damit ja gar nicht anders geht. Ich habe seit ich sechs Jahre alt bin ständig irgendeine Kamera in der Hand gehabt. Mal mehr mal weniger Oft. Und irgendwann hat sich mein Interesse in die Fotografie gefestigt und ich habe angefangen, darüber nachzudenken, wie ich das jeweilige Foto aufnehmen könnte. Und ich habe mich vom Automatikmodus stetig immer mehr entfernt.

Fotografie ist mehr als nur ein Knopf betätigen und die Kamera zu halten. Ein Foto, ein Schnappschuss ist allerdings mehr oder weniger genau das. Du machst dir keine großen Gedanken über die Einstellung oder gar die Komposition. Du lässt die Kamera ein Foto für dich machen.

Gute Kamera heißt guter Fotograf | FOTOFREITAG

Aufgenommen mit dem Smartphone im Globetrotter in Stuttgart

Sobald du dich aber aus deiner Komfortzone begibst und dich in die Untiefen deiner Kamera versuchst hineinzuversetzen, ist eben dieses Auslösen der kleinste Teil am Fotografieren. Es ist nicht die Kamera die das Foto macht sondern du selbst!

Kein Pinsel hat jemals ein Gemälde allein gemalt. Es war immer der Künstler – der sicher noch nie ein Kompliment zu seiner einzigartigen Pinsel-Wahl erhalten hat. Auch hat noch nie ein Ziegelstein eine Mauer selbst gebaut oder ein Herd ein Festtagesessen gekocht. Würdest du zu einem Koch im Restaurant sagen, das essen sei so lecker gewesen und dass er sicher einen ausgezeichneten Herd haben müsse und noch bessere Töpfe?

Siehst du auch, wie absurd diese Aussage, „Deine Kamera ist wirklich gut!“, tatsächlich ist? Klar, spielt die Qualität der Kamera auch eine Rolle bei der Qualität des Bildes. Aber bei Qualität spreche ich hier bei nur von der möglichen Schärfe eines Fotos. Das Bild kann noch so scharf sein, doch ist z.B. der Kopf einer Person im Portrait abgeschnitten, so macht die Schärfe dieses Bild dann auch nicht besser. Oder würdest du auch nur für die gute Bildqualität zahlen? Alles Andere ist dann nur Nebensache…

Der Herd kann noch so toll sein und die Küche Top ausgestattet, wenn der Koch oder die Köchin aber keine Ahnung hat brennt die Suppe am Ende doch wieder in den Topf.

Warum also wird das bei der Fotografie anders gesehen? Weil jeder Zugang zu einer super Kamera hat? Aber es hat doch auch jeder einen Herd und Töpfe zuhause – warum ist dann nicht jeder ein Profikoch?

Kleine Anmerkung zum Schluss: Ich selbst bin kein Profi und verdiene auch kein Geld mit meinen Fotos. Ich Schreibe hier aus eigener Erfahrung, jedoch weiß ich auch von Gesprächen mit verschiedenen Fotografen, dass auch oder gerade professionelle Fotografen diese Aussage viel zu oft zu hören bekommen.

Blind Date Photoshoot | FOTOFREITAG
Fotografie

Blind Date Photoshoot | FOTOFREITAG

Genau heute vor einem Jahr hatte ich mein bisher erstes „Blind Date Photoshoot“ mit der lieben Nao, die zu dem Zeitpunkt ebenfalls als Au Pair in London lebte.

Damals hatte ich auf Facebook in verschiedenen Au Pair Gruppen nach Freiwilligen für verschiedene Shootings gesucht. Es gingen unzählige Nachrichten in meinem Messenger ein und die Kommentare schienen kein Ende zu nehmen. Ich hatte vorher ja keine Ahnung, wie das tatsächlich ablaufen würde. Ich begann immer mehr auszusortieren und entschied mich schließlich dafür, mich für das erste Blind Date Photoshoot mit Nao zu treffen. Aber mehr dazu kannst du gerne hier nachlesen.

Blind Date Photoshoot | FOTOFREITAG

Jetzt ein Jahr später und da ich sowieso angefangen hatte die ganzen Fotos aus England durchzugehen, dachte ich wäre es doch nur passend euch jetzt noch ein paar mehr von diesem Blind Date Shooting zu zeigen. Es ist auch das ein oder andere Foto dabei, das ich bereits im letzten Jahr schon veröffentlicht hatte. 

Da sich inzwischen aber auch meine Bearbeitungsweisen geändert haben, habe ich diese einfach wieder mit rein genommen. Was auch in Bezug auf die Veränderung, die mein Stil (doch noch relativ häufig) durchläuft, ganz interessant ist.

Direkt nach unserem ersten Treffen kam es mir so vor, als würden wir uns schon viel länger kennen. Im ganzen haben wir uns jedoch nur etwa drei oder vier Stunden gesehen. Dennoch würde ich Nao inzwischen als eine gute Freundin von mir bezeichnen und hoffe, dass sich unsere Wege eher früher als später wieder ein Mal kreuzen werden!

Blind Date Photoshoot | FOTOFREITAG

Blind Date Photoshoot | FOTOFREITAG

Blind Date Photoshoot | FOTOFREITAG

Blind Date Photoshoot | FOTOFREITAG

Blind Date Photoshoot | FOTOFREITAG

Blind Date Photoshoot | FOTOFREITAG

Blind Date Photoshoot | FOTOFREITAG

Weihnachten 2017
Allgemein, Fotografie

Fröhliche Weihnachten und wundervolle Festtage!

Frohe Weihnachten und an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle fleißigen Lichtfarbenspiel-Leser! – genießt die Festtage und die Zeit mit Familie und Freunden.

Frohe Weihnachten! Merry Christmas! Happy Holidays!

Weihnachten 2017

Weihnachten 2017

Weihnachten 2017

Weihnachten 2017

Throwback Thursday | FOTOFREITAG
Fotografie

Throwback Thursday am FOTOFREITAG

Weißt du noch damals..? Ein kleiner Throwback zu dem Tag in London, als wir durch die Straßen von Shoreditch zogen, auf der suche nach den ultimativen Hidden Spots für tolle Fotos.

Unser kleiner Fotowalk zu Dritt

Ganz klassisch hatte ich meine Canon im Gepäck und meine beiden üblichen Models, Nicki und Marie-Agnès, im Schlepptau. Ein throwback zu irgendwann im Winter Anfang diesen Jahres. Ohne großen Plan ging es Richtung Bricklane Market und dann einfach der Nase nach, kreuz und quer durch Londons Hipster-Viertel.

Jetzt, bald ein Jahr danach, kam ich auf die geniale Idee, die ganzen Fotos noch einmal durchzuschauen. Ich weiß auch nicht so recht, wieso erst jetzt… denn dabei bin ich auf unzählige tolle Fotos gestoßen. Also gleich mal in Lightroom etwas ausgetobt und rumprobiert. Ganz ähnlich wie beim letzten Fotofreitag, habe ich all diese Fotos nur mit Lightroom bearbeitet. Ja, Photoshop kommt zur Zeit etwas kurz bei mir. Klar, man könnte us manchen dieser Fotos nochmal einiges mehr rausholen, aber hier ist meiner Meinung nach noch mehr Bearbeitung auch einfach nicht Notwendig. Zudem ist es mir dann einfach zu viel bearbeitet. Ich bin schließlich immer noch mit dem Motto unterwegs, dass ein Foto auch ohne bearbeitung „gut genug“  sein sollte. 

Wohin jetzt mit all den Fotos?

Und dann fehlte nur noch der passende Fotofreitag. Der jetzt gezwungenermaßen einfach heute ist! Auch wenn Throwback Thursday eigentlich Donnerstags ist und das ganze auch so gar nicht für die Adventszeit geeignet ist.

Throwback Thursday | FOTOFREITAG

Throwback Thursday | FOTOFREITAG

Throwback Thursday | FOTOFREITAG

Throwback Thursday | FOTOFREITAG

Throwback Thursday | FOTOFREITAG

Throwback Thursday | FOTOFREITAG

Throwback Thursday | FOTOFREITAG

Lightroom Presets | FOTOFREITAG
Fotografie

Lightroom Presets | FOTOFREITAG

Wenn man das Internet nach Lightroom Presets durchstöbert, so liefert Google einem eine beinahe unendliche Liste an den verschiedensten Presets. Man findet einfach alles. Von ultra-kontrastreich bis zu verblasstem Vintage, alles dabei! Von unbezahlbar bis kostenlos.

Neuland Lightroom Presets

Da ich mit meiner Lightroom-Laufbahn noch ganz am Anfang stehe, beschloss ich also meine Suche auf ausschließlich kostenlose Presets einzuschränken. Aber auch hier bietet das World Wide Web eine unglaubliche Auswahl.

Bei den kostenlosen Sets ist leider der Anteil an „Schrott“ doch wesentlich höher. Es dauert ein bisschen länger, bis ich finde, was meinem Geschmack entspricht. Ganz anders, als wenn ich einen Shop durchstöbere und sofort ein passendes Preset nach dem anderen finde. Aber ich möchte, mit Hilfe der fertigen Sets, so das Programm kennen lernen und darum erstmal noch nichts in Presets investieren.

Lightroom Presets | FOTOFREITAG

Pretty Presets: Juniper

Ich finde diese Methode für mich persönlich sehr Hilfreich, um herauszufinden, was man so alles mit dem Programm anstellen kann. Ich nutze dabei die Presets eher als Grundlage und zur Orientierung. Und so ändere ich sie mir nach meinem Gefallen immer ein wenig ab.

Sicher lernt man auch unendlich viel, wenn man einfach selbst ausprobiert und eigene Presets erstellt. Was ich durchaus auch schon ausprobiert habe. Jedoch finde ich es unendlich praktisch, bei den fertigen Sets die Einstellungen durchzugehen und somit versuchen zu verstehen, wie sich das jeweilige Preset eigentlich zusammen stellt. So gehe ich quasi die ganzen Schritte rückwärts.

Meine Favoriten – natürlich kostenlos

Bei Greater than Gatsby wurde ich als erstes fündig. Eigentlich handelt es sich hierbei um einen Shop, doch wird dort auch ein Paket von 10 Lightroom Presets zum gratis Download angeboten. Dieses habe ich mir also sofort runter geladen und natürlich gleich einmal ausprobiert

Dann fand ich auf Free Lightroom Presets noch 3 weitere tolle Presets: „Cinnamon Girl“, „Into the Wild“ und „Lips of Wine“. Dort gibt es eine wirklich große Auswahl an weiteren schönen Presets. 

Auch habe ich bei Pretty Presets ein kleines bundle an kostenlosen Presets aufstöbern können. Hierbei handelt es sich allerdings wieder um einen Shop und das kleine Paket gilt daher als eine Art Kostprobe. In dem Bundle sind insgesamt 3 Presets enthalten, die mir persönlich alle äußerst gut gefallen.

All diese Presets kann ich für den Start und auch generell wirklich sehr empfehlen! Wer auch bereit ist direkt etwas Geld zu investieren findet in den beiden Shops, Greater than Gatsby und Pretty Presets, natürlich eine noch viel größere Auswahl an unglaublich toller Presets. 

Lightroom Presets | FOTOFREITAG

Free Lightroom Presets: Cinnamon Girl

Lightroom Presets | FOTOFREITAG

Free lightroom Presets: Lips of Wine

Lightroom Presets | FOTOFREITAG

Greater Than Gatsby: To Have And To Hold 

Schwarz, Weiß und Grau | FOTOFREITAG
Fotografie

Die Welt in Schwarz, Weiß und Grau | FOTOFREITAG

Passend zur kalten Jahreszeit und Tagen, die teils schon ganz in ein kühles Grau getaucht sind, hat es mal wieder gepackt, eine kleine Schwarz-Weiß-Serie zusammen zu stellen.

Schwarz, Weiß und Grau | FOTOFREITAG

Meine neuste Entdeckung

Inzwischen ist nun auch das wundervolle Programm Lightroom ein fester Bestandteil meiner Routine, wenn es ans Bearbeiten geht. Gut, vielleicht noch nicht ganz so gefestigt… Ich bin doch noch sehr am Ausprobieren und Informationen sammeln, um das Programm etwas kennen zu lernen.

Doch schon jetzt bin ich überaus begeistert von dem Programm! Als ich es noch ganz neu installiert hatte, habe ich alle möglichen Funktionen ausprobiert und mich in den Presets beinahe verloren. Oder vielmehr beim Erstellen dieser, sowie bereits vorhandene nach meinem Geschmack abzuändern.

Schwarz, Weiß und Grau | FOTOFREITAG

Eine herrlich bunte Ansammlung verschiedenster Grautöne

So bin ich auch auf ein super schönes Schwarz-Weiß-Preset gestoßen, was durch das Minimieren von Schwarz alles in ein tolles Vintage Grau taucht. Welches, wie ich finde, zu diesen Fotos passt, wie die Faust aufs Auge oder der Deckel auf das Objektiv!

Schwarz, Weiß und Grau | FOTOFREITAG

Schwarz, Weiß und Grau | FOTOFREITAG

Schwarz, Weiß und Grau | FOTOFREITAG

Schwarz, Weiß und Grau | FOTOFREITAG

Schwarz, Weiß und Grau | FOTOFREITAG

Schwarz, Weiß und Grau | FOTOFREITAG

Scherben bringen Glück | FOTOFREITAG
Fotografie

Scherben bringen Glück | FOTOFREITAG

Es macht immer wieder unglaublich Spaß ein verlassenes Gebäude als Location bei einem Shooting zu haben. Diese Locations sind einfach immer so schön abwechslungsreich und vielseitig. Meistens freue ich mich bei so einem Shoot dann immer riesig, wenn Graffiti vorhanden sind. So auch dieses Mal wieder. Doch was mich tatsächlich noch mehr beeindruckt hatte, war ein kleiner Scherbenhaufen von einem einst zerbrochenen Fenster. Heißt es nicht Scherben bringen Glück?!

Scherben bringen Glück | FOTOFREITAG

Auch wenn es eigentlich nur Porzellanscherben sein sollen… Mir war das aber völlig egal und brachte mich auf eine neue Idee. Denn mit dem zerbrochenen Glas konnte ich super beim Fotografieren arbeiten. 

Einfach vor die Linse gehalten und los ging´s – aber nicht schneiden! Allerdings stellte sich schnell heraus, dass das alles doch etwas schwieriger war, als gedacht. Die Scherben waren nämlich unglaublich schmutzig und auch nur sehr schwer zu reinigen. Aber ich versuchte mein bestes irgendwie daran vorbei zu fotografieren.

Scherben bringen Glück | FOTOFREITAG

So sind auch ein Paar Fotos dabei herausgekommen, die mir persönlich sehr gut gefallen. Auch wenn sie teilweise nicht korrekt fokussiert sind – aber vielleicht macht gerade das die Fotos viel interessanter…

Scherben bringen Glück | FOTOFREITAG

Scherben bringen Glück | FOTOFREITAG

Fotografie

Fotomontage: aus 3 mach 1 – Photoshop Challenge | FOTOFREITAG

Dieses Foto war bisher in Sachen Bearbeitung wirklich die größte Herausforderung für mich! Ich hatte noch nie zuvor irgendeine Art von Fotomontage gemacht und daher eigentlich auch nicht den blassesten Schimmer, was genau ich da überhaupt tat. Und trotzdem dachte ich mir Photoshop Challenge accepted!

Der Plan

Mitte September war ich für eine Woche auf der Whydah of Bristol segeln. Dort habe ich natürlich auch reichlich Fotos gemacht – das war auch erst der eigentliche Grund, warum ich auf dieses Schiff wollte… Und schon hier, keine Ahnung von Nichts, habe ich mich vor eine Aufgabe gestellt und sie mit Begeisterung versucht zu bewältigen.

Ich hatte Vorstellungen welche Fotos ich unbedingt aufnehmen wollte. Darunter natürlich auch ein „Full Body-Portrait“. Von der Mastspitze bis zum Rumpf. Im Hafen war das dann ja auch absolut kein Problem. Nur auf See hatte ich das Ganze nicht gründlich genug durchdacht.

Die Durchführung

Ganz am Ende des Klüverbaums hing ich in meinem Lifebelt und schoss Fotos wie eine besessene. Dort Vorne hatte es einfach riesig Spaß gemacht, das Geschehen an Deck zu fotografieren. Dabei übersah ich dann auch vollkommen die Tatsache, dass mein 16-300mm Alleskönner-Objektiv nicht weitwinklig genug ist, um wirklich das gesamte Schiff von Oben bis Unten drauf zu bekommen. Oder der Klüverbaum ist einfach zu kurz…

Behind the Scenes Photoshop ChallengeBehind the Scenes

Das Ergebnis: Fotomontage

Das fiel mir dann leider zu spät auf, als ich dann schon wieder zuhause vor dem PC saß und all die Fotos dieser Reise durch ging. Da ärgerte ich mich doch ziemlich, als ich feststellen musste, dass ich es nicht ein Mal geschafft hatte wirklich alles mit drauf zu bekommen. Dann kam mir jedoch der Gedanke: Fix it in Photoshop!

Challenge Accepted!

Und somit hatte ich meine erste Herausforderung einer Fotomontage angenommen und ganz bald schon fast wieder bereut. Ich probierte hier und da, suchte mir Hilfe bei verschiedenen YouTubern, um letztendlich doch alles wieder auf eigene Faust durchzuführen.

So saß ich wirklich Stunden und Tage daran, die Drei Fotos zusammen zu Fügen, die Übergänge zu verblenden und störende Objekte im Bild, wie meine Hand, zu entfernen. Das Alles hatte mir hin und wieder einige Nerven gekostet und manchmal dachte ich auch, ich könnte es doch einfach sein lassen. Doch dann stieg immer wieder der Ehrgeiz in mir hoch, diese Fotomontage fertigzustellen und vor allem nicht aufzugeben!

Jedes Mal, wenn ich einen kleinen Schritt vorwärts kam, bekam ich wirklich eine Art neuen Energieschub. Es mag sich vielleicht verrückt und auch etwas lächerlich anhören, doch ich hatte dann auch immer das Gefühl wirklich etwas geleistet zu haben.

Das Erfolgsgefühl ist einfach um soo viel Größer, wenn man etwas ohne fremde Hilfe und ganz aus eigener Hand schafft.

Whydah Of Bristol Fotomontage | FOTOFREITAG1. Von diesem Foto verwendete ich die Mastspitze

Whydah Of Bristol Fotomontage | FOTOFREITAG2. Das eigentliche Foto, an welches ich Rumpf und Spitze anfügen musste

Whydah Of Bristol Fotomontage | FOTOFREITAG3. Von diesem Foto verwendete ich den unteren Teil und fügte diesen an das 2. Bild an

Whydah Of Bristol Fotomontage | FOTOFREITAG4. Fertig zusammengefügte Montage mit sämtlichen Störfaktoren bereits entfernt

Endgültig fertig bearbeitetes Foto:


Whydah Of Bristol Fotomontage | FOTOFREITAG

Whydah of Bristol
Blog, Reisen

Whydah of Bristol – eine Woche segeln

Als Kind war ich einfach fasziniert von spannenden Abenteuergeschichten. Daher war ich auch schon immer sehr beeindruckt von Geschichten mit Piraten. Ja ich spielte auch des öfteren „Piraten“ mit meiner kleinen Schwester – die waren aber auch einfach cool! Damals wäre mir nie und nimmer in den Sinn gekommen, dass ich eines Tages tatsächlich selbst auf einem Segelschiff stehen würde. Mitte September durfte ich an einem Überführungstörn der Whydah of Bristol teilnehmen.

Whydah of Bristol - im Hafen von Greena, D'nemark

Leinen los und fertig machen zum Anlegen

Mit einer Crew von insgesamt 10 Leuten, von denen mindestens Drei noch nie selbst gesegelt sind, sollten wir die Whydah von Göteborg in Schweden zu ihrem Heimathafen, Heiligenhafen in Deutschland, überführen. Dafür hatten wir genau eine Woche zeit und jede Menge angestauter Vorfreude, endlich die Leinen los zu machen, die Segel zu setzen und gen Süden zu fahren!

Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände verzögerte sich das Ablegen allerdings schon am ersten Tag. So konnten wir erst am folgenden Tag aus Göteborg auslaufen. An den Schären vorbei und Richtung offenes Meer stießen wir allerdings schon auf das zweite Hindernis. Der Wind war leider nicht ideal, was aber bekannt und an sich kein allzu großes Problem bereitet hätte. Denn die Welle, aus südlicher Richtung, war einfach viel zu stark, so dass wir, selbst mit Motor, nicht dagegen ankamen.

Also ging es zurück nach Schweden. Wir legten im Hafen von Donsö an. Dort durften wir, dank eines Sturmes, erst einmal 3 Nächte verbringen, bevor wir dann unseren zweiten Versuch starten würden. Die Hafentage waren an sich natürlich auch unglaublich schön! Wir erkundeten gemeinsam die Insel, machten uns auf die Suche nach frischen Pilzen und wurden, dank unseren beiden Starköchen, wie im Fünf Sterne Restaurant verköstigt. Alles in Allem waren diese Tage schon eine unglaublich tolle Erfahrung für sich!

Auf ein Neues!

 

Aber wir wollten ja eigentlich segeln und uns auf dem offenen Meer vergnügen – anstatt in all möglichen schwedischen Häfen. Also versuchten wir am 4. Tag erneut unser Glück. Der Sturm war inzwischen weiter gezogen, allerdings hatte er eine Welle zurück gelassen von gefühlt 3 Metern, der Erzählung halber 4!

Mit Starkregen und schön schaukelig ging´s also auf in den Süden – naja, vielleicht war es auch eher so Richtung Westen oder Nordwesten… Mit dem Großsegel im ersten Reff und einem Vorsegel versuchten wir unser Bestes. Doch nach etwa 4 Stunden, und mit Aussicht auf eine noch schlimmere Nacht, als der erste schon über der Reling hing, war dann die Entscheidung gefällt, wir würden umkehren und in den nächsten Hafen einlaufen. An dem Punkt hätte ich auch noch die ganze Nacht durchfahren können, so motiviert war ich. Ich hatte ja sowas von keine Ahnung gehabt!

Einmal 24 Stunden Segeln – mit Allem, bitte!

 

Dieses Mal, legten wir auf Styrsö an. Eine wunderschöne, typisch schwedische Schäreninsel westlich von Donsö. Doch lange sollten wir hier nicht bleiben. Am Fünften Tag hieß es dann, früh morgens endgültig „Leinen los“! In der Morgendämmerung legten wir ab und fanden eine Traumhaft ruhige See vor uns. Auch der Wind war endlich mehr oder weniger Ideal. Beinahe so, als wäre die Tage vorher nichts gewesen… So fuhren wir bester Laune und mit Vollzeug Richtung Dänemark und rein ins  Kattegat – eine Art Bermuda Dreieck der Ostsee.

Stille Wasser sind tief – oder der Schein trügt; nicht alles ist Gold, was glänzt…

Den ganzen Tag über hatten wir unglaublich tolles Wetter, eine ruhige See und eine wunderschön entspannte Zeit an Deck. Abends durften wir dann einen umso schöneren Sonnenuntergang bewundern, um dann in der Nacht dem nicht vorhergesagten Sturm ausgeliefert zu werden. Nach dem Abendessen trat dann auch der Wachplan in kraft. Die Crew wurde in Dreier-Grüppchen aufgeteilt, so dass jeder abwechselnd Ruderwache, Backschaft und Freiwache hatte. Und so auch jeder immer mal wieder die Möglichkeit zu Schlafen hatte.

 

Whydah of Bristol - Sonnenuntergang auf der Ostsee

In der Nacht wurde der Seegang dann wieder deutlich rauer, was das schlafe

 

n doch etwas erschwerte. Bei jeder Welle wäre ich beinahe aus dem Bett gefallen… Um Mitternacht hatte ich dann mit meiner Gruppe Ruderwache. Und somit begann für mich eine der aufregendsten Nächte überhaupt.

Unter einem atemberaubenden Sternenhimmel fuhren wir so dahin. Der Wind nahm langsam zu, doch in den zwei Stunden meiner Schicht war sonst nichts weiter Aufregendes – bis auf die Tatsache, dass ich mitten in der Nacht, irgendwo vor der dänischen Küste am Steuer eines zweimastigen Segelschiffes stand. Also alles wie immer!

Nach meiner Schicht beschloss ich noch ein Weilchen oben an Deck zu bleiben, ich war ja sowieso schon wach und da der Seegang noch einmal stärker wurde, war mir dann doch nicht ganz so wohl unter Deck zu gehen. Und dann ging´s auch schon los. Der Bug tauchte bei jeder Welle schon so tief ein, dass man, wenn man ganz vorne Stand, bis mindestens auf Bauchhöhe nass wurde. Zuerst musste das Schonersegel eingeholt werden und kurze Zeit später hieß es dann sowieso „alle Mann an Deck“. Das Großsegel musste ebenfalls runter, der Wind war inzwischen einfach zu stark! Wobei mir die Schräglage der Whydah wirklich sehr gefiel… 

Diese beiden Aktionen waren tatsächlich ziemlich action reich und so auch nicht ganz ohne – im Dunkeln und bei Wellen von Mindestens 5 Meter (für die Erzählung)! Zu meinem Glück hatte ich daran aber einen Heidenspaß – wahrscheinlich etwas zu viel für eine solche Situation… 

Morgenstund hat Gold im Mund

Früh Morgens lag dann wieder eine See vor uns, als hätte es die letzte Nacht nie gegeben. Pünktlich zum Sonnenaufgang vom siebten Tag erreichten wir dann den Hafen von Greena in Dänemark.  Und genau 24 Stunden später legten wir neben der Mytilus, einem historischen Segelschiff für Pfadfindergruppen, an. Wir alle waren heilfroh nach dieser Nacht endlich anlegen zu können!

 

Die Ankunft am Ziel ist umso schöner, je mehr Stürme du erlebt hast

So endete unsere Schiffsreise auf knapp halber Strecke (wohl eher einem Drittel der eigentlichen Reise) in Dänemark. Am 8. Tag war dann noch die Schiffsübergabe an die nachfolgende Gruppe, die nun ihr Glück versuchen konnte, die Whydah sicher in ihren Heimathafen zu bringen. 

 

Auf (hoffentlich) Wiedersehen, Whydah!

Für uns alle hieß es nun, zurück nach Deutschland und zurück in den Alltag. Ganz plötzlich wird man wieder in die Realität zurück gerissen! Jedoch bereichert mit unglaublich schönen und einzigartigen Erinnerungen. Einfach unvergesslich… 

Nachhausekommen
Au Pair, Reisen

Vom Nachhausekommen – Vorstellung vs. Realität

Bekanntermaßen sind Vorstellung und Realität häufig doch auch sehr unterschiedlich. Man malt sich ein gewünschtes, vielleicht aber auch ein gefürchtetes, Szenario aus und klammert sich so nach und nach immer fester daran. Bis einem dann die Realität mit voller Wucht ins Gesicht klatscht. Wie sieht es also beim Nachhausekommen nach einem Jahr Abwesenheit aus?

Der Vorstellungskraft sind keine Grenzen gesetzt!

Als mein Jahr als Au Pair anfing sich dem Ende zu nähern, habe ich natürlicherweise immer mehr darüber nachgedacht und mir ausgemalt, wie es wohl sein würde, wieder zuhause im idyllischen Schwarzwald zu wohnen. Automatisch habe ich einfach wieder da angeknüpft, wo ich ein Jahr zuvor aufgehört hatte. Woran sonst hätte ich mich auch orientieren sollen? Die ganzen Monate, die ich in London verbrachte, habe ich nichts vom Leben zuhause in Deutschland mitbekommen.

Ganz so extrem war es natürlich nicht! Im Gegenteil, ich bin zwischendurch hin und wieder für einige Tage nachhause gereist – Weihnachten zum Beispiel. Aber letztendlich bekommst du so auch nur einem Bruchteil von dem, dir eigentlich so vertrauten Leben mit. Und alles scheint zu sein, wie eh und je…

Das Ende immer näher rückend, habe ich also angefangen Pläne aufzustellen, was ich so alles tun und lassen würde, sobald ich wieder Zuhause bin. Die Vorfreude stieg von Tag zu Tag und begrub so langsam jegliche Gedanken daran, wie sehr ich London vermissen würde.

Fantasiereich und kreativ wie ich bin, habe ich mir riesige Szenarien erschaffen, was ich alles mit meinen Pferden und dem Hund unternehmen möchte. Wie ich Fototechnisch mich täglich neu ausprobieren und diesen Blog mit neuen Fotos und Beiträgen überhäufen würde.

Alles ganz nach dem Motto: die Fantasie kennt keine Grenzen!

Nachhausekommen

Nachhause kommen sieht in der Realität nicht anders aus – oder etwa doch?

Homecoming sucks!

Über das Nachhausekommen nach einem längeren Auslandsaufenthalt wird irgendwie nie so wirklich geredet. Keiner sagt dir, wie das alles wirklich läuft und wie es sich schlussendlich anfühlen wird, wieder zurück zu sein. Das scheint irgendwie das Mindeste an dem Ganzen Abenteuer zu sein. Doch so minimal ist das Alles dann doch nicht für mich! Und wer weiß, vielleicht ergeht es dir ja Ähnlich.

Ausgenommen, dein Aufenthalt im Ausland war so richtig zum Kotzen, dann wirst du am Ende mit ziemlich gemischten Gefühlen und all deinem Gepäck zu Füßen vor deiner Haustür stehen. Dabei wirst du denken „Nachhausekommen ist irgendwie echt scheiße!“. Und vor Allem, warum sagt einem das denn keiner vorher?!

Nachhausekommen

Zuhause einleben

Mit großer Wahrscheinlichkeit hast du vor deiner Abreise nach Timbuktu mit einem bestimmten Lebensabschnitt abgeschlossen und bevor es mit dem Nächsten weiter gehen sollte hast du eine kurze Pause eingelegt, um etwas Neues zu sehen. Jetzt ist die Pause vorbei und du wirst so richtig ins kalte Wasser geworfen! Auch wenn du schon sicher weißt, wie es weiter gehen wird. Es wird sehr viel neu für dich sein – in einer eigentlich so altvertrauten Umgebung.

Nach einem Jahr in einem anderen Land, in einer anderen Kultur, musst du dich erst einmal wieder zuhause einleben. Du musst dich wieder an die Kultur und die Gesellschaft deines Heimatlandes anpassen. Glaub mir, das ist leichter gesagt, als getan.

Ja, das ist durchaus leicht unvorstellbar, aber so wird es dir tatsächlich ergehen. Das Leben zuhause ging weiter – ohne dich – und du selbst hast dich verändert. Du hast Gewohnheiten aus einer anderen Kultur angenommen und dein Leben daran angepasst. Das wird jetzt alles erst einmal schön auf den Kopf gestellt. Viel Spaß!

Der nachfolgende Verfolgungswahn

Neben dem ganzen neu Eingewöhnen, wird es auch ständig irgendetwas geben, was dich an deine Zeit im Ausland erinnern wird – sei es online oder draußen im real-life. Nein, das ist sogar noch untertrieben. Du wirst nicht nur daran erinnert, sondern wortwörtlich von dieser Zeit heimgesucht werden!

Und so wirst du dir, mehr als tausendmal, diese unglaubliche Zeit zurück wünschen und dir vorstellen, wie es wohl sein würde, wärst du noch immer dort. Ganz egal, wie froh du darüber bist endlich wieder Zuhause und bei deiner eigenen Familie zu sein.

Wie erging es dir denn mit dem Nachhausekommen nach deinem Auslandsaufenthalt?

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