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März 2017

Blog, Städte

Die St. Patrick´s Parade in London

Obwohl der St. Patrick´s Day eigentlich eine rein irische Tradition ist, wird dieser auch hier in London ausgiebig gefeiert. Und zwar weit mehr, als nur den eigentlichen Paddy´s Day. London hat daraus nämlich gleich ein ganzes St. Patrick´s Weekend gemacht.


     

Wir haben natürlich auch den St. Patrick´s Day, traditionell in Grün, gefeiert und eines der (angeblich) besten Irish Pubs in London besucht und natürlich auch ein Guiness probiert. Es war ein wirklich tolles Pub, schön groß, nur leicht überfüllt… Die Gefahr umzufallen lag bei weniger als Null Prozent.

Wir hatten uns dann dazu entschlossen, da wir uns ja schließlich schon passende Shirts besorgt hatten, nicht nur den Paddy´s zu feiern, sondern das ganze Wochenende eben auch – ganz nach dem Vorbild Londons eben

Also Samstag nach Camden (mit etwas Livemusik und dem Six Nations Rugby Spiel) und am Sonntag dann zur großen Parade am Trafalgar Square. Da ich dieses Jahr unsere geliebte Fasnacht leider verpassen musste, hatte ich mir das St. Patrick´s Weekend als eine Art Ersatz dafür vorgestellt. Allerdings kann eigentlich nichts die typische süddeutsche Fasnacht ersetzen. Dummerweise bin ich dadurch dann mit etwas zu hohen Erwartungen in das Wochenende gegangen. Ich hatte mir alles, ehrlich gesagt, etwas verrückter und viel grüner vorgestellt, als es dann tatsächlich war. Aber wie ich schon sagte, meine Erwartungen waren ziemlich hoch. Abgesehen davon war das ganze Wochenende dann doch wirklich toll. Und es ist ein Erlebnis, was man sich wirklich nicht entgehen lassen so

Die Parade an sich war auch sehr schön, allerdings hatte ich auch hier immer wieder diesen Vergleich zu unseren Fasnachtsumzügen im Kopf. Diese sind aber auch einfach unschlagbar. Zu dem Umzug war am Trafalgar Square auch noch eine große Bühne für Liveacts aufgebaut und als Höhepunkt trat dann Gavin James am Abend auf. Dies war dann wirklich ein perfekter Abschluss für dieses doch leicht verrückte Wochenende.

Das wirklich tolle an der Parade war für mich jedoch, dass ich so nun auch endlich mal meine Streetphotography Skills etwas weiter ausbauen konnte. Und vor allem, ohne dabei ein komisches Gefühl haben zu müssen. Es ist halt doch auch in einer so großen Stadt wie London etwas seltsam, wildfremde Menschen auf der Straße zu fotografieren. Aber nicht an einem Tag wie diesem. Im Gegenteil, die Menschen freuen sich, wenn ich ein Foto machen will und posen extra, mit breitem Grinsen, vor meiner Kamera. Ich habe mich, zusammen mit all den professionellen Fotografen, in das grüne Getümmel (und teils mitten in die Parade hinein) gestürzt.

Aber ich denke, wenn man die richtige St. Patrick´s Day Atmosphäre erleben möchte, dann sollte man besser nirgends anders hin, als nach Irland und am Besten gleich in die Hauptstadt reisen. Steht auch schon auf meiner Buckettlist. Würde ich nicht irgendwann einmal die richtige St. Patrick´s Day Atmosphäre miterleben, könnte ich mir das sicherlich nur schwer verzeihen. Also mal schauen, wann ich dieses Ziel von meiner Liste (die trotz reisen irgendwie nur länger wird…) abhaken werde.

Blog

Westminster Attack – Wie ich es in London erlebte

Es war eigentlich ein Tag wie jeder andere. Das Wetter war vielleicht etwas verrückter als sonst, aber das war´s dann auch schon. Bis dann Nachmittags die Eilmeldung kam, ein Wagen sei auf der Westminster Bridge in Fußgänger hinein gefahren und anschließend vor dem Parlament in die Umzäunung gekracht. Der Fahrer habe dann versucht, in den Palace of Westminster einzudringen, bewaffnet mit zwei Messern. Dabei wurde ein Polizist niedergestochen und der Fahrer des PKWs von der Polizei angeschossen.

Eigentlich hatte ich heute vor, einen Post über den St. Patrick´s Day am letzten Wochenende zu veröffentlichen. Aber angesichts der Umstände fand ich es nicht sehr angemessen diesen gerade heute zu posten. Jetzt schreibe ich also über den gestrigen Tag und wie ich diesen hier in London erlebte.

DIE HEUTIGE AUSGABE DER METRO

 

Der 22.03.2017 – genau ein Jahr nach dem Anschlag in Brüssel

Zum Zeitpunkt, als die Nachricht bekannt gegeben wurde, schien es, als wäre das alles relativ klein und verhältnismäßig „harmlos“ gewesen. Es war noch von keinen verletzten die Rede, abgesehen von dem niedergestochenen Polizisten und dem Täter selbst natürlich, sonst aber nichts. Generell wurde zunächst nur sehr wenig bekannt gegeben. Aber so ist es wohl, wenn man das Geschehen im Livetakt mitbekommt.

Es wurde aber nach und nach mehr und nun war von einigen wenigen verletzten die Rede. Dann ein toter, bald schon zwei. Auf einmal wurde von mehr als einem Dutzend verletzten und teils sehr schwer verletzten berichtet. Anfangs hatte ich noch das Gefühl, das ganze sei, den Umständen entsprechend, eher „harmlos“ abgelaufen, aber spätestens jetzt wurde mir klar, dass die Lage doch um einiges ernster war, als ich angenommen hatte. Das war dann wirklich ein sehr seltsames Gefühl, denn jetzt war auch auf einmal von einem Terror Anschlag die Rede. Die Zahl der Verletzen stieg ziemlich schnell auf 20 und inzwischen wird von etwas mehr als 40 berichtet. Die Zahl der toten ist auf 5 gestiegen.

DAS ANSCHLAGSRISIKO FÜR LONDON WAR SCHON SEIT EINIGER ZEIT SEHR HOCH

Zur Zeit als der Anschlag in Westminster passierte waren ungewöhnlich viele Hubschrauber und auch Polizeiwagen hier in West Kensington unterwegs. Obwohl wir hier etwas mehr als 4 Meilen von Westminster entfernt sind. Das kann natürlich auch nur ein komischer Zufall gewesen sein, ich weiß es nicht. Es war allerdings kein Zufall, dass bei der Tube Station im Hammersmith Broadway nun Polizisten zu Fuß unterwegs waren. Was jedoch nicht verwunderlich war, angesichts der Geschehnisse zuvor.

Ich hatte nie daran gedacht, jemals irgendwann so nah an einem solchen Anschlag zu sein. Man hört immer nur davon, ist betroffen von dem, was geschehen ist, aber es erreicht einen nicht so wirklich. Es ist ja so weit weg von einem selbst und man vergisst es schon bald wieder. Ehrlich gesagt denke ich, dass es selbst hier, so nah an einem dran, schon bald wieder anders aussieht. Ganz nach dem Motto „Keep Calm and Carry On!“ – etwas anderes bleibt einem letztendlich auch gar nicht übrig!

Der Tag Danach

Für den heutigen Tag hatte ich mir eigentlich nur vorgenommen, meinen St. Paddy´s Day Post fertig zu machen. Dieser Plan hat sich aber, wie schon gesagt, geändert… Ich bin heute Vormittag dann spontan nach South Kensington rüber gefahren, um eine Freundin zu treffen. Mir ist dabei auch sehr schnell aufgefallen, dass heute nun deutlich mehr Polizisten als üblich auf den Straßen unterwegs waren. Was natürlich  auch kein Wunder ist.

DIE ERSTEN 11 SEITEN BEINHALTETEN NUR DEN ANSCHLAG VON WESTMINSTER

Die Stimmung heute hier ist, muss ich ehrlich sagen, schon sehr interessant. Eine Mischung zwischen zurückhaltender Vorsicht, sowie Betroffenheit (vielleicht auch etwas Unsicherheit) und „man lebt so weiter wie vorher auch“ – als sei nichts gewesen.

Ich Persönlich sehe mich auch dazwischen. Ich bin sehr betroffen, von dem was hier gestern geschehen ist. Gerade wenn ich die Nachrichten lese um mich auf den neusten Stand zu bringen. Auch während ich das hier schreibe. Andererseits jedoch bin ich doch irgendwie so weit davon entfernt und das Leben geht ja schließlich auch weiter.

Es ist wirklich ein seltsames Gefühl, da ich ja – trotz, dass ich hier mitten in London bin – alles nur über die Medien mitkriege. Es kommt mir so vor, als wäre dieses Attentat in wirklichkeit nicht so nah passiert. Allerdings, wenn ich daran Denke, dass ich Sonntagabend noch an direkt dem Punkt auf der Westminster Bridge stand, an dem gestern so viele unschuldige Menschen verletzt und auch getötet wurden, merke ich, wie sehr mich mein Gefühl doch täuscht.

Der große Hype auf Sozialen Medien

Eines der schlimmsten Dinge, die man nach einem Tag wie gestern machen kann, ist Twitter und Co. aufzurufen. Ich denke, dass dies wirklich jeder kennt. Ein Haufen scheinheiliger Tweets von Menschen von überall auf der Welt. An sich ist es natürlich eine schöne Sache, wenn Menschen ihr Mitgefühl aussprechen. Jedoch tummeln sich im Internet einfach zu viele Wichtigtuer und Besserwisser.

ETWAS GEWAGT DEN ANSCHLAG ALS „WAR ZONE“ ZU BEZEICHNEN

Ich hab es also auch mal wieder gemacht, obwohl ich schon wusste, was da auf mich zukommt und hab mich in die Twittertrends gestürzt. Neben vielen ernst gemeinten Tweets gab es auch dieses Mal leider mindestens genauso viele, bei denen ich mir denken musste „wieso tu ich mir das überhaupt an“. Das schlimmste für mich sind dabei die Tweets offensichtlich uninformierter User und allem voran die Hashtags wie #Prayfor… #Jesuis… und so weiter. 

Sie waren vielleicht einmal angebracht, aber inzwischen haben sie eindeutig ihre Bedeutung verloren. Und ich muss ehrlich sagen, ich war noch nie davon überzeugt, dass der #Prayfor… irgendwem hilft. Es wird kurz ins Smartphone eingetippt, gepostet und das war´s dann auch schon. Beten wird sowieso niemand.

Dies ist nur meine Meinung und auch bitte nicht zu verwechseln, denn ich bin absolut nicht gegen Anteil- oder Stellungnahme (auf sozialen Plattformen und auch allgemein) zu Vorfällen wie diesem in Westminster. Im Gegenteil, ich finde es sehr toll, dass Menschen sich dazu aussprechen. Aber nur, wenn es auch ernst gemeint ist und bitte, bitte ohne diese ausgenutzten Hashtags! Zeigt stattdessen lieber, dass ihr euch von so etwas nicht einschüchtern lasst und vor allem, dass ihr dadurch eure Offenheit gegenüber anderen Kulturen nicht verliert.

Stay Safe!

WE ARE NOT AFRAID

WE ARE LONDONERS

Allgemein, Jahreszeiten

Der Frühling ist da!

Ich finde es wirklich schwer, mich für eine Lieblingsjahreszeit zu entscheiden. Ich muss jedoch sagen, der Frühling kommt da dann doch sehr nahe ran. Es ist einfach ein so schönes Gefühl, wenn nach dem Winter die Pflanzen wieder anfangen zu wachsen, es so allmählich wärmer und endlich wieder heller wird. Wenn die Tage anfangen länger zu werden und alles irgendwie aus dem Winterschlaf zu erwacht. Es reicht schon die Sonne etwas mehr als nur ein paar Stunden am Tag zu sehen und schon kommt man in Frühlingsstimmung.

Hier in London scheint der Frühling nun endgültig angekommen zu sein. Die Tage werden wärmer und der dicke Wintermantel ist beinahe morgens schon viel zu warm. Mittags erinnert die Luft hier auch teilweise schon an die drückende Sommerhitze die sich zwischen den Häusern anstaut. Natürlich ist sie noch nicht mit irgendeiner Form von Hitze zu vergleichen, aber wir hatten immerhin schon fast über 20 Grad. Es erinnert ja auch nur daran…

Es scheint auch, als würden sich nun immer mehr Menschen wieder trauen ihre geheizten Vier Wände zu verlassen. In London sind ja sowieso immer sehr viele Menschen auf den Straßen unterwegs. Seit nun aber die ersten warmen Sonnenstrahlen auf die Stadt treffen, scheint sich die Anzahl an Menschen mindestens verdoppelt zu haben. Auf den Straßen, wie auch in den Parks.

In diesen sprießen nun allerhand verschiedener Blumen und der typisch über-grüne englische Rasen kommt auch wieder so richtig zur Geltung. So konnte ich nicht anders, als zurück zu meinen Anfängen in der Fotografie zu gehen und einige dieser Blumen und Blüten zu fotografieren.

Jedoch, die wichtigsten aller Pflanzen im Frühling in England, sind die allseits geliebten „Daffodils“ – die Osterglocken oder auch Narzissen. Diese wachsen hier wirklich überall. Ganz egal wo man auch hinschaut, es wachsen dort garantiert Daffodils! Ganz egal ob in der Stadt, auf dem Land oder zwischen vernachlässigtem Gestrüpp. Einfach überall!

 

Sie sind aber auch einfach perfekt für eine Jahreszeit wie den Frühling. An Tagen, an denen die Sonne es nicht Schafft, die dicke Wolkendecke zu durchdringen, wirken sie hier unten wie viele kleine Sonnen. Und es ist immer richtig schön deren kleine Köpfe irgendwo leuchten zu sehen.

Ich bin halt doch ein Frühlingskind, aber ich möchte mich nicht nur auf eine Jahreszeit beschränken, denn jede hat ihre eigene Schönheit. Hast du vielleicht eine Lieblingsjahreszeit oder geht es dir dabei eher wie mir?

Blog, Reisen, Städte

PARIS – eine Bucketlist für den nächsten Besuch

Vor kurzem habe ich zusammen mit Marie-Agnès einen Fünf-Tages-Trip nach Paris unternommen. Dort haben wir, neben den standard Sehenswürdigkeiten, ein Paar wirklich tolle Plätze und Ecken entdeckt, die Du bei deinem nächsten Besuch in die französische Hauptstadt nicht auslassen solltest.

Le Marais – das schönste Viertel in Paris

Das kleine Stadtviertel „Le Marais“ im 3e und 4e Arrondisement ist definitiv der Teil von Paris, der mir persönlich am meisten gefallen hat. Die kleinen Gassen mit den typisch französischen Boutiquen, die historischen Gebäude und die gesamte Atmosphäre die dieses Viertel ausstrahlt ist einfach bezaubernd. Das Marais hat zudem auch eine der schönsten Ecken für Street Art. Wer sich dafür also interessiert, sollte diesen Teil definitiv nicht auslassen!

 

Für den kleinen Hunger

Die beste Falafel in Paris

Da ich eben vom schönen Marais erzählt habe, dürfen wir natürlich nicht die unglaublich leckeren Falafeln vom „L´As du Fallafel“ in der Rue des Rosiers vergessen. Die muss man einfach probiert haben! Diese Falafeln sind wirklich mit Abstand die besten, die in Paris zu finden sind. Das ist ganz deutlich an den Menschenmassen, die sich immer vor dem Restaurant ansammeln, zu erkennen. Zudem werden sie sogar von Lenny Kravitz empfohlen! Also wenn das nicht Beweis genug ist…

 

Ein Stück Kuchen

Wenn wir schon dabei sind die beste Falafel in ganz Paris zu probieren, dürfen wir den Nachtisch natürlich nicht auslassen. Den wahrscheinlich ebenfalls besten Apfelkuchen in ganz Paris (vielleicht auch in ganz Frankreich, wer weiß) findest Du in der Boulangerie „Du Pain et Des Idées“ in der Rue de Marseille. Diese Bäckerei hat wirklich sehr viele Leckereien im Angebot, allerdings ist sie etwas Preiswerter. Aber einmal (oder auch ein paar Mal mehr) darf man sich ja auch schließlich mal was gönnen!

 

Danke Marie-Agnès für das Foto!

Maison Plisson

Wer auf der Suche nach einem klassischen Französischen Frühstück ist, der sollte sch das Maison Plisson im Boulevard Beaumarchais nicht entgehen lassen. Dort gibt es nämlich das wirklich Beste Croissant, das ich jemals gegessen habe. Aber auch deren Baguette ist das beste, was wir auf unserem Trip finden konnten. Es lohnt sich also gleich doppelt dem Maison Plisson einen Besuch abzustatten. 

Paris von Oben

Jetzt aber genug mit dem ganzen Essen! In Paris gibt es nämlich ein paar wirklich tolle Flecken, von welchen man eine unglaublich tolle Aussicht über die ganze Stadt hat. Wenn du nach Paris gehst solltest du dann auch mindestens einer dieser Plätze besuchen, es lohnt sich wirklich!

Als aller erstes denkt man da natürlich an den Eiffelturm. Warum auch nicht? Er ist schön hoch, DAS Wahrzeichen von Paris und das Ganze hat einen Haken: er ist leider nicht ganz billig! Wem das nichts ausmacht hat von dort oben sicher die beste Aussicht. Aber da es noch ein Paar andere, günstigere Möglichkeiten gibt über die Stadt zu schauen, haben wir uns gegen diese Variante entschieden. Dafür aber alles Andere selbst ausprobiert.

La Basilique du Sacré-Coeur

Wir sind am ersten Abend zur Sacré-Coeur hoch gelaufen, wir wollten eigentlich im Dunkeln über die Stadt blicken und von dort oben hat man eine prima Aussicht – eigentlich! Denn wir hatten das Glück, dass es an diesem Abend sehr nebelig war und wir somit nicht wirklich viel gesehen haben. Aber gelohnt hat es sich trotzdem! Also am besten den Wetterbericht vorher anschauen, denn es sind ein paar Treppenstufen, die Du bezwingen musst um dort rauf zu kommen…

L´Arc de Triomphe

Das Arc de Triomphe ist ja allein schon ein Besuch wert, aber das schöne daran ist, dass es auch für Besucher geöffnet ist und man sogar die Möglichkeit hat oben auf dessen Dach zu gehen. Von dort aus hat man dann eine wirklich tolle Aussicht und man hat wirklich eine Rundumsicht über ganz Paris. Der Vorteil am Arc de Triomphe ist auch, dass man als EU Bürger unter 25 Jahren noch kostenlos rein und rauf darf. Ansonsten kostet es 8 bzw 5 Euro für Studenten und für Kinder bis 17 Jahre ist der Eintritt ebenfalls kostenlos. Es lohnt sich also gleich doppelt für junge Reisende. Also noch schnell nach Paris, bevor es zu spät ist!

Le Centre Pompidou

Das Centre Pompidou ist nicht nur für Kunstliebhaber ein sehr interessantes ziel, sondern auch für jene, die einfach nur die schöne Aussicht genießen wollen. Hier ist es wieder von Vorteil EU Bürger uner 25 zu sein, denn dann ist der Eintritt ebenfalls umsonst (wie bei den meisten Museen und Galerien in Paris). Vom obersten Stockwerk aus hat man dann wieder eine sehr schöne Aussicht über die Stadt. Allerdings nur durch Glas hindurch. Um schöne Skyline-Fotos zu machen ist es daher eher nicht so geeignet. Außer es stört Dich nicht, durch dreckige Scheiben hindurch zu fotografieren…

Auf ins Grüne!

Was auf dieser Liste natürlich nicht fehlen darf ist ein Besuch von einem der schönen Pariser Parks. Bei gutem Wetter und wenn es etwas wärmer ist, ist das die beste Art einen Sonntagnachmittag in Paris zu verbringen. Mit etwas zu Essen und einer kleinen Decke kannst du dann auch ein kleines Picknick machen. Das ist, wie ich finde, die schönse Art seine Zeit im Park zu verbringen. Wir hatten sogar im Februar das Glück einen solchen Tag zu haben. So verbrachten wir unseren letzten Tag in Paris im Jardin des Tuileries neben dem Musée du Louvre.

Warst Du vielleicht schon einmal in Paris und hast bei deinem Besuch auch den ein oder anderen geheimtipp entdeckt, den man bei einem Besuch nicht auslassen sollte?

Aussicht vom Arc de Triomphe auf die Champs-Élysées

Aussicht vom Arc de Triomphe auf den Eiffel Turm

Die Treppe hoch aufs Arc de Triomphe, der Aufzug war defekt

Blog, Reisen, Städte

Street Art in Paris

Paris ist ja generell ein sehr beliebtes Reiseziel für Kunstliebhaber, neben den klassischen Werken namenhafter Künstler findet man hier aber auch die Street Art von oft weniger bekannten Künstlern.

Was mich so sehr an dieser Kunstart fasziniert, ist ihre direktheit. Die Werke können sehr auffallend aber auch zurückhaltend sein und vielleicht nur irgendwo im hintersten Eck einer kleinen Gasse zu finden. Zudem sind sie sehr vielseitig und dauernd im Wandel. Dies und die oft sehr kritische Sichtweise der Künstler haben mich sehr fasziniert. Auf meiner Reise in die französische Hauptstadt habe ich dann angefangen Street Art, natürlich auch Streetphotography, besser zu verstehen und auch mit anderen Augen zu sehen. Es sind eben nicht nur bunte Graffitis und schmierereien, sondern oft steckt noch viel mehr dahinter.

Hier sind nun ein Paar meiner Favoriten:

Cover Up

Wir hatten wirklich Glück, dass wir am ersten Tag in Paris auf diesen kleinen Platz beim „Canal Saint Martin“ gestoßen sind. Eine große Fassade geschmückt mit zahlreichen, sich schichtenden Graffitis. Und zwei Männer, die diese gestreiften Verkehrshütchen auf dem kleinen Platz verteilten. Dabei sahen sie so aus, als wären sie sich noch nicht ganz einig, was sie eigentlich machen wollten. Wir hatten ja keine Ahnung, was die beiden tatsächlich vorhatten…

Am nächsten Morgen sind wir sind dann zufällig noch einmal dort vorbei gekommen, dieses Mal jedoch von einer anderen Seite. Daher hat es auch etwas gedauert, bis wir verstanden hatten, wo wir waren, und warum es plötzlich so anders aussah… Die beiden Unentschlossenen vom Vortag, hatten einen genauen Plan gehabt. Sie wollten die Wand neu besprühen und das hatten sie dann auch gemacht.

Persönlich bevorzuge ich ja die Vielfältigkeit der ersten Variante. Mir gefällt auch generell das erste Foto besser, da stimmt die Komposition einfach mehr, das zweite ist eher eine Art Beweiß-schnappschuss.

It`s „Twenty One Pilots“ not „21 Pilots“!

Wer auch immer das gemacht hat, ich habe mich sehr darüber gefreut! Da kann man dann so einen kleinen Fehler schon auch mal verzeihen. Weil TØP eine meiner Lieblingsbands und „Car Radio“ mit einer der besten Songs ist, hat es dieses kleine Graffiti auch ganz schnell in meine Favoriten geschafft. Sie legen halt auch in der Street Art eine gute Show hin!

 

EZKSTREETART – art against poverty

Dieser Street Art Künstler hat mich wirklich sehr beeindruckt. Das kleine Kind mit der Frage „Dans quel monde Vuitton?“ kann man mehr als einmal auf den Wänden der Häuser in Paris finden. Generell mussten wir feststellen, dass Louis Vuitton in der Pariser Street Art Szene doch gern und auch häufig kritisiert wird. Und das ist, was mir am meisten daran gefällt: die Kritik, die hinter den Werken von Eric Zeking stecken.

„Non mais ils vont sérieusement se TRUMPer à ce point?“

Le Marais

Diese hier fanden wir im Stadtteil Le Marais, ein wirklich schöner Teil von Paris. Dort findet man die typisch kleinen französischen Sträßchen mit all den Boutiques. Und natürlich ein paar wirklich schöne Grafittis! Vor allem in dieser kleine Gasse, die von der „Rue des Francs-Bourgeois“ abzweigt, gibt es eine wirklich schöne Ansammlung der verschiedensten Werke.

 

KONNY

Die Street Art Künstlerin Konny Steding hat mich vielleicht sogar am meisten fastziniert. Und wieder einmal spielt hier die Botschaft und die kritische Sichtweise eine große Rolle. Ich weiß nicht warum, aber mir gefallen meist die Graffitis, Fotografien oder Kunstwerke allgemein mit einer Botschaft dahinter mehr, als die perfekten und schön anzusehenden.

Monsieur et Madame Straßenpfosten

Diese beiden sind einfach ein witziges Paar und ebenfalls im Le Marais zu finden. Das verückte daran ist, es fällt einem zunächst nicht auf, was mit diesen speziellen Pfosten wirklich los ist, nur dass etwas nicht ganz stimmt.

Ich bin wirklich froh, dass im ersten Bild gerade ein Radfahrer im Hintergrund vorbei fuhr. Ich finde das macht das ganze Bild um ein vielfaches interessanter.

J´EXISTE. ABOVE.

Aufkleber sind in Paris auch eine sehr beliebte Art eine Botschaft rüber zu bringen und sich auszudrücken. Ich fand besonders diese beiden hier sehr faszinierend. Das erste scheint beinahe wie ein Mantra zu sein, J`EXISTE!

 

Man sieht sie wirklich überall, aber Paris scheint mit diesen Stickern zugepflastert zu sein. Ich habe mich immer wieder sehr gefreut, wenn ich irgendwo wieder einmal einen ABOVE Sticker gesehen hatte. Allerdings wusste ich bis zu diesem Zeitpunkt nicht genau, was es sich damit eigentlich aufsich hat. Und für alle, denen es genauso geht wie mir: ABOVE ist ein amerikanischer Street Art Künstler.

 

Eine Stadt ohne Street Art wäre nicht das gleiche und ich finde sie gehört ebenso auf die Bucketlist für den Städtebesuch, wie all die typischen Sehenswürdigkeiten.

Was haltet ihr denn so von Street Art und würdet ihr euch bei eurem nächsten Städtebesuch auch mal bei einrm Grafitti halt machen und es bewundern wie eine standard Sehenswürdigkeit?

 

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