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Salo♥

Lightroom Presets | FOTOFREITAG
Fotografie

Lightroom Presets | FOTOFREITAG

Wenn man das Internet nach Lightroom Presets durchstöbert, so liefert Google einem eine beinahe unendliche Liste an den verschiedensten Presets. Man findet einfach alles. Von ultra-kontrastreich bis zu verblasstem Vintage, alles dabei! Von unbezahlbar bis kostenlos.

Neuland Lightroom Presets

Da ich mit meiner Lightroom-Laufbahn noch ganz am Anfang stehe, beschloss ich also meine Suche auf ausschließlich kostenlose Presets einzuschränken. Aber auch hier bietet das World Wide Web eine unglaubliche Auswahl.

Bei den kostenlosen Sets ist leider der Anteil an „Schrott“ doch wesentlich höher. Es dauert ein bisschen länger, bis ich finde, was meinem Geschmack entspricht. Ganz anders, als wenn ich einen Shop durchstöbere und sofort ein passendes Preset nach dem anderen finde. Aber ich möchte, mit Hilfe der fertigen Sets, so das Programm kennen lernen und darum erstmal noch nichts in Presets investieren.

Lightroom Presets | FOTOFREITAG

Pretty Presets: Juniper

Ich finde diese Methode für mich persönlich sehr Hilfreich, um herauszufinden, was man so alles mit dem Programm anstellen kann. Ich nutze dabei die Presets eher als Grundlage und zur Orientierung. Und so ändere ich sie mir nach meinem Gefallen immer ein wenig ab.

Sicher lernt man auch unendlich viel, wenn man einfach selbst ausprobiert und eigene Presets erstellt. Was ich durchaus auch schon ausprobiert habe. Jedoch finde ich es unendlich praktisch, bei den fertigen Sets die Einstellungen durchzugehen und somit versuchen zu verstehen, wie sich das jeweilige Preset eigentlich zusammen stellt. So gehe ich quasi die ganzen Schritte rückwärts.

Meine Favoriten – natürlich kostenlos

Bei Greater than Gatsby wurde ich als erstes fündig. Eigentlich handelt es sich hierbei um einen Shop, doch wird dort auch ein Paket von 10 Lightroom Presets zum gratis Download angeboten. Dieses habe ich mir also sofort runter geladen und natürlich gleich einmal ausprobiert

Dann fand ich auf Free Lightroom Presets noch 3 weitere tolle Presets: „Cinnamon Girl“, „Into the Wild“ und „Lips of Wine“. Dort gibt es eine wirklich große Auswahl an weiteren schönen Presets. 

Auch habe ich bei Pretty Presets ein kleines bundle an kostenlosen Presets aufstöbern können. Hierbei handelt es sich allerdings wieder um einen Shop und das kleine Paket gilt daher als eine Art Kostprobe. In dem Bundle sind insgesamt 3 Presets enthalten, die mir persönlich alle äußerst gut gefallen.

All diese Presets kann ich für den Start und auch generell wirklich sehr empfehlen! Wer auch bereit ist direkt etwas Geld zu investieren findet in den beiden Shops, Greater than Gatsby und Pretty Presets, natürlich eine noch viel größere Auswahl an unglaublich toller Presets. 

Lightroom Presets | FOTOFREITAG

Free Lightroom Presets: Cinnamon Girl

Lightroom Presets | FOTOFREITAG

Free lightroom Presets: Lips of Wine

Lightroom Presets | FOTOFREITAG

Greater Than Gatsby: To Have And To Hold 

Schwarz, Weiß und Grau | FOTOFREITAG
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Die Welt in Schwarz, Weiß und Grau | FOTOFREITAG

Passend zur kalten Jahreszeit und Tagen, die teils schon ganz in ein kühles Grau getaucht sind, hat es mal wieder gepackt, eine kleine Schwarz-Weiß-Serie zusammen zu stellen.

Schwarz, Weiß und Grau | FOTOFREITAG

Meine neuste Entdeckung

Inzwischen ist nun auch das wundervolle Programm Lightroom ein fester Bestandteil meiner Routine, wenn es ans Bearbeiten geht. Gut, vielleicht noch nicht ganz so gefestigt… Ich bin doch noch sehr am Ausprobieren und Informationen sammeln, um das Programm etwas kennen zu lernen.

Doch schon jetzt bin ich überaus begeistert von dem Programm! Als ich es noch ganz neu installiert hatte, habe ich alle möglichen Funktionen ausprobiert und mich in den Presets beinahe verloren. Oder vielmehr beim Erstellen dieser, sowie bereits vorhandene nach meinem Geschmack abzuändern.

Schwarz, Weiß und Grau | FOTOFREITAG

Eine herrlich bunte Ansammlung verschiedenster Grautöne

So bin ich auch auf ein super schönes Schwarz-Weiß-Preset gestoßen, was durch das Minimieren von Schwarz alles in ein tolles Vintage Grau taucht. Welches, wie ich finde, zu diesen Fotos passt, wie die Faust aufs Auge oder der Deckel auf das Objektiv!

Schwarz, Weiß und Grau | FOTOFREITAG

Schwarz, Weiß und Grau | FOTOFREITAG

Schwarz, Weiß und Grau | FOTOFREITAG

Schwarz, Weiß und Grau | FOTOFREITAG

Schwarz, Weiß und Grau | FOTOFREITAG

Schwarz, Weiß und Grau | FOTOFREITAG

Scherben bringen Glück | FOTOFREITAG
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Scherben bringen Glück | FOTOFREITAG

Es macht immer wieder unglaublich Spaß ein verlassenes Gebäude als Location bei einem Shooting zu haben. Diese Locations sind einfach immer so schön abwechslungsreich und vielseitig. Meistens freue ich mich bei so einem Shoot dann immer riesig, wenn Graffiti vorhanden sind. So auch dieses Mal wieder. Doch was mich tatsächlich noch mehr beeindruckt hatte, war ein kleiner Scherbenhaufen von einem einst zerbrochenen Fenster. Heißt es nicht Scherben bringen Glück?!

Scherben bringen Glück | FOTOFREITAG

Auch wenn es eigentlich nur Porzellanscherben sein sollen… Mir war das aber völlig egal und brachte mich auf eine neue Idee. Denn mit dem zerbrochenen Glas konnte ich super beim Fotografieren arbeiten. 

Einfach vor die Linse gehalten und los ging´s – aber nicht schneiden! Allerdings stellte sich schnell heraus, dass das alles doch etwas schwieriger war, als gedacht. Die Scherben waren nämlich unglaublich schmutzig und auch nur sehr schwer zu reinigen. Aber ich versuchte mein bestes irgendwie daran vorbei zu fotografieren.

Scherben bringen Glück | FOTOFREITAG

So sind auch ein Paar Fotos dabei herausgekommen, die mir persönlich sehr gut gefallen. Auch wenn sie teilweise nicht korrekt fokussiert sind – aber vielleicht macht gerade das die Fotos viel interessanter…

Scherben bringen Glück | FOTOFREITAG

Scherben bringen Glück | FOTOFREITAG

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Fotomontage: aus 3 mach 1 – Photoshop Challenge | FOTOFREITAG

Dieses Foto war bisher in Sachen Bearbeitung wirklich die größte Herausforderung für mich! Ich hatte noch nie zuvor irgendeine Art von Fotomontage gemacht und daher eigentlich auch nicht den blassesten Schimmer, was genau ich da überhaupt tat. Und trotzdem dachte ich mir Photoshop Challenge accepted!

Der Plan

Mitte September war ich für eine Woche auf der Whydah of Bristol segeln. Dort habe ich natürlich auch reichlich Fotos gemacht – das war auch erst der eigentliche Grund, warum ich auf dieses Schiff wollte… Und schon hier, keine Ahnung von Nichts, habe ich mich vor eine Aufgabe gestellt und sie mit Begeisterung versucht zu bewältigen.

Ich hatte Vorstellungen welche Fotos ich unbedingt aufnehmen wollte. Darunter natürlich auch ein „Full Body-Portrait“. Von der Mastspitze bis zum Rumpf. Im Hafen war das dann ja auch absolut kein Problem. Nur auf See hatte ich das Ganze nicht gründlich genug durchdacht.

Die Durchführung

Ganz am Ende des Klüverbaums hing ich in meinem Lifebelt und schoss Fotos wie eine besessene. Dort Vorne hatte es einfach riesig Spaß gemacht, das Geschehen an Deck zu fotografieren. Dabei übersah ich dann auch vollkommen die Tatsache, dass mein 16-300mm Alleskönner-Objektiv nicht weitwinklig genug ist, um wirklich das gesamte Schiff von Oben bis Unten drauf zu bekommen. Oder der Klüverbaum ist einfach zu kurz…

Behind the Scenes Photoshop ChallengeBehind the Scenes

Das Ergebnis: Fotomontage

Das fiel mir dann leider zu spät auf, als ich dann schon wieder zuhause vor dem PC saß und all die Fotos dieser Reise durch ging. Da ärgerte ich mich doch ziemlich, als ich feststellen musste, dass ich es nicht ein Mal geschafft hatte wirklich alles mit drauf zu bekommen. Dann kam mir jedoch der Gedanke: Fix it in Photoshop!

Challenge Accepted!

Und somit hatte ich meine erste Herausforderung einer Fotomontage angenommen und ganz bald schon fast wieder bereut. Ich probierte hier und da, suchte mir Hilfe bei verschiedenen YouTubern, um letztendlich doch alles wieder auf eigene Faust durchzuführen.

So saß ich wirklich Stunden und Tage daran, die Drei Fotos zusammen zu Fügen, die Übergänge zu verblenden und störende Objekte im Bild, wie meine Hand, zu entfernen. Das Alles hatte mir hin und wieder einige Nerven gekostet und manchmal dachte ich auch, ich könnte es doch einfach sein lassen. Doch dann stieg immer wieder der Ehrgeiz in mir hoch, diese Fotomontage fertigzustellen und vor allem nicht aufzugeben!

Jedes Mal, wenn ich einen kleinen Schritt vorwärts kam, bekam ich wirklich eine Art neuen Energieschub. Es mag sich vielleicht verrückt und auch etwas lächerlich anhören, doch ich hatte dann auch immer das Gefühl wirklich etwas geleistet zu haben.

Das Erfolgsgefühl ist einfach um soo viel Größer, wenn man etwas ohne fremde Hilfe und ganz aus eigener Hand schafft.

Whydah Of Bristol Fotomontage | FOTOFREITAG1. Von diesem Foto verwendete ich die Mastspitze

Whydah Of Bristol Fotomontage | FOTOFREITAG2. Das eigentliche Foto, an welches ich Rumpf und Spitze anfügen musste

Whydah Of Bristol Fotomontage | FOTOFREITAG3. Von diesem Foto verwendete ich den unteren Teil und fügte diesen an das 2. Bild an

Whydah Of Bristol Fotomontage | FOTOFREITAG4. Fertig zusammengefügte Montage mit sämtlichen Störfaktoren bereits entfernt

Endgültig fertig bearbeitetes Foto:


Whydah Of Bristol Fotomontage | FOTOFREITAG

Whydah of Bristol
Blog, Reisen

Whydah of Bristol – eine Woche segeln

Als Kind war ich einfach fasziniert von spannenden Abenteuergeschichten. Daher war ich auch schon immer sehr beeindruckt von Geschichten mit Piraten. Ja ich spielte auch des öfteren „Piraten“ mit meiner kleinen Schwester – die waren aber auch einfach cool! Damals wäre mir nie und nimmer in den Sinn gekommen, dass ich eines Tages tatsächlich selbst auf einem Segelschiff stehen würde. Mitte September durfte ich an einem Überführungstörn der Whydah of Bristol teilnehmen.

Whydah of Bristol - im Hafen von Greena, D'nemark

Leinen los und fertig machen zum Anlegen

Mit einer Crew von insgesamt 10 Leuten, von denen mindestens Drei noch nie selbst gesegelt sind, sollten wir die Whydah von Göteborg in Schweden zu ihrem Heimathafen, Heiligenhafen in Deutschland, überführen. Dafür hatten wir genau eine Woche zeit und jede Menge angestauter Vorfreude, endlich die Leinen los zu machen, die Segel zu setzen und gen Süden zu fahren!

Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände verzögerte sich das Ablegen allerdings schon am ersten Tag. So konnten wir erst am folgenden Tag aus Göteborg auslaufen. An den Schären vorbei und Richtung offenes Meer stießen wir allerdings schon auf das zweite Hindernis. Der Wind war leider nicht ideal, was aber bekannt und an sich kein allzu großes Problem bereitet hätte. Denn die Welle, aus südlicher Richtung, war einfach viel zu stark, so dass wir, selbst mit Motor, nicht dagegen ankamen.

Also ging es zurück nach Schweden. Wir legten im Hafen von Donsö an. Dort durften wir, dank eines Sturmes, erst einmal 3 Nächte verbringen, bevor wir dann unseren zweiten Versuch starten würden. Die Hafentage waren an sich natürlich auch unglaublich schön! Wir erkundeten gemeinsam die Insel, machten uns auf die Suche nach frischen Pilzen und wurden, dank unseren beiden Starköchen, wie im Fünf Sterne Restaurant verköstigt. Alles in Allem waren diese Tage schon eine unglaublich tolle Erfahrung für sich!

Auf ein Neues!

 

Aber wir wollten ja eigentlich segeln und uns auf dem offenen Meer vergnügen – anstatt in all möglichen schwedischen Häfen. Also versuchten wir am 4. Tag erneut unser Glück. Der Sturm war inzwischen weiter gezogen, allerdings hatte er eine Welle zurück gelassen von gefühlt 3 Metern, der Erzählung halber 4!

Mit Starkregen und schön schaukelig ging´s also auf in den Süden – naja, vielleicht war es auch eher so Richtung Westen oder Nordwesten… Mit dem Großsegel im ersten Reff und einem Vorsegel versuchten wir unser Bestes. Doch nach etwa 4 Stunden, und mit Aussicht auf eine noch schlimmere Nacht, als der erste schon über der Reling hing, war dann die Entscheidung gefällt, wir würden umkehren und in den nächsten Hafen einlaufen. An dem Punkt hätte ich auch noch die ganze Nacht durchfahren können, so motiviert war ich. Ich hatte ja sowas von keine Ahnung gehabt!

Einmal 24 Stunden Segeln – mit Allem, bitte!

 

Dieses Mal, legten wir auf Styrsö an. Eine wunderschöne, typisch schwedische Schäreninsel westlich von Donsö. Doch lange sollten wir hier nicht bleiben. Am Fünften Tag hieß es dann, früh morgens endgültig „Leinen los“! In der Morgendämmerung legten wir ab und fanden eine Traumhaft ruhige See vor uns. Auch der Wind war endlich mehr oder weniger Ideal. Beinahe so, als wäre die Tage vorher nichts gewesen… So fuhren wir bester Laune und mit Vollzeug Richtung Dänemark und rein ins  Kattegat – eine Art Bermuda Dreieck der Ostsee.

Stille Wasser sind tief – oder der Schein trügt; nicht alles ist Gold, was glänzt…

Den ganzen Tag über hatten wir unglaublich tolles Wetter, eine ruhige See und eine wunderschön entspannte Zeit an Deck. Abends durften wir dann einen umso schöneren Sonnenuntergang bewundern, um dann in der Nacht dem nicht vorhergesagten Sturm ausgeliefert zu werden. Nach dem Abendessen trat dann auch der Wachplan in kraft. Die Crew wurde in Dreier-Grüppchen aufgeteilt, so dass jeder abwechselnd Ruderwache, Backschaft und Freiwache hatte. Und so auch jeder immer mal wieder die Möglichkeit zu Schlafen hatte.

 

Whydah of Bristol - Sonnenuntergang auf der Ostsee

In der Nacht wurde der Seegang dann wieder deutlich rauer, was das schlafe

 

n doch etwas erschwerte. Bei jeder Welle wäre ich beinahe aus dem Bett gefallen… Um Mitternacht hatte ich dann mit meiner Gruppe Ruderwache. Und somit begann für mich eine der aufregendsten Nächte überhaupt.

Unter einem atemberaubenden Sternenhimmel fuhren wir so dahin. Der Wind nahm langsam zu, doch in den zwei Stunden meiner Schicht war sonst nichts weiter Aufregendes – bis auf die Tatsache, dass ich mitten in der Nacht, irgendwo vor der dänischen Küste am Steuer eines zweimastigen Segelschiffes stand. Also alles wie immer!

Nach meiner Schicht beschloss ich noch ein Weilchen oben an Deck zu bleiben, ich war ja sowieso schon wach und da der Seegang noch einmal stärker wurde, war mir dann doch nicht ganz so wohl unter Deck zu gehen. Und dann ging´s auch schon los. Der Bug tauchte bei jeder Welle schon so tief ein, dass man, wenn man ganz vorne Stand, bis mindestens auf Bauchhöhe nass wurde. Zuerst musste das Schonersegel eingeholt werden und kurze Zeit später hieß es dann sowieso „alle Mann an Deck“. Das Großsegel musste ebenfalls runter, der Wind war inzwischen einfach zu stark! Wobei mir die Schräglage der Whydah wirklich sehr gefiel… 

Diese beiden Aktionen waren tatsächlich ziemlich action reich und so auch nicht ganz ohne – im Dunkeln und bei Wellen von Mindestens 5 Meter (für die Erzählung)! Zu meinem Glück hatte ich daran aber einen Heidenspaß – wahrscheinlich etwas zu viel für eine solche Situation… 

Morgenstund hat Gold im Mund

Früh Morgens lag dann wieder eine See vor uns, als hätte es die letzte Nacht nie gegeben. Pünktlich zum Sonnenaufgang vom siebten Tag erreichten wir dann den Hafen von Greena in Dänemark.  Und genau 24 Stunden später legten wir neben der Mytilus, einem historischen Segelschiff für Pfadfindergruppen, an. Wir alle waren heilfroh nach dieser Nacht endlich anlegen zu können!

 

Die Ankunft am Ziel ist umso schöner, je mehr Stürme du erlebt hast

So endete unsere Schiffsreise auf knapp halber Strecke (wohl eher einem Drittel der eigentlichen Reise) in Dänemark. Am 8. Tag war dann noch die Schiffsübergabe an die nachfolgende Gruppe, die nun ihr Glück versuchen konnte, die Whydah sicher in ihren Heimathafen zu bringen. 

 

Auf (hoffentlich) Wiedersehen, Whydah!

Für uns alle hieß es nun, zurück nach Deutschland und zurück in den Alltag. Ganz plötzlich wird man wieder in die Realität zurück gerissen! Jedoch bereichert mit unglaublich schönen und einzigartigen Erinnerungen. Einfach unvergesslich… 

Nachhausekommen
Au Pair, Reisen

Vom Nachhausekommen – Vorstellung vs. Realität

Bekanntermaßen sind Vorstellung und Realität häufig doch auch sehr unterschiedlich. Man malt sich ein gewünschtes, vielleicht aber auch ein gefürchtetes, Szenario aus und klammert sich so nach und nach immer fester daran. Bis einem dann die Realität mit voller Wucht ins Gesicht klatscht. Wie sieht es also beim Nachhausekommen nach einem Jahr Abwesenheit aus?

Der Vorstellungskraft sind keine Grenzen gesetzt!

Als mein Jahr als Au Pair anfing sich dem Ende zu nähern, habe ich natürlicherweise immer mehr darüber nachgedacht und mir ausgemalt, wie es wohl sein würde, wieder zuhause im idyllischen Schwarzwald zu wohnen. Automatisch habe ich einfach wieder da angeknüpft, wo ich ein Jahr zuvor aufgehört hatte. Woran sonst hätte ich mich auch orientieren sollen? Die ganzen Monate, die ich in London verbrachte, habe ich nichts vom Leben zuhause in Deutschland mitbekommen.

Ganz so extrem war es natürlich nicht! Im Gegenteil, ich bin zwischendurch hin und wieder für einige Tage nachhause gereist – Weihnachten zum Beispiel. Aber letztendlich bekommst du so auch nur einem Bruchteil von dem, dir eigentlich so vertrauten Leben mit. Und alles scheint zu sein, wie eh und je…

Das Ende immer näher rückend, habe ich also angefangen Pläne aufzustellen, was ich so alles tun und lassen würde, sobald ich wieder Zuhause bin. Die Vorfreude stieg von Tag zu Tag und begrub so langsam jegliche Gedanken daran, wie sehr ich London vermissen würde.

Fantasiereich und kreativ wie ich bin, habe ich mir riesige Szenarien erschaffen, was ich alles mit meinen Pferden und dem Hund unternehmen möchte. Wie ich Fototechnisch mich täglich neu ausprobieren und diesen Blog mit neuen Fotos und Beiträgen überhäufen würde.

Alles ganz nach dem Motto: die Fantasie kennt keine Grenzen!

Nachhausekommen

Nachhause kommen sieht in der Realität nicht anders aus – oder etwa doch?

Homecoming sucks!

Über das Nachhausekommen nach einem längeren Auslandsaufenthalt wird irgendwie nie so wirklich geredet. Keiner sagt dir, wie das alles wirklich läuft und wie es sich schlussendlich anfühlen wird, wieder zurück zu sein. Das scheint irgendwie das Mindeste an dem Ganzen Abenteuer zu sein. Doch so minimal ist das Alles dann doch nicht für mich! Und wer weiß, vielleicht ergeht es dir ja Ähnlich.

Ausgenommen, dein Aufenthalt im Ausland war so richtig zum Kotzen, dann wirst du am Ende mit ziemlich gemischten Gefühlen und all deinem Gepäck zu Füßen vor deiner Haustür stehen. Dabei wirst du denken „Nachhausekommen ist irgendwie echt scheiße!“. Und vor Allem, warum sagt einem das denn keiner vorher?!

Nachhausekommen

Zuhause einleben

Mit großer Wahrscheinlichkeit hast du vor deiner Abreise nach Timbuktu mit einem bestimmten Lebensabschnitt abgeschlossen und bevor es mit dem Nächsten weiter gehen sollte hast du eine kurze Pause eingelegt, um etwas Neues zu sehen. Jetzt ist die Pause vorbei und du wirst so richtig ins kalte Wasser geworfen! Auch wenn du schon sicher weißt, wie es weiter gehen wird. Es wird sehr viel neu für dich sein – in einer eigentlich so altvertrauten Umgebung.

Nach einem Jahr in einem anderen Land, in einer anderen Kultur, musst du dich erst einmal wieder zuhause einleben. Du musst dich wieder an die Kultur und die Gesellschaft deines Heimatlandes anpassen. Glaub mir, das ist leichter gesagt, als getan.

Ja, das ist durchaus leicht unvorstellbar, aber so wird es dir tatsächlich ergehen. Das Leben zuhause ging weiter – ohne dich – und du selbst hast dich verändert. Du hast Gewohnheiten aus einer anderen Kultur angenommen und dein Leben daran angepasst. Das wird jetzt alles erst einmal schön auf den Kopf gestellt. Viel Spaß!

Der nachfolgende Verfolgungswahn

Neben dem ganzen neu Eingewöhnen, wird es auch ständig irgendetwas geben, was dich an deine Zeit im Ausland erinnern wird – sei es online oder draußen im real-life. Nein, das ist sogar noch untertrieben. Du wirst nicht nur daran erinnert, sondern wortwörtlich von dieser Zeit heimgesucht werden!

Und so wirst du dir, mehr als tausendmal, diese unglaubliche Zeit zurück wünschen und dir vorstellen, wie es wohl sein würde, wärst du noch immer dort. Ganz egal, wie froh du darüber bist endlich wieder Zuhause und bei deiner eigenen Familie zu sein.

Wie erging es dir denn mit dem Nachhausekommen nach deinem Auslandsaufenthalt?

Au Pair - Ein Jahr danach | 365 Tage
Au Pair, Reisen

Au Pair – Ein Jahr danach | 365 Tage

Vor 365 Tagen fuhren mich meine Eltern früh morgens in unsere kleine Landeshauptstadt Stuttgart und hin zum Flughafen. Dort wartete bereits ein, nicht allzu großes, Flugzeug, welches mich nach London bringen würde. Und eben dort angekommen, stand ich dem großen Unbekannten und zugleich doch so Vertrautem mit meinen beiden Koffern direkt gegenüber. Denn es war nicht das erste Mal, dass ich nach London reiste. Von Großbritannien ganz zu schweigen. Auch die Sprache war nichts neues für mich – ich würde doch behaupten, dass die englische Sprache mir bereits zu diesem Zeitpunkt sehr fließend von den Lippen kam. Auch war mir die Familie bereits schon gut bekannt, zumindest zur Hälfte.

Ich bin schon Jahre zuvor immer und immer wieder auf die grüne Insel gereist und London habe ich auch schon drei Mal vorher besucht. Davon habe ich auch die beiden letzten Male bei meiner Au Pair-Gastfamilie gewohnt. Also alles doch ziemlich entspannt..!

Was genau ist dann eigentlich das Unbekannte?

Richtig, bisher ist mir das Alles tatsächlich mehr als bekannt! Die entscheidenden Faktoren eines Auslandsaufenthaltes dieser Größe waren mir bereits alle vertraut. Umgebung, Land und Sprache, und ganz wichtig, die Familie. Aber diese auch nur in Teilen.

Als ich das letzte Mal nach London reiste, das war letztes Jahr etwa zweieinhalb Jahre her, wohnte ich bei der Cousine meiner Mutter. Eine mitten in London lebende, Karrierebewusste Frau, aber ohne Kind. Denn dieses sollte erst einige Monate später bei ihr einziehen. Und dieses Kind lernte ich daher auch erst vor 365 Tagen kennen! Der kleine Junge wurde Adoptiert.

Das ist also ein Teil des großen unbekannten. Ein weiterer Teil war ohne Zweifel die riesige Stadt an sich – auch wenn ich sie bereits kannte. Es ist doch noch ein gewaltiger Unterschied, ob du in eine Stadt reist, um dort nur Urlaub zu machen, oder um dort richtig zu Wohnen. Im Urlaub lernst du diese Stadt nur oberflächlich kennen, du bekommst nur einen Bruchteil von deren wahren Charakter mit. Wenn du aber in eine solche Stadt ziehst und weißt, dass du von nun an dort leben wirst, wirst du sie ganz neu kennen lernen – egal wie gut du glaubtest sie zu kennen.

Au Pair -  Ein Jahr danach | 365 Tage

Dann wäre da noch die Sache mit dem Au Pair…

Davon hatte ich ja so ziemlich gar keinen Plan. Ja, ich wusste, ich werde auf ein Kind aufpassen und dafür verantwortlich sein, dass es von A nach B und wenn nötig auch bis Z gelangt. Ich wusste, dass ich verantwortlich für dieses Kind sein werde. Davon hatte ich eine relativ gute Vorstellung, wie ich meinte. Mit Drei kleineren Geschwistern, kommt es mehr als einmal vor, dass du auf sie aufpassen und mal hier und da Verantwortung übernehmen musst. Auch habe ich vorher schon in einer „fremden“ Familie regelmäßig babygesittet. Ich war also bestebs darauf vorbereitet.

Allerdings ist Au Pair sein ist da doch nochmal ein kleines-großes Stück anders!

Ein Jahr rasant Achterbahn fahren und plötzlich Vollbremsung

Ein Jahr als Au Pair zu arbeiten gleicht nicht einmal der rasantesten Achterbahn, die du dir Vorstellen kannst. Es ist noch viel verrückter! Es geht rauf und runter und du fährst Blind. Du hast nicht den leisesten Schimmer davon, wie die Bahn verläuft, wo das Ende ist und wie schnell du darauf zusteuerst. Nicht den geringsten!

Im einen Moment hast du noch 10 Monate vor dir und im nächsten bist du schon am Kofferpacken und in zwei Wochen wieder zuhause. So war es zumindest für mich im letzten Jahr. Es ist so unglaublich viel passiert. Ich habe so unendlich viel neues gelernt, Menschen getroffen und neue Freunde von überall auf der Welt gefunden. Dieses Jahr hat mir so unglaublich viel zurückgegeben, wofür ich einfach nur schrecklich dankbar bin!

Und trotz der wilden Fahrt und den teils doch größeren Tiefen (dafür waren aber die Höhen umso gigantischer) würde ich niemals auch nur daran denken, dass so ein „gap year“ irgend eine Art von Zeitverschwendung wäre.

Ich würde es definitiv genauso wieder machen und kann es nur jedem Empfehlen, ein Pause einzulegen, die Welt bereisen und im Großstadtdschungel, oder auf einer Insel mitten im Pazifik, sich selbst besser kennen zu lernen und vielleicht sogar sich selbst dort zu finden!

Au Pair - Aus der Sicht einer Gastfamilie
Au Pair

Au Pair – Aus der Sicht einer Gastfamilie

Gastpost von Uta von www.hostmum.com / www.berlondon-mama.de

Hi! Ich bin Uta, gebürtige Berlinerin und lebe seit 2013 mit meinem Mann und zwei Kindern in London. Davor haben wir zwei Jahre in Hong Kong gelebt. Diese Erfahrung, mehrfach mit Kindern ins Ausland zu ziehen und sich einzuleben, hat mich dazu gebracht, meinen Mama-Blog BerlOndonMama über das Leben mit Kindern im Ausland zu beginnen. Hier gebe ich Tipps, auf was man beim Umzug mit Kindern nach England beachten sollte und wo es Unterschiede im alltäglichen Leben im Vergleich zu Deutschland gibt. Außerdem berichte über Alltägliches, was einem als deutsche Familie in London eben so passiert.

Immer öfter habe ich auch Blogposts über Au Pairs veröffentlicht. Das hat mich dazu bewogen, vor einiger Zeit meine neue, englischsprachige Webseite www.hostmum.com zu veröffentlichen. Hier versuche ich die Erfahrungen, die wir persönlich gemacht haben, oder aber auch Erfahrungen von anderen Au Pairs und Gastfamilien, abzubilden und neuen Au Pairs und Gastfamilien Hilfestellungen zu bieten, wie eine Au Pair-Gastfamilien-Beziehung erfolgreich ablaufen kann. Oft scheitert es meiner Meinung nach an unterschiedlichen Erwartungen gepaart mit fehlender Kommunikation. Das ist wirklich schade, denn ich halte das Au Pair Arrangement für beide Parteien für sehr wertvoll.

Wie wir auf „Au Pairs“ gekommen sind

Wir hatten bereits in Hong Kong erste Erfahrungen mit einer Live-in Angestellten gesammelt. Einer philippinischen Maid, die hauptsächlich für den Haushalt verantwortlich war, aber ab und zu auch mal aufs Kind aufgepasst hat. Das Maid-Arrangement in Hong Kong ist Standard und alles ist darauf ausgerichtet, einen „Helper“ bei sich leben zu haben. So hat jede Familien Wohnung ein kleines separates Zimmer mit Mini-Bad (das ist echt nicht schön, aber mir wurde versichert, dass die philippinischen Frauen zu Hause noch weniger Platz haben). Und zumindest ist das IHR Platz.

In der Zeit, als wir in Hong Kong waren, wurde es unter ausländischen Familien immer mehr zum Usus, die Helper auszuquartieren und ihnen die Miete für eine „eigene Wohnung“ – oder eher ein Bett – zu zahlen. Denn in den Maids-Wohnungen gab es immer mehrere Schlafzimmer, wo in jedem Schlafzimmer 2-3 Doppelstockbetten standen und sich alle Bewohner ein Bad und eine Küche teilen mussten! Das fand ich echt krass und unmenschlich und wir waren immer sehr darum bemüht, unsere Tita ebenbürtig zu behandeln. Aber natürlich ist eine Maid zu haben kaum mit dem Au Pair Arrangement zu vergleichen, weil sie eben nicht wirklich ein Familienmitglied werden (wollen). Mein Angebot zu Beginn, dass sie sich zum Essen zu uns an den Tisch setzen kann, wurde fast mit Entsetzen abgelehnt. Wen das Thema philippinische Maid weiter interessiert, kann hier mehr Informationen über unsere Maid Tita nachlesen.

In London haben wir uns für ein Au Pair für die Kinderbetreuung unserer zwei Kinder entschieden, als ich wieder angefangen hatte, zu arbeiten. Auch deshalb, weil wir in Hong Kong schon gute Erfahrung mit „Live-in“ gemacht hatten. Es ist definitiv nichts für jedermann, dauerhaft jemand „Fremdes“ im Haus zu haben, für uns ist das aber ok.

Wieso entscheiden sich Familien dafür, ein Au Pair aufzunehmen?

Für uns gab es zwei Hauptgründe, dass wir uns für ein Au Pair entschieden haben:

Ich wollte unbedingt, dass mit den Kindern deutsch gesprochen wird, wenn ich arbeiten bin. Ein deutsches Au Pair zu finden, das nach London ziehen will, ist deutlich einfacher, als dort eine deutsche Nanny zu finden.

Außerdem habe ich als Praktikantin angefangen zu arbeiten. Und da in London – man glaubt es kaum – das Durchschnittsgehalt nicht gerade sehr hoch ist und ich auch nach dem Praktikum kein mega großes Gehalt erwarten durfte, vor allem für vier Arbeitstage, war es auch eine finanzielle Entscheidung. Ich wollte nicht arbeiten gehen, um dann das gesamte Gehalt plus noch etwas obendrauf an eine Nanny zu zahlen.

Das Au Pair Arrangement schien uns auch deshalb gut geeignet, weil wir ein freies Schlafzimmer hatten und ich auch ganz gerne jemand „Erwachsenen“ im Haus habe, wenn mein Mann mal beruflich verreist ist. Außerdem waren die Kinder mit 2 und 5 Jahren schon alt genug, für ein Au Pair.

Wie findet man als Gastfamilie ein Au Pair?

Unser erstes Au Pair kam durch persönliche Kontakte. Weil ich mit dem Praktikum begonnen hatte und wir erstmal „testen“ wollten, wie alle damit klarkommen, dass „Mama arbeiten geht“, wollte ich kein Au Pair suchen, das 12 Monate bleiben will. Damals kannte ich mich auch gar nicht aus und mir war nicht bewusst, wie einfach ich vermutlich für den Zeitraum April – Juli ein Au Pair gefunden hätte. Viele Mädels und Jungen suchen nämlich nur übergangsweise eine Au Pair Stelle.

Für die Suche nach dem zweiten Au Pair habe ich mich bei Au Pair World angemeldet. Das kostet für die Gastfamilien eine Gebühr, damit sie den gesamten Service nutzen können. Wir hatten auch ein paar nette deutsche Mädels dort aufgetan. Am Ende haben wir uns aber für ein Au Pair entschieden, dass über eine persönliche Empfehlung kam. Netterweise hatte mein alter Direktor vom Gymnasium meine Au Pair Anzeige an den Schul-Newsletter geschickt und eine Mutter kannte die Mutter unseres Au Pairs.

Für das Jahr darauf haben wir uns bereits im April für ein Mädchen von Au Pair World entschieden. Im Mai hatten wir sie nach London eingeladen, um die Kinder und die Aufgaben kennen zu lernen. Am Ende ist sie 3 Tage nach Beginn ihres „Au Pair Jahrs“ wieder abgereist, weil sie sich überfordert gefühlt hat. Ich bin seit dem etwas vorsichtig, was Au Pair World angeht und habe auch – ohne Gewähr – gehört, dass 80% der angemeldeten Au Pairs niemals eine Au Pair Stelle antreten (Aussage eines Au Pair Agentur Angestellten).

Ich denke, dass sich einige junge Leute einfach mal kostenlos anmelden und schauen, ob sich interessante Familien bei ihnen melden und sich gar nicht so bewusst sind, was eigentlich als Au Pair auf sie zukommt. Wenn man sich entscheidet, Au Pair zu werden, sollte man sich das aber sehr wohl gut überlegt haben. Es ist Arbeit, mit festen Arbeitszeiten. Es kann anstrengend werden und bringt eine hohe Verantwortung mit sich. Die Gastfamilien verlassen sich auf das Au Pair. Dafür sollten die Gastfamilien im Gegenzug dafür sorgen, dass das Au Pair Jahr eine tolle Erfahrung wir diese jungen Menschen wird.

Unterm Strich würde ich nach meiner Erfahrung sagen, dass auch viel Glück dazu gehört, dass es von Au Pair und Gastfamilien-Seiten gut klappt.

Wie ist das Leben als Gastfamilie mit einem Au Pair?

Jedes Au Pair kommt mit ihren Erfahrungen und Gewohnheiten in die Gastfamilie. Das alleine ist schon mal ein Punkt, dem ich als Gastmutter gespannt und etwas nervös entgegenblicke. Auch, weil man als Gasteltern eine gewisse Verantwortung für das Au Pair übernimmt.

Die Au Pairs übernehmen als junge Menschen natürlicherweise vieles vom Elternhaus. Und davon bekommen wir auf der Au Pair Suche nur Bruchstücke mit. Es wäre mir zu unangenehm, nach den Berufen der Eltern zu fragen, was eventuell einen Anhaltspunkt über das Elternhaus zulassen könnte. Indirekt bekommt man eine gewisse Idee von den Verhältnissen im Elternhaus, wenn man mit dem Au Pair skyped. Einfach so aus dem Gespräch und den Schilderungen des Au Pairs heraus.

Wenn ich auch dieses Thema derzeit nicht direkt anspreche, gibt es andere Punkte, die ich direkt vorab geklärt haben will, um böse Überraschungen zu vermeiden. So sage ich zum Beispiel immer, dass wir unseren Wocheneinkauf bei einem deutschen Discounter machen, weil mir da einfach alles am besten schmeckt. Wir kaufen auch einige Bio-Produkte, aber das meiste ist konventionell und nicht bio. Das ist für jemanden, der mit Biolebensmitteln aufgewachsen ist, sicher gut, vorher zu wissen.

Außerdem sage ich auch, dass wir an den Wochenenden immer sehr beschäftigt sind und daher leider viel zu selten Ausflüge machen. Mit Schwimmkursen und meistens mindestens einem Kindergeburtstag und dann noch etwas Sport, Besorgungen erledigen oder Verabredungen mit Freunden, bleibt das etwas auf der Strecke. Deshalb sind uns natürlich Au Pairs lieber, die schnell Anschluss finden und dann am Wochenende selbstständig Dinge mit ihren Freunden unternehmen.

Wenn das neue Au Pair kommt, gehen wir auch eine Regelliste durch. Nach der etwas gemischten Erfahrung mit unserem ersten Au Pair ist diese au Pair-Regelliste etwas angewachsen. Da sind so Standarddinge aufgelistet, die zur Sicherheit gehören, wie Fenster zumachen, Türen beim Verlassen abschließen, Herd kontrollieren. Den Kindern Helme aufsetzen, nicht zu weit vorauslaufen lassen, an der Straße vom Roller absteigen etc.

Oder Regeln zum Essen und snacken der Kinder.

Zur Freizeit des Au Pairs haben wir auch ein paar Regeln. Auch wenn es Erwachsene sind, möchten wir zum Beispiel nicht, dass das Au Pair unter der Woche bis in die Puppen unterwegs ist, wenn es am nächsten Tag morgens arbeiten muss. Ich halte unsere Regeln absolut nicht für überzogen und erwarte daher eigentlich auch, dass man sich grob an sie hält. Ausnahmen gibt es natürlich immer. Und wenn wir mit einem Au Pair sehr zufrieden sind, weichen wir gerne auch mal öfter zu Gunsten des Au Pairs von diesen Regeln ab.

Wir sehen das Zusammenleben mit einem Au Pair als Geben und Nehmen und gehören im Vergleich zu Berichten, die ich so gehört habe, definitiv zu den netten Gastfamilien. Aber auch bei uns gibt es Grenzen und wenn es an grundsätzlichen Dingen scheitert, haben wir uns auch schon mal vorzeitig von einem Au Pair getrennt. Allerdings im gegenseitigen Einverständnis und ohne Drama, von dem man in manchen Au Pair Konstellationen immer wieder mal hört. So habe ich auch schon mal einem Au Pair empfohlen, einfach ihre Sachen zu packen und aus der Familie zu flüchten, die sie wie eine Dienerin behandelt hat.

Jedes neue Au Pair sorgt aber auch bei der Gastfamilie dafür, die – manchmal auch nicht gerade positiven – eingeschleiften Verhaltensweise auf die Probe zu stellen, so dass das Zusammenleben mit einem Au Pair manchmal auch nachhaltigen positiven Einfluss auf das Familienleben hat.

Ich bin grundsätzlich ein großer Befürworter des Au Pair Arrangements, weil es für beide Parteien einen großen Erfahrungsgewinn bedeuten kann. Und wenn einmal Probleme auftauchen kann ich nur empfehlen, die Flucht nach vorne anzutreten und mit der anderen Partei offen zu sprechen, anstatt zu früh die Flinte ins Korn zu werfen.

Eure Uta x

Au Pair - Aus der Sicht einer Gastfamilie

Inspiriert von: Rosie Hardy | FOTOFREITAG
Fotografie

Inspiriert von: Rosie Hardy | FOTOFREITAG

Zum heutigen Fotofreitag habe ich mich erneut von der einzigartigen Rosie Hardy inspirieren lassen. Allerdings auch dieses Mal nur in Form von Bearbeitung.

Mir persönlich gefällt dieser Stil gerade wirklich sehr gut. Diese etwas kühleren Töne machen das Bild in diesem Fall ein ganzes Stück interessanter – meiner Meinung nach zumindest. Und da ich einfach noch nicht genug davon habe und etwas Übung definitiv nicht schadet, habe ich mich hier also erneut an dieser Art von Bearbeitung gewagt.

Es macht einfach immer wieder unheimlich viel Spaß, während der Bearbeitung die ein oder andere neue Technik auszuprobieren. Man lernt ja nie aus! Schon gar nicht, wenn man sich gerade erst in die große weite Welt des Bearbeitens rein gewagt hat… Dann kommt es einem plötzlich wieder so vor, als wüsste man doch eigentlich nichts davon. Die Möglichkeiten scheinen beinahe Endlos zu sein. Da bin ich doch noch sehr damit beschäftigt mit meinem kleinen Schneidewerkzeug an der Oberfläche herum zu kratzen.

Aber was soll´s? Alles fängt einmal klein an. Und ist es nicht auch einfach toll, wenn man seine eigene Fortschritte so nach und nach erkennen kann? Ich finde schon!

Inspiriert von: Rosie Hardy

Inspiriert von: Rosie Hardy | FOTOFREITAG Vorher

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Inspiriert von: Rosie Hardy | FOTOFREITAG Vorher

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Inspiriert von: Rosie Hardy | FOTOFREITAG

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10 Jahre England
Blog, England

Der 15/08/2007 – A Day to remember

Der 15/08/2007

Ein Tag, der meine nächsten 10 Lebensjahre bestimmen würde – und noch so viele mehr! Genau heute vor 10 Jahren habe ich, zusammen mit meiner Familie, zum ersten Mal den Ärmelkanal überquert und einen Fuß auf eine mir noch unbekannte Insel gesetzt. Die kleine 10 jährige Salo wusste damals natürlich noch nicht, was dies einmal für sie bedeuten würde…

15/08/2007 10 Jahre England

Dieser erste Urlaub auf englischem Boden sollte nur der Anfang von etwas viel größerem sein und meine Zukunft in eine ganz neue Richtung lenken. Wer mich bereits etwas länger kennt, der weiß inzwischen sicherlich, dass mich der Schmetterlings-Effekt stark fasziniert hat. Wer dies noch nicht wusste, weiß es ja spätestens jetzt! Und als keine (vereinfachte) Erklärung für all die, die sich jetzt fragen, was der Schmetterlings-Effekt genau ist und schon panisch bei Google auf die Suche gehen: es handelt sich dabei um die Theorie, dass eine winzig kleine Entscheidung, die Zukunft komplett verändern kann und neue Wege ermöglicht, und andere somit komplett ausschließt. 

Der Schmetterlings-Effekt in real life

England als kleines Beispiel: hätten sich meine Eltern, damals vor 10 Jahren nicht dazu entschieden, den Sommer in England zu verbringen, wäre unser Lieblings Urlaubsziel vielleicht heute noch Norwegen. So wären wir also nicht jeden Sommer nach England gereist, ich hätte mich nicht in das Land verliebt, wäre nicht für ein Jahr nach London gezogen und säße jetzt nicht hier um dir das alles zu erklären. Ich würde vielleicht über Beauty und die neusten Modetrends aus Skandinavien berichten oder hätte das Bloggen eventuell überhaupt nicht angefangen. Es wäre alles ganz anders gekommen…

15/08/2007 10 Jahre England

Ist es aber nicht! So bin ich also am 15/08/2007 mit meinen Eltern und meinen Geschwistern zusammen nach England gereist. Nach vielen tausend Kilometern im Auto und eineinhalb Stunden auf der Fähre kamen wir endlich an unserem ersten Ziel Hebden Bridge an. Ein kleines Idyllisches Örtchen (und der Geburtsort von Ed Sheeran) in West Yorkshire. Dort verbrachten wir dann zwei Wochen, bevor es dann weiter nach Snowdonia im Norden von Wales ging. Auch hier verbrachten wir dann erneut zwei Wochen. Danach ging´s dann wieder zurück nachhause in den Schwarzwald.

Seither bin ich jedes weitere Jahr mindestens einmal nach Großbritannien gereist, sei es mit Familie, Schule oder ganz alleine. So habe ich fast jede Ecke dieses wunderschönen Landes gesehen und die Kultur von den verschiedensten Blickwinkeln kennen lernen können, wofür ich überaus dankbar bin!

Heute, 10 Jahre danach ist diese Insel definitiv eine Art zweite Heimat für mich! Daher gibt es Heute, sozusagen zum Jubiläum hier also ein kleines Tribute. 15/08/2007 10 Jahre England

15/08/2007 10 Jahre England

15/08/2007 10 Jahre England

15/08/2007 10 Jahre England

15/08/2007 10 Jahre England

Alle Fotos wurden damals von meinem Vater aufgenommen

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